„Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik.“

Geförderte der Deutschen Bildung

Denise Frommeyer im Portrait

Nachdem Denise Frommeyer ihren BA in "Kunst, Musik und Medien - Organisation und Vermittlung" an der Philipps-Universität Marburg absolvierte, entschied sich die 24-jährige für einen Master in Journalismus an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz.

Warum hast Du Dich für Dein Studienfach/Deine -fächer entschieden?

Seit ich 14, 15 Jahre alt war, wollte ich Journalistin werden. Eigentlich wollte ich Journalistik studieren, aber ein Redakteur der Tageszeitung in Osnabrück legte mir nahe, erst ein Fachstudium zu machen. Je mehr ich darüber nachdachte, desto sinnvoller erschien es mir, auch, um eine gute Wissensgrundlage zu haben und um zur Not auch woanders arbeiten zu können. Deswegen habe ich mir zunächst überlegt, was ich am liebsten mache und wofür ich mich am meisten interessiere. Schnell war klar, dass es etwas mit Kultur und Medien zu tun haben sollte. Wenn noch meine große Leidenschaft, die Musik, dabei wäre, umso besser! Deswegen habe ich mich für „Kunst, Musik und Medien“ in Marburg beworben. Eine schöne Mischung aus Kunstgeschichte, Musik- und Medienwissenschaft – von allem etwas dabei. Danach wollte ich dann noch einen praxisnahen Master anschließen. Mit dem Master „Journalismus“ in Mainz kam da genau das Richtige. Hier lerne ich sowohl für die Zeitung, Online und Zeitschrift zu schreiben als auch einen Radiobeitrag zu machen oder eine Fernsehsendung zu produzieren.

Hast Du ein Auslandssemester absolviert? Wenn ja, wo und was waren die Highlights?

Kein Auslandssemester, aber in meinem 2. Mastersemester hat mein Kurs eine schöne Exkursion nach Riga in Lettland gemacht. Fünf Tage Kulturhauptstadt und am Schluss kam dabei ein schönes, selbstgestaltetes Magazin heraus. Besonders beeindruckt haben mich die Stadt und die sehr freundlichen Letten. Man fühlte sich sofort willkommen. Und die Pfannkuchen dort sind unschlagbar. 

Was würdest Du über Deine Studienzeit in Deinen Memoiren schreiben?

Die Zeit in Marburg hat mich nachhaltig geprägt. Ich habe dort einige wichtige Menschen getroffen, die mich lange in meinem Leben begleitet haben. Ich möchte diese Zeit nicht missen! Mein nachfolgendes Studium in Mainz hat mich auf jeden Fall beruflich weitergebracht – auch, weil ich hier meine besten Praxiserfahrungen (z.B. bei der FAZ und bei SWR Rheinland-Pfalz) machen konnte. Durch mein Studium bin ich insgesamt reifer geworden und konnte berufliche Erfolge verzeichnen. Außerdem hatte ich aber auch eine Menge Spaß!

Was ist für Dich das Wichtigste, was Du bisher in Deinem Leben gelernt hast?

Sich nicht von anderen zu schnell unterbuttern zu lassen, auch mal länger zu diskutieren, wenn einem die Sache wichtig ist, und öfter mal auf sein Bauchgefühl zu hören.

Was ist Dir bei Deinem (zukünftigen) Arbeitgeber wichtig?

Vertrauen in meine Person und meine Fähigkeiten, Respekt vor der Arbeit der Kollegen, Führungsstärke, Ehrlichkeit. 

Wie würdest Du Deine Persönlichkeit bei einem Vorstellungsgespräch kurz selbst beschreiben?

Ich würde mich selbst als zuverlässig, teamfähig, pünktlich, humorvoll, empathisch und ehrlich bezeichnen.

Wie sieht für Dich die Zukunft der Arbeit aus, was wird/soll sich ändern, was soll bleiben?

Ich denke, Home Office ist da ein gutes Stichwort. Durch die Digitalisierung wird in dem Bereich vieles möglich und man wird Haushalt und Arbeit weiter vernetzen können. Ich bin auch ein großer Fan von nahezu papierloser Arbeit, weil ich glaube, dass es bei vielen Dingen auch gut ohne Papierverschwendung geht. Im Journalismus nimmt dazu die Anzahl freier Mitarbeiter immer mehr zu. Feste Stellen sind dann bei manchen Redaktionen schwer zu bekommen.

Welchen Traumberuf hattest Du als Kind?

Ich wollte früher gerne Lehrerin am Gymnasium werden, am liebsten für Englisch, Biologie und/oder Latein. Dann gab es aber auch Zeiten, in denen ich Ärztin werden wollte. Den Traum habe ich aber schnell aufgegeben, weil ich kein Blut sehen kann. Seit der 9. Klasse und dem Engagement bei der Schülerzeitung ist es dann aber bei dem Beruf der Journalistin geblieben.

Wie sieht Dein Traum vom Arbeiten jetzt aus?

Ich würde gerne eine erfolgreiche Journalistin in einer tollen, offenen Redaktion werden, die multimedial arbeitet. Am liebsten in einer Musikredaktion beim Radio oder bei einer Musikzeitschrift. Arbeiten würde ich gerne im Norden Deutschlands, am liebsten in Bremen, Hamburg oder an der Küste.

Welche Werte sind Dir wichtig?

Zuverlässigkeit, Respekt, Ehrlichkeit, Vertrauen, Liebe (sowohl zu Menschen als auch zu Tätigkeiten), Leidenschaft, Familie, Freunde.

Wie würde der Titel Deiner Memoiren lauten?

„Das Leben ist zu kurz für schlechte Musik.“

Deine Meinung in einem Satz zu...

Studium:          Ich möchte diese Zeit in Marburg und Mainz nicht missen, da ich dort viel gelernt
                         und mir sehr wichtige Menschen getroffen habe.
Zukunft:           Ich glaube, dass sich meine Generation mehr Sorgen um die Zukunft machen muss,
                         als die davor.
Geld:                Geld ist nicht das Wichtigste, aber es ist hilfreich, genug zu haben, wenn man
                         irgendwann eine Familie gründen oder sich etwas Eigenes aufbauen möchte. 
Arbeit:              Ich freue mich darauf, in den Beruf einzusteigen, weil ich neue Herausforderungen
                         suche und Erfahrungen sammeln möchte. 
Generation Y:  Ich mag diese Bezeichnung für unsere Generation nicht, denn damit werden wir zu
                         schnell in eine Schublade gesteckt. 
Freiheit:           Es ist schön zu wissen, dass ich gehen kann wohin ich will und nicht an irgendetwas
                         gebunden bin nach meinem Studium – außer daran, wo es Arbeit gibt. 
Sicherheit:       Irgendwann eine Festanstellung in einer Redaktion zu bekommen wäre einer meiner
                         Träume, da ich ständige freie Mitarbeit für etwas zu unsicher halte. 
Glück:               Wenn ich meine Familie, meine Freunde, gutes Essen und vor allem gute Musik
                         haben kann, bin ich glücklich. 

So kannst auch du dein Studium von der Deutschen Bildung fördern lassen.