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Statusmeldung: Heute leider reizüberflutet
Soziale Netzwerke sind unter Studierenden weit verbreitet. Statusmeldungen abgeben, Partys planen, aber auch virtuelle Bauernhöfe bewirtschaften: Deutschlands Hochschüler tummeln sich mit Begeisterung bei Facebook, StudiVZ und Co. Unsere ehemalige Praktikantin Gloria Knorr geht in ihrer Bachelor-Arbeit diesem Phänomen auf die Spur. Sie untersucht das Nutzungsverhalten und deckt dabei auch Schattenseiten wie Reizüberflutung und mangelnde Datensicherheit auf.
"Was, Du bist nicht bei Facebook?" Diese ungläubige Frage wird oft denjenigen gestellt, die noch kein Profil bei der beliebten Online-Plattform haben. Die Kontaktpflege über soziale Netzwerke scheint herkömmliche Kommunikationswege wie Handy oder E-Mail hinter sich zu lassen. Immer mehr Studierende tauschen sich über Facebook oder StudiVZ über ihren Alltag aus und nutzen die Netzwerke, um mit alten Freunden in Kontakt zu bleiben oder mit Kommilitonen Verabredungen und Partys zu planen. Experten warnen allerdings vor allzu exzessiven Gebrauch: Das Suchtpotenzial ist hoch und es besteht zudem die Gefahr, dass sensible persönliche Daten in falsche Hände geraten.
Wie hat sich das Nutzungsverhalten bei Studierenden entwickelt? Was sind ihre Motive, die Netzwerke zu nutzen? Und wie reflektieren sie Chancen und Risiken der so genannten sozialen Medien? Diesen und weiteren Fragen rund um Facebook und Co. widmet sich Gloria Knorr (25) in ihrer Bachelor-Arbeit, die sie in den Wirtschaftswissenschaften an der Universität in Frankfurt verfasst. Der genaue Titel: „Empirische Untersuchung über das Kommunikationsverhalten durch Web 2.0-Technologien im privaten Sektor“. Grundlage der Arbeit ist eine Online-Umfrage unter Studierenden. Über 300 Personen haben bislang teilgenommen. „Bei einer empirischen Untersuchung hat man was in den Händen“, sagt Gloria Knorr über ihre Motivation, eine eigene Umfrage durchzuführen.
„Ich wusste gar nicht, dass ich so viel Zeit damit verbringe“
Sie selbst ist bei Facebook aktiv und hat sich ein wenig von FarmVille infizieren lassen, das manche ihrer Freunde exzessiv spielen. Es handelt sich dabei um eine Applikation des Online-Netzwerks, bei der in Echtzeit eine Farm simuliert wird. Die Spieler bewirtschaften Felder und halten Tiere. Die virtuellen Zahlungsmittel können teilweise beim Entwickler Zynga gekauft werden. „Eigentlich verrückt, für virtuelle Dinge Geld auszugeben“, sagt Gloria Knorr. So weit geht ihr eigenes Engagement auf der Farm allerdings nicht. Bei diesem Spiel gilt es, in Konkurrenz mit Freunden zum erfolgreichen Online-Bauern zu werden. Dazu braucht es natürlich Zeit. Vielen ist das eine willkommene Entspannung neben dem Lernstress. Bei anderen wird der virtuelle Bauernhof zum gefährlichen Zeitfresser.
Soziale Netzwerke können Druck erzeugen. Dazu gehören zu wollen und sich mit Fotos und gut klingenden Statusmeldungen wichtig zu machen, kann Stress erzeugen. „Ich wusste gar nicht, dass ich wirklich so viel Zeit damit verbringe“. Diese Rückmeldung bekam Gloria Knorr von manchen Freunden, die an der Umfrage teilgenommen haben. Eine weitere Erkenntnis: Auch wenn die Liste der Kontakte lang ist, sind es meist nur ganz wenige Menschen, mit denen man regelmäßig kommuniziert. Das stellt den eigentlichen Sinn pompöser Freundeslisten in Frage.
"Problematisch wird es dann, wenn Studierende sich unwohl fühlen, sollten sie einmal nicht auf ihr Netzwerk zugreifen können", sagt Gloria Knorr.
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Lesen Sie hier
schon mal vorab ein paar Studierenden-Meinungen.

