"Der menschliche Körper hat mich schon immer fasziniert"

Patricia Ruschke im Portrait

Die 19-jährige Patricia wollte gerne was mit Medizin machen, aber keine Ärztin werden... darum studiert sie jetzt Molekulare Medizin in Erlangen an der Friedrich-Alexander-Universität.

Warum hast du dich für dein Studienfach entschieden?

Ich war auf einem naturwissenschaftlichen Gymnasium und habe dort festgestellt, dass mich mehrere Fachbereiche interessieren. Deswegen habe ich mich über interdisziplinäre Studiengänge informiert und bin auf Molekulare Medizin gestoßen. Der forschungsorientierte Studiengang steht an der Schnittstelle zwischen Medizin und Biowissenschaften. Das klang für mich genau nach dem Richtigen, da ich Medizin schon immer spannend fand, aber nicht direkt mit Patienten arbeiten wollte.

Hast du ein Auslandssemester absolviert? Wenn ja, wo und was hast du erlebt?

Bisher leider noch nicht. Ich habe aber während meiner Schulzeit an der Volkshochschule Spanisch gelernt und hoffe daher noch ein Auslandssemester in einem spanisch-sprachigen Land machen zu können.

Was würdest du über deine Studienzeit in deinen Memoiren schreiben?

Eine wunderbare Zeit, um sich selbst auszuleben und auszuprobieren.

Was ist für dich das Wichtigste, was du bisher in deinem Leben gelernt hast?

Man darf auch mal Fehler machen. 

Was ist dir bei deinem (zukünftigen) Arbeitgeber wichtig?

Ich würde mir wünschen, dass ich einerseits flexibel und eigenständig arbeiten und entscheiden kann. Wichtig ist mir aber auch ein Team aus kompetenten Kollegen und Ansprechpartnern, die mich bei Problemen unterstützen. 

Wie würdest du deine Persönlichkeit bei einem Vorstellungsgespräch kurz selbst beschreiben?

Diszipliniert, interessiert, ehrgeizig

Wie sieht für dich die Zukunft der Arbeit aus, was wird/soll sich ändern, was soll bleiben?

Ich hoffe, dass sich das klassische Rollenbild von Frauen- und Männer-Berufen noch etwas auflockert. Dass Frauen in allen Berufen und Positionen akzeptiert werden, ohne, dass eine Sonderbehandlung notwendig ist. Es wäre schön, wenn Genderbeauftragte irgendwann überflüssig werden.

Welchen Traumberuf hattest du als Kind?

Nicht ganz so klassisch: Pathologin. Der menschliche Körper hat mich schon immer fasziniert, nur eben nicht unbedingt im lebenden Zustand.

Wie sieht Dein Traum vom Arbeiten jetzt aus?

Forscherin sein, in einem gut ausgestatteten Labor, im Rahmen einer engagierten und zielorientierten Arbeitsgruppe.

Welche Werte sind dir wichtig?

Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Ehrlichkeit und Sorgfalt.

Wie würde der Titel deiner Memoiren lauten?

So wie geplant- nur irgendwie anders.

Deine Meinung in einem Satz – zu... 
  • Studium: eine tolle Zeit, man lernt viele interessante Menschen kennen. Man hat viele Möglichkeiten Neues auszuprobieren und sollte diese auch nutzen, um festzustellen, was das Leben alles so zu bieten hat. Leider reicht hier der 24-Stunden Tag nicht immer aus…
  •  Zukunft: Die lass ich einfach auf mich zukommen. Am Ende läuft sowieso alles ganz anders als gedacht. 
  • Geld:…ist notwendig zum Leben. Bevor es knapp wird, lieber anstrengen, um das Leben zu genießen.
  • Arbeit:…ist nicht nur wichtig, um Geld zu verdienen, sondern hinterlässt auch das befriedigende Gefühl etwas geschafft zu haben. Man sollte nur das Richtige finden, damit es auch Spaß macht. 
  • Generation Y: Mit dieser Bezeichnung konnte ich mich noch nie identifizieren, liegt vielleicht daran, dass ich noch nicht einmal einen Facebook-Account habe… 
  • Freiheit:…kann man mit Geld nicht kaufen und sollte man daher bewusst genießen! 
  • Sicherheit:…ist meistens sehr schön und beruhigend, aber manchmal ist es gut etwas zu riskieren.
  • Glück:…überkommt einen einfach, ganz ungeplant und unerwartet. Man sollte jeden Glücksmoment auskosten!