Corona-Pandemie: Wie geht es mit der Studienfinanzierung weiter?

Alle Zeichen stehen auf Unsicherheit in der aktuellen Corona-Krise. Die Unis haben geschlossen, Prüfungen werden verschoben oder abgesagt, das Sommersemester 2020 startet später. Was heißt das eigentlich für die Finanzierung deines Studiums?

Bafög:

„Studierende, Schülerinnen und Schüler, die auf Leistungen nach dem Bundesausbildungsförderungsgesetz (BAföG) angewiesen sind, sollen keine finanziellen Nachteile erleiden, wenn Ihre Ausbildungsstätte wegen der COVID 19 Pandemie vorübergehend geschlossen oder der Semesterbeginn verschoben wird.“ Heißt es in einem Statement des Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Das bedeutet für dich, dass du weiterhin Bafög erhältst, auch wenn die Lehrveranstaltungen ausfallen. Falls jedoch Seminare und Vorlesungen online angeboten werden, bist du verpflichtet, sie wahrzunehmen. Für deutsche Studenten im Ausland gelten die gleichen Regelungen.

Auch als Studienanfänger zum neuen Semester hast du Anrecht auf Bafög. Wer bereits seinen Bafög-Anteil zurückzahlt und jetzt wegen der Corona-Pandemie die Zahlungen nicht mehr leisten kann, kann einen Antrag auf Freistellung stellen.

Studienfonds:

Es ist weiterhin wie gewohnt möglich, sich für eine Studienfinanzierung bei dem Studienfonds der Deutschen Bildung zu bewerben. Hier gibt es momentan keinerlei Einschränkungen. Alle Bewerbungen werden wie gewohnt geprüft. Für Kunden, die momentan nicht wissen, ob sie ihr Auslandssemester antreten können oder wie sie ihre Rückzahlung leisten können, werden individuelle Lösungen gefunden.

KfW-Studienkredit:

Viele Studentenwerke geben momentan die Info raus, dass eine Neu-Beantragung des KfW-Studienkredits bei ihnen aufgrund der aktuellen Situation nicht möglich ist, da ein persönliches Erscheinen dafür Voraussetzung ist. Laufende Kredite können jedoch auch durch elektronische Übermittlung der Daten verlängert werden.

Nebenjobs:

Viele typischen Nebenjobs für Studenten, wie Kellnern, auf Messen präsent sein oder Nachhilfe geben, fallen jetzt weg. Werde kreativ und versuche online Geld zu verdienen. Biete Online-Unterricht an, helfe Unternehmen bei ihren Social Media-Aktivitäten oder falls es online gar nicht klappt, unterstütze den Supermarktmitarbeitern nebenan, die Regale wieder aufzufüllen.