Neue Volkskrankheit unter Studenten: Depression

Schlechte Phasen im Leben gibt es immer mal wieder. Wenn die „dunklen“ Tage aber überwiegen, könnte eine Depression dahinter stecken. In Deutschland leiden ca. 4 Millionen Menschen unter einer depressiven Störung. Studenten und Akademiker sind besonders häufig betroffen. Grund dafür sind oftmals überzogene Erwartungen an die eigene Persönlichkeit, Druck von außen sowie – meist nicht reale – Perspektivlosigkeit.

Durch überfüllte Veranstaltungen und Prüfungsdruck sind Studenten zusätzlich psychosozialen Belastungen ausgesetzt. 

Eine Depression ist eine ernstzunehmende Krankheit. Neben der traurigen Grundhaltung leiden depressive Menschen vor allem an Antriebsmangel, haben Probleme bei Entscheidungsfindungen und können schwieriger Freude empfinden. Hinzu kommen Konzentrationsschwierigkeiten, Gedankenkarusselle, Schuld- und Minderwertigkeitsgefühle, Angst, Schlafstörungen sowie Appetitlosigkeit. Rund zwei Drittel der Erkrankten hat zumindest zeitweise Suizidgedanken. 

Es gibt dabei nicht die eine Depression, sondern verschiedene Varianten mit unterschiedlichen Ursachen. Je nach Ausprägung muss eine Depression auch unterschiedlich behandelt werden. Aus medizinisch-biologischer Sicht sind Stoffwechselstörungen im Gehirn der Auslöser für die Krankheit. Hier kann eine medikamentöse Therapie mit Antidepressiva in der Regel beste Erfolge erzielen. Kommen emotionale oder gesellschaftliche Gründe hinzu (bspw. Probleme im Elternhaus, finanzielle Schwierigkeiten, Verlust des Lebensmittelpunkts durch häufige Arbeitsplatzwechsel etc.) sollte zusätzlich eine Psychotherapie ins Auge gefasst werden. 

 

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Wer mit Depressionen zu kämpfen hat, sollte sich stets bewusst machen, dass die Krankheit – wie fast jede andere auch – erfolgreich bekämpft werden kann. Die Volkskrankheit Depression ist zudem längst keine Seltenheit mehr und kein Grund sich zu schämen. 

Wichtig ist, dass man sich zunächst klar darüber wird, ob man überhaupt an einer Depression leidet. Aufschluss kann hier ein Selbsttest bieten, wie er etwa von Stiftung Deutsche Depressionshilfe im Internet angeboten wird. Auf der Webseite finden Betroffene außerdem eine umfangreiche Adressenliste von Krisendiensten. Studenten, die an einer Depression erkrankt sind, können sich zudem an die psychosozialen Beratungsstellen des Studentenwerks wenden. 

Selbsttest

Adressenliste

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