Infos rund um Bachelor und Master

In diesem Info-Center stellen wir Ihnen Beiträge zu den neuen Bachelor- und Masterstudiengängen zur Verfügung.

Bologna-Lexikon

Im Zuge des Bologna-Prozesses geistern eine Menge neue Begriffe durch die Hochschullandschaft. Wir haben die wichtigsten für Sie zusammengestellt und erklärt.

Bachelor
Der Bachelor ist der erste berufsqualifizierende Abschluss des neuen zweistufigen Systems, der in der Regel sechs Semester umfasst. Zusammen mit dem Master löst dieser Abschluss die klassischen Diplom- und Magisterabschlüsse ab. Der Bachelor umfasst in der Regel sechs Semester.

Bologna-Prozess
Bologna heißt eine der ältesten Universitätsstädte Europas und sie ist gleichzeitig Namensgeberin für den Prozess, der einen einheitlichen europäischen Hochschulraum zur Folge haben soll – bis 2010. Eines der Kernziele ist, dass Studierende und Forscher leichter zwischen den europäischen Hochschulen wechseln können.

Credit Points
Die Credit Points ersetzen das, was früher die sogenannten Scheine waren. Ein Punkt entspricht ungefähr einem Arbeitsaufwand von 30 Stunden. Die Credit Points gehören zum European Credit Transfer System (ECTS), das die internationale Vergleichbarkeit von Leistungsnachweisen sicherstellen soll. Für Studierende stellt sich heute deshalb oft die Frage: Wie viele Credit Points gibt’s dafür?

Master, konsekutiv
Diese Form des Masterstudiengangs baut fachlich-inhaltlich auf einen vorausgehenden Bachelor-Studiengang auf. Die Regelstudienzeit beträgt inklusive des Bachelors maximal fünf Jahre. Zugangsvoraussetzung ist ein erfolgreich abgeschlossenes Bachelor-Studium. Dieser Master wird manchmal auch als Bologna-Master bezeichnet. Treffender ist jedoch die Bezeichnung konsekutiver Master.

Mit diesem Abschluss haben Sie eine Hochschulausbildung, die den früheren Diplom- und Magisterabschlüssen ebenbürtig ist. Gleichzeitig erwerben Sie mit dem konsekutiven Master die Promotionsberechtigung im entsprechenden Fach.

Master, nicht-konsekutiv
Im Unterschied zum konsekutiven Master bauen diese Masterstudiengänge fachlich-inhaltlich nicht unbedingt auf das Bachelorstudium auf. Die Bandbreite der Programme ist groß. Bei manchen Masterabschlüssen handelt es sich um umgewandelte, frühere Aufbaustudiengänge, die keine oder nur niedrige fachliche Zugangsvoraussetzungen verlangen. Sie werden teilweise auch als Zertifikatsstudiengang oder als postgraduate Master bezeichnet. Bei anderen nicht-konsekutiven Mastern wiederum sind die Zugangsvoraussetzungen besonders hart. Eine Promotionsberechtigung erwerben Sie mit nicht-konsekutiven Masterstudiengängen oftmals nicht – bei einigen aber schon. Es bleibt also nicht aus, jeden einzelnen Masterstudiengang genau zu prüfen. Das Spektrum ist groß.

Master, weiterbildend
Diese werden oftmals berufsbegleitend angeboten und richten sich an Berufstätige. Meistens gibt es keine fachlichen Zugangsvoraussetzungen, manchmal ist noch nicht einmal ein vorausgegangenes Hochschulstudium nötig.

Alle drei Master-Formen können sich grundsätzlich danach unterscheiden, ob sie eher forschungs- oder anwendungsorientiert sind. Auch das sollte bei Ihrer Entscheidung eine Rolle spielen.

MBA
Der wohl bekannteste Master ist der Master of Business Administration (MBA). Er richtet sich überwiegend an Berufspraktiker und Fachfremde, die Management-Kenntnisse erwerben möchten. Die Vielfalt der MBA-Studiengänge in Sachen Struktur und Programminhalt ist enorm. Berufsbegleitende Programme gibt es ebenso wie hoch-anspruchsvolle und kostenintensive Vollzeitprogramme an speziellen Business-Schools. Auch in Sachen konsekutiv, nicht-konsekutiv oder weiterbildend gibt es beim MBA das volle Spektrum. Lesen Sie dazu auch unsere Buchvorstellung.

Achtung: Der Begriff „Master“ ist rechtlich nicht geschützt. Deshalb bieten die unterschiedlichsten Organisationen und Schulen Masterabschlüsse an. Prüfen Sie deshalb, was dahinter steckt und schauen Sie sich den Anbieter genau an: Ist der Studiengang von einer anerkannten Agentur akkreditiert? Berechtigt der Abschluss zu einer Promotion?

Eine umfassende Orientierungshilfe finden Sie in dem Buch „Master nach Plan“  – vorgestellt auch in diesem Newsletter.

Modul
Module sind Einheiten von Lehrveranstaltungen, die zu einem bestimmten Fachgebiet eines Studiengangs gehören. Sie sollen Studierenden die Spezialisierung erleichtern und werden separat abgeprüft. Wann man welche Module belegen muss, regeln die Studienpläne.

Workload
Als Workload wird der zeitliche Aufwand bezeichnet, der für einen Credit Point angesetzt wird. In Deutschland sind für einen dieser Credit Points etwa 30 Stunden angesetzt, was von Land zu Land variiert.

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