In dieser Rubrik stellen wir Artikel und aktuelle Diskussionsthemen aus dem Bereich Hochschulpolitik & Bildung für Sie zusammen.

 

Spitzenreiter, Aufsteiger und Absteiger: Das CHE-Hochschulranking

Umfassend und detailliert: So bezeichnet das Centrum für Hochschulentwicklung (CHE) sein großes Ranking, dessen Ergebnisse seit 1998 Jahr für Jahr veröffentlicht werden. Über 250 Universitäten und Fachhochschulen hat das CHE untersucht. Der aktuelle ZEIT Studienführer liefert die Befragungsergebnisse zu insgesamt 2.500 Fachbereichen mit knapp 7.500 Studiengängen. Jedes Jahr wird ein Drittel der Fächer neu gerankt.

 

Dieses Jahr aktualisiert: Wirtschaftsinformatik, BWL, Jura, Politikwissenschaft, Soziale Arbeit, Soziologie, Wirtschaftsingenieurwesen und VWL.

 

Bis zu 34 Kriterien pro Studienfach fließen in die Untersuchung ein. „Kein Abiturient kann alle Hochschulen vor Ort begutachten, um die beste für sich auszuwählen“, argumentiert der CHE-Leiter, Prof. Dr. Detlef Müller-Böling

 

Das Ranking zeichnet sich durch eine strikte Fachbezogenheit aus, die ein pauschales Urteil über die Hochschulen verhindern soll. Denn Hochschulen haben meist spezifische Profile, die mit Stärken und Schwächen in den einzelnen Fächern einhergehen. Das Ranking berücksichtigt außerdem verschiedene Perspektiven: Neben den Fakten zu Studium, Lehre, Ausstattung und Forschung fließen auch Meinungen der Hochschullehrer und Studierenden in die Bewertung ein. Das Ranking weist den Hochschulen außerdem keine Rangplätze zu, sondern ordnet sie in eine Spitzen-, Mittel-, und Schlussgruppe ein. Auch Auf- und Absteiger werden identifiziert.

 

„Das Studienangebot ist heute größer denn je“, gibt Martin Spiewak, Chefredakteur des ZEIT Studienführers, zu bedenken. Bei Studienanfängern wachse der Orientierungsbedarf dadurch, dass die Hochschulen versuchen, sich zu profilieren und voneinander zu unterscheiden.

 

Ausgewählte Ergebnisse des CHE-Hochschulrankings im Überblick:

 

Spitzenreiter in den neu gerankten Fächern

Gleich in drei der aktualisierten Fächer hat die Universität Mannheim hoch gepunktet: BWL, Politik/Sozialwissenschaft sowie Soziologie. Mit durchgängigen Spitzenplatzierungen in den gewählten Indikatoren ragen auch folgende Universitäten hervor: Erfurt und Münster in den Fächern Medien-, Kommunikationswissenschaften und Journalistik, die BTU Cottbus im Fach Wirtschaftsingenieurwesen, die Uni Münster im Fach Wirtschaftsinformatik sowie die Uni Bremen in Politik-/Sozialwissenschaft.

 

VWL und Jura: Die besten Hochschulen

Bayreuth und Jena liegen in der Volkswirtschaftslehre vorn. Im Fach Jura führen die private Brucerius Law School in Hamburg und die Europa Universität Frankfurt/Oder mit vier von fünf Spitzenwerten.

 

Fachhochschulen überzeugen beim Praxisbezug

Bei den Fachhochschulen wurden alle Spitzengruppen von der Hochschule Reutlingen im Fach BWL erreicht. Das gleiche gilt für die Hochschule Wismar in Wirtschaftsrecht sowie für die Hochschule Darmstadt in Medien- und Kommunikationswissenschaften. Im Fach Wirtschaftsingenieurwesen erreichten zehn Fachhochschulen vier von fünf mögliche Spitzengruppen. In Wirtschaftsinformatik sind die Nordakademie Elmshorn, die Hochschule Furtwangen, die FH Südwestfalen / Hagen und die FH Wedel zu nennen. Sie erreichten in jeweils vier von fünf Kategorien die Spitzengruppe.

 

Soziale Arbeit: Kirchliche Hochschulen liegen vorn

 

Im Fach Soziale Arbeit punkten besonders die kirchlichen Hochschulen. Fünf Hochschulen sind bei jeweils vier der fünf Indikatoren in der Spitzengruppe mit dabei: Die KFH NW Aachen, die EFH Dresden, die EFH Freiburg, die KFH München und die KFH München am Standort Benediktbeuern. Von den staatlichen Hochschulen konnte nur die Hochschule Zittau/Görlitz ein ähnlich gutes Ergebnis erzielen.

 

Gute Bewertungen der dualen Studiengänge im Fach BWL

Die dualen Studiengänge in BWL an Berufsakademien (BA), Fachhochschulen und einer Universität wurden erstmals eigens verglichen. Fünf Hochschulen finden sich bei allen gewählten Indikatoren (Bibliotheksausstattung, Gesamturteil der Studierenden, Betreuung, Verknüpfung von Theorie und Praxis) in der Spitzengruppe: Die private Frankfurt School of Finance and Management in Frankfurt am Main, die private Fachhochschule Nordakademie Elmshorn, die BA Bankwirtschaft in Hannover, die BA Leibniz Hannover und die FH Ingolstadt.

 

Detaillierte Ergebnisse

Seit dem 7. Mai sind die detaillierten Ergebnisse im ZEIT Studienführer nachzulesen. Das Hochschulranking ist auch im Internet unter www.zeit.de/hochschulranking  abrufbar. Interessierte können die passenden Hochschulen über die Eingabe persönlicher Kriterien aufspüren.

 

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