Job und Karriere

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Im Visier der neuen Kollegen

Studium geschafft, im Vorstellungsgespräch überzeugt? Zu Recht fühlen sich Hochschulabsolventen zu diesem Zeitpunkt großartig und hochmotiviert. Kaum können sie es erwarten, im ersten Job endlich zu zeigen, was sie gelernt haben. Dabei stehen am Anfang Fingerspitzengefühl und Sozialkompetenz an erster Stelle. Wie Sie die ersten Wochen im Job meistern und was Sie sich besser verkneifen sollten.

Es ist ganz verständlich, dass Berufseinsteiger gerade am Anfang motiviert ihr Fachwissen unter Beweis stellen wollen. Unabhängig von Job oder Branche geht es in den ersten Wochen aber auch darum, sich in ein bestehendes Team zu integrieren. Sich an seinem neuen Arbeitsplatz sowohl fachlich als auch persönlich einzufinden, ist die große Herausforderung des aufregenden Berufseinstiegs. Beides muss gelingen, wenn die weitere Zusammenarbeit mit Vorgesetzten und Kollegen glücklich verlaufen soll.

Vor dem ersten Arbeitstag sollten Sie noch einmal alles Revue passieren lassen, was Sie schon in der Bewerbungsphase über Ihren Arbeitsplatz herausfinden konnten. Gehen Sie noch einmal alle Unterlagen durch, klicken Sie sich durch die Webseite.

Höfliches Interesse
Als Neuling stehen Sie natürlich ganz besonders unter Beobachtung. Ihre neuen Kolleginnen und Kollegen werden neugierig sein, mit wem Sie es von nun an zu tun haben. Und auch Sie müssen sich erst einmal zurechtfinden. Versuchen Sie, sich bei der Vorstellung des Teams Namen und Funktionen zu merken. Sie konnten sich nicht alles behalten? Späteres Nachfragen schadet nicht. Das zeigt Ehrlichkeit und Interesse. Generell gilt: Scheuen Sie sich nicht, Fragen zu stellen. Wer ist für welche Aufgabenbereiche zuständig? Wo finden Sie wichtige Informationen? Mit welcher Kleidung liegen Sie richtig? In größeren Unternehmen sollten Sie auch über die Abteilungen hinweg Interesse zeigen. Gemeinsame Arbeitswege und Mittagspausen eignen sich hervorragend dazu, einen Überblick über das Unternehmen und seine Mitarbeiter zu bekommen.

Vorsicht mit Kritik
Am Anfang steht das aufmerksame Beobachten der Abläufe im Vordergrund. Vielleicht fällt Ihnen etwas auf, was Sie besser machen würden. Mit Kritik sollten Sie am Anfang jedoch nicht zu stark vorpreschen. Ihre neuen Kollegen könnten sich gemaßregelt fühlen – außerdem erschließen sich die Gründe für bestimmte Dinge oder Arbeitsabläufe oft erst dann, wenn man die Zusammenhänge kennt. Vorsicht also mit allzu viel Kritik in den ersten Wochen. Für konstruktive Vorschläge ist später noch Zeit.

Nach Feedback fragen
Niemand ist perfekt. Es ist ganz normal, dass besonders in der Anfangszeit Fehler passieren. Entschuldigen Sie sich bei Ihren Kollegen, wenn mal etwas schief gelaufen ist. Und zeigen Sie Interesse daran, wie ein Fehler das nächste Mal vermieden werden kann. Nach den ersten drei Monaten können Sie Ihren Vorgesetzten auch um ein Zwischen-Feedback bitten.

Arbeitszeiten: der goldene Mittelweg
Bei aller Motivation: Mimen Sie nicht den Workoholic, der abends bis zum Umfallen arbeitet, während die Kollegen schon in den Feierabend ziehen. Damit machen Sie sich nicht beliebt. Genauso wenig sollten Sie auf die Minute pünktlich Ihre Sachen packen, wenn ein Großteil der Kollegen noch arbeitet. Versuchen Sie, einen goldenen Mittelweg zu finden. Orientieren Sie sich zunächst an Ihrem Team. Die individuellen Spielräume werden Sie mit der Zeit entdecken.

Lästern ist Tabu
Sie merken, dass über manche Kollegen oder auch den Vorgesetzten gelästert wird? Lassen Sie sich besser nicht dazu verleiten, hier mitzumachen. Vor Kollegen negativ über andere Kollegen zu sprechen ist unprofessionell. Wenn Sie anfangs das soziale Gefüge im Unternehmen nicht gut kennen, bewegen Sie sich mit Lästereien auf dünnem Eis. Seien Sie möglichst loyal – das gilt für den Anfang ganz verschärft, aber auch im weiteren Berufsleben sollte Loyalität eine Selbstverständlichkeit sein.   

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