Manuel Geuen aus Fulda

Der angehende Gesundheitsmanager, der seit Oktober 2008 von der Deutschen Bildung gefördert wird, schätzt das familiäre Flair der Hochschule Fulda und engagiert sich zusätzlich im Fachschaftsrat, Fachbereichrat und im Studentenparlament. „Wir können was bewegen“, sagt er über sich und seine Kommilitonen.

„Die neuen Studiengänge laufen hier super“
Von Bologna-Frust ist bei Manuel Geuen wenig zu spüren. Der 27-jährige studiert Pflegemanagement an der Hochschule Fulda in Osthessen. Der Studiengang ist relativ neu und wurde deshalb von Anfang an als Bachelor konzipiert. „Die neuen Studiengänge laufen hier super“, sagt Manuel. Die einzige akademische Ausbildung im Gesundheitswesen sei bislang das Medizinstudium zum Arzt gewesen, sagt er zu seinem angestrebten Abschluss, der im Gesundheitswesen zukünftig eine Lücke schließen wird. Gesundheits- und Pflegemanager agieren an der organisatorischen Schnittstelle zwischen Gesundheitswesen und Mensch.

Seine berufliche Zukunft sieht Manuel im Projektmanagement in der Gesundheitsförderung. Wie kann ein solches Projekt aussehen? Man könnte beispielsweise die Ernährung von Grundschulkindern erforschen, Probleme analysieren und entsprechende Verbesserungen entwickeln, erzählt der bereits examinierte Kinderkrankenpfleger. Den Master mit Schwerpunkt „Public Health“ möchte er vermutlich an seinen Bachelor anschließen. Von Masterplatz-Knappheit sei im Fachbereich Pflege und Gesundheit bislang übrigens wenig zu spüren. Auch sei der Kontakt zu den Dozenten sehr gut, wie es an kleineren Hochschulen oftmals typisch ist.

Engagiert an der Hochschule
An seinem Fachbereich schätzt Manuel das familiäre Flair. Man kennt sich untereinander und die Bereitschaft, sich zu engagieren und etwas bewegen zu wollen ist groß. Manuel ist deshalb auch neben dem Fachstudium sehr aktiv, wirkt unter anderem im Studentenparlament und im Fachbereichsrat mit, und interessiert sich entgegen der allgemeinen Entwicklung für Hochschulpolitik. An seinem Fachbereich leitet er außerdem ein Tutorium. Manuel führt das auch auf die Mentalität zurück, die bei Studierenden sozialer Fächer herrsche. Sich für etwas einzusetzen ist im Selbstverständnis sozialer Berufe natürlich stark verankert. Dass dieses Engagement auch im Lebenslauf gut aussieht, sieht Manuel dabei nur als zusätzlichen Pluspunkt.

Als größte Herausforderung sieht er die Gratwanderung zwischen Studium, Arbeiten und Freizeit. Mehr als ein Drittel seiner Kommilitonen arbeitet mehr als zehn Stunden pro Woche, die Module des Studiengangs ballen sich fest an drei festgelegten Tagen von morgens bis abends, was wenig Flexibilität in der Zeiteinteilung lasse.

Studienförderung: Kontakt zu Studierenden aller Fachrichtungen
Seit Oktober 2008 wird Manuel von der Deutschen Bildung gefördert. Neben der finanziellen Entlastung nutzt Manuel auch das Guidance-Programm. „Ich bin von der Win-Win-Situation der Studienförderung überzeugt“, sagt er. In einem Workshop zu Selbst- und Zeitmanagement hat er Studierende verschiedener Fachrichtungen getroffen, „mit einem davon halte ich bis heute Kontakt“, erzählt er über seine Erfahrungen mit der Studienförderung.

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