24. Juni 2010, Aktuelle Nachrichten, Hochschulpolitik und Bildung

Studierende dürfen stärker mitreden

Die Studentenproteste haben in Bayern gefruchtet. Wissenschaftsminister Wolfgang Heubisch (FDP) will den Studierenden mehr Mitspracherecht einräumen. Dadurch sollen sich die Studienbedingungen verbessern. Studierende sollen beispielsweise bei der Ausgestaltung einzelner Studiengänge ein Wörtchen mitzureden haben. Zwar seien die Leitlinien nicht verbindlich, aber dafür ein deutliches Zeichen.

Auch sollen Studierende entlastet werden: Die Arbeitsgruppe von Ministerium, Hochschulen und Studierenden empfiehlt, die Zahl der Prüfungen zu reduzieren. Die Leitlinien sollen vor allem in der Feinmechanik der Studiengänge greifen. Das betrifft auch die Anerkennung von im Ausland erworbenen Studienleistungen. Nicht der einzelne Studierende soll künftig den Nachweis erbringen müssen, dass eine Studienleistung anerkennungswürdig sei – vielmehr sollen Professoren schriftlich begründen, wenn ein Nachweis nicht akzeptiert werden kann.

Mit konkreten Verbesserungen sei jedoch frühestens 2011 zu rechnen.

Die Leitlinien sind eine Reaktion auf die anhaltende Unzufriedenheit mit der Bologna-Reform. Studierbarkeit und Internationalität lassen stellenweise noch zu wünschen übrig, was in den Studentenprotesten vielfach zum Ausdruck kam.

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