15. Juli 2010, Aktuelle Nachrichten, Deutsche Bildung intern

Gewissen im Lehrplan

In der Wirtschaftskrise haben sich Zweifel geregt an den Moralvorstellungen von Top-Managern. Viele der Wall-Street-Banker, die die Krise mit verursachten, wurden an renommierten Business-Schools ausgebildet. Gehört das Fach Ethik deshalb in die Lehrpläne der Managerschmieden? Nach einem Bericht von Spiegel Online gibt es zwar Beispiele für Veranstaltungen, die ethische Fragen behandeln. Der große Umbau von Lehrplänen, wie einige ihn fordern, findet jedoch nicht statt.

Absolventen schwören Moral
Nichtsdestotrotz haben die Business-Schools nachgedacht. Die Harvard Business School hat auf die Gewissensbisse mit der Einführung eines Manager-Eids reagiert. "Als Manager ist es meine Aufgabe, der Gesellschaft zu dienen". Das haben mehr als die Hälfte der 900 Absolventen im Juni geschworen.

Nach Berichten von Spiegel Online hat eine Studie ergeben, dass ein Wirtschaftsstudium nicht automatisch unmoralisch macht. Wirtschaft-Studierende unterscheiden sich in ihren moralischen Vorstellungen kaum von Studierenden anderer Fächer. Auch werden die Moralvorstellungen durch das Studium nicht negativ verändert.

Deutsche Bildung veranstaltet Jahressymposium zum Thema Ethik
Studierende, Hochschulen, Arbeitgeber: Wie können Moral und Ethik in den Köpfen junger Menschen verankert werden? Diese Frage möchte die Deutsche Bildung ihren Geförderten stellen. Am letzten Augustwochenende wird ein Jahressymposium für geförderte Studierende aller Fachrichtungen ausgerichtet. Es trägt den Titel: "Ethik als Baustein lebenslangen Lernens". Ulf D. Posé, Präsident des Ethikverbands der deutschen Wirtschaft, wird den Eröffnungsvortrag halten.

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