Frühaufsteher oder Morgenmuffel? Welcher Zeit-Typ bist du?

Chaotisch kreativ oder doch eher perfektionistisch veranlagt? Morgens schon fit wie eine Lerche oder nachtaktiv wie eine Eule? Jeder Mensch hat einen eigenen Biorhythmus. Während die einen bereits morgens topfit sind und anfallende Aufgaben vormittags am besten lösen können, kommen andere überhaupt nicht aus dem Bett, lernen dafür aber mühelos bis spät in die Nacht hinein.

Die Wissenschaft hat diese zwei Typen nach Vorbildern aus der Vogelwelt benannt: „Lerchen“ werden demnach früher müde als andere Menschen und stehen auch früher auf. „Eulen“ hingegen sind abends lange leistungsfähig, morgens aber schlapp und muffelig. 

Wie fit wir den Tag über sind, ist nicht nur eine Frage des Weckers, sondern auch unserer Gene. Während Arbeitnehmern jedoch häufig nichts anderes übrig bleibt, als ihre Eulen oder Lerchen mehr schlecht als recht zu ignorieren, können Studenten ihren eigenen Biorhythmus meist gezielt dem Tagesplan anpassen. Wer also gerne einmal länger schläft, kann dies mit gutem Gewissen tun, wenn er dafür später zu voller Form aufläuft. Wer morgens um 8 bereits am Schreibtisch sitzt, darf hingegen schon am Nachmittag Feierabend machen. 

Falls du es nicht ohnehin schon weißt, kannst du hier herausfinden, ob du zu den „Eulen“ oder „Lerchen“ gehörst.

Daneben kann der eigene Zeittyp auch anhand bestimmter Persönlichkeitsmerkmale festgemacht werden: 

Chaotisch-kreative Zeittypen  
Typische Persönlichkeitsmerkmale: 

Spontan
Schnell sprechend
Begeisterungsfähig
Energievoll
Manchmal unpünktlich
Leicht vergesslich
Überstürzt handelnd
Teilweise unzuverlässig
Offen für Neues 

Chaotisch-kreative Zeitgenossen laufen oftmals Gefahr, sich zu verzetteln oder aber zu schnell zu reagieren und ihre Entscheidungen und Lösungsansätze später zu bereuen. Aufgrund von Unpünktlichkeit und Unzuverlässigkeit können qualitative Einbußen im Studium oder bei der Arbeit entstehen. Für Chaotisch-Kreative ist es daher wichtig, ihre Energien gut zu bündeln und den Tagesablauf genau zu planen. Um den Überblick über offene Projekte zu behalten, hilft beispielsweise eine kreative Übersichtstabelle. 

Ordnungsliebende Perfektionisten 
Typische Persönlichkeitsmerkmale:

Sehr korrekt
Modebewusst
Überpünktlich
Klar im Ausdruck
Manchmal kurz angebunden 
Dynamisch
Zuverlässig
Gute Detailorientierung 

Perfektionisten stellen an sich selbst sehr hohe Ansprüche. Dabei besteht das Risiko, dass zu viel Zeit und Energie in die Ausarbeitung von Details investiert werden, während wirklich wichtige Aufgaben liegen bleiben. Die größte Herausforderung für einen Perfektionisten besteht im Loslassen und auch mal „Fünf gerade sein lassen“. Gelingen kann dies jedoch mit Hilfe von klaren Zeitlimits und dem konsequenten Setzen von Prioritäten. Zudem sollte der Perfektionist darauf achten, dass zwischenmenschliche Kontakte weiterhin gepflegt werden. 

Zeitdruck liebende Macher 
Typische Persönlichkeitsmerkmale:

Stressresistent
Belastbar
Unruhig
Ständig in Bewegung
Sehr leistungsfähig
Leistungsorientiert
Extremsportler
Multitaskingfähig 

Zeitdruck liebende Menschen brauchen regelmäßig einen Adrenalinstoß, der dadurch ausgelöst wird, dass etwas in letzter Minute erledigt wurde – das Unmögliche möglich zu machen ist ein wesentlicher Antreiber. Bei unerwartet hohem Arbeitsaufwand kann es jedoch zu Stressreaktionen kommen, die der Situation nicht angepasst sind. Zudem kann dieser Typ sich leicht überschätzen und sich zu viel vornehmen. Wichtig für den „Macher“ ist es daher, genügend Pufferzeiten einzuplanen und einen Ausgleich zur Arbeit zu schaffen. 

Hilfsbereite und bescheiden-rücksichtsvolle Zeittypen 
Typische Persönlichkeitsmerkmale:

Teamfähig
Unterstützend 
Häufig Schwierigkeiten, andere abzuweisen
Zu viel zu tun
Probleme mit Delegieren
Emotional
Zuverlässig 

Ausgeprägt hilfsbereiten Menschen fällt es schwer, andere um Hilfe zu bitten oder Anfragen zurückzuweisen. Sie tendieren dazu, anderen um jeden Preis gefallen zu wollen. Dabei können jedoch eigene Bedürfnisse zu kurz kommen. Dieser Zeittyp sollte auf jeden Fall das „Nein sagen“ trainieren und in Umkehrschluss mehr auf seine eigenen Wünsche und Gefühle Rücksicht nehmen. Wichtig ist, dass sich der Hilfsbereite bewusst Zeit für sich nimmt. 

Natürlich gibt es hierbei, wie auch bei den Chronotypen verschiedene Mischformen. Es geht aber nicht darum, dass man sich 100%ig einer Kategorie zuordnet, sondern mehr um Selbsterkenntnis und die daraus resultierenden Einsichten, wie man gut studieren, lernen und arbeiten kann.  

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