16. Januar 2009, Pressespiegel

geldio.de - Finanzierung des Studiums mit Bildungsfonds

Mit der Einführung der gestrafften Bachelor- und Masterstudiengänge wurde es für viele Studenten immer schwieriger, den Uni-Alltag und die zur Finanzierung des Studiums nötigen Nebenjobs miteinander in Einklang zu bringen. Die Möglichkeit einen Studienkredit aufzunehmen, können längst nicht alle Studierende in Anspruch nehmen, da sie die hohen Sicherheiten, die verlangt werden, nicht aufbringen können.

Abhilfe soll nun ein Bildungsfonds schaffen, der bei der Finanzierung des Studiums helfen soll. Aktuell gibt es unzählige Modelle für einen derartigen Bildungsfonds, die darauf basieren, dass eine bestimmte Summe (mindestens 10.000 Euro) eingezahlt wird, mit der dann später das Studium finanziert wird. Das Besondere daran ist, dass die Vergabe des Bildungsfonds nicht zwangsläufig von der Bonität des Einzahlers oder den bisherigen Noten, sondern von seiner/ihrer Motivation für das Studium abhängt. Die Studenten legen vorher auf der Grundlage des mutmaßlichen zukünftigen Einkommens selbst fest, wie sie die Rückzahlung vornehmen möchten. Derzeit werden vor allem Studierende aus dem wirtschaftswissenschaftlichen Bereich gefördert, aber auch andere Bereiche wie Sprach- und Kulturwissenschaften holen langsam auf. Zu den größten Anbietern dieser Art der Studiumsfinanzierung gehören die neue "Deutsche Bildung" in Frankfurt/Main und "Career Concept" in München. Bis zu 7% Rendite werden den Anlegern dort aktuell in Aussicht gestellt, allerdings wird der Gewinn erst dann ausgezahlt, wenn die Rückerstattung der ersten Anleger beginnt. Das kann jedoch - vor allem bei dem frisch gegründeten Anbieter "Deutsche Bildung" - noch eine Weile dauern.

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