Therapiemöglichkeiten bei Prüfungsangst

Keine Angst vor der Angst

Wenn Prüfungsangst übermächtig wird und die eigenen Leistungen im Kern zu ersticken droht, kann es sinnvoll sein, sich professionelle Hilfe zu holen. In der Regel bieten die psychotherapeutischen Beratungsstellen der Hochschulen Seminare oder Einzelgespräche zum Thema an. Folgende Therapiemöglichkeiten sind außerdem möglich.

Verhaltenstherapie
Eine gängige Therapieform bei Prüfungsangst ist die Verhaltenstherapie. Hintergrund des Therapiegedankens ist, dass Verhaltensweisen erlernt, aber auch wieder verlernt werden können. Durch die regelmäßige Anwendung bestimmter Lern- oder Verhaltensprinzipien sollen starre Muster durchbrochen und die Handlungsfähigkeit des Patienten erweitert werden. In der Regel wird mit einer Problemanalyse begonnen. Kommunikationstrainings, Rollenspielen und Konfrontationen werden anschließend Schritt für Schritt neue Verhaltensmuster erarbeitet.

Psychodynamische Therapien
Die Psychodynamik als „Lehre vom Wirken innerseelischer Kräfte“ beschreibt Einflüsse auf Befindlichkeit und Verhalten von Menschen. Seelische Vorgänge werden als Auslöser für bestimmte Reaktionen oder Verhaltensweisen verstanden. Hintergrund ist die Idee, dass es innerhalb ein und desselben Menschen unterschiedliche Motivationen und Wünsche geben kann, die sich gegenseitig ausschließen und zu inneren Konflikten führen. Diese inneren Konflikte bahnen sich irgendwann einen Weg nach außen und es kommt zu Problemen wie etwa Prüfungsangst.

Im Rahmen der tiefenpsychologischen Therapie werden die eigenen Konfliktmuster be- und vor allem verarbeitet, so dass die Probleme sich auflösen. Statt dem konkreten Problem werden also die zugrundeliegenden seelischen Muster verändert. 

Hypnose
Hypnose ist ein bewusst eingeleiteter, tiefer Entspannungszustand, in dem schwierige Situationen – etwa Prüfungen – schon einmal durchlebt werden können, als wären sie Realität. Das Gehirn kann dabei die Situation nicht von der Wirklichkeit unterscheiden und verbucht das in Hypnose Erlebte als Erfolg. Hypnose kann somit dazu beitragen, bestimmten Ereignissen entspannter gegenüberzutreten, da man sie bereits einmal erfolgreich „durchlebt“ hat.

Darüber hinaus können in der Hypnose unbewusste Motivationen geklärt oder bewusst gemacht werden, so dass ein neuer Lösungsweg für störende Verhaltensweisen gefunden werden kann.

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