Die Finanzfrage: Küche, Kantine, Kneipe - hier isst Student am günstigsten

Essen im Studium: dabei denkt man nicht unbedingt an Trüffelpasta und Entrecote. Stattdessen dürften bei den meisten Studenten eher Nudeln mit Tomatensauce, Döner und Mensa-Menüs auf dem Speiseplan stehen. Wir haben nachgeforscht, wo die Nahrungsaufnahme am günstigsten ist.

Laut einer Erhebung des Vergleichsportals Netzsieger aus dem Jahr 2018 kostet ein Mittagessen in der Mensa durchschnittlich 2,20 Euro. Analysiert wurden die Preise des Speiseangebots an den Hauptmensen der 40 größten Hochschulen Deutschlands. Am günstigsten essen demzufolge die Studenten der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf – lediglich 1,50 Euro wird hier für ein Mittagessen fällig. Mit 3,20 Euro am tiefsten in die Tasche greifen müssen hungrige Mäuler an der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel. Wer Montag bis Freitag jeden Tag in der Mensa zu Mittag isst, gibt also im Schnitt 11 Euro pro (Arbeits-)Woche für Essen aus. Das ist zugegebenermaßen unschlagbar günstig – mit Abwechslung auf dem Speiseplan braucht man jedoch nicht zu rechnen. Spaghetti Bolognese, Seelachsfilet mit Sauce, Gulasch: das sind laut Netzsieger die beliebtesten Gerichte in der Mensa. Und (neben dem obligatorischen Salat) gefühlt auch die einzigen.

Gezielt einkaufen und Geld sparen

Für mehr Varianz auf dem Teller bleiben zwei Möglichkeiten: Essen gehen oder selber kochen. Variante eins dürfte sich mit Blick auf den Kontostand bei einem Großteil der Studenten relativ schnell in Luft auflösen. Schon beim günstigsten To-Go-Italiener bekommt man eine Portion Pasta selten unter 5 Euro; ein Döner kostet je nach „Ausstattung“ zwischen 3,50 bis 5 Euro. Das ist dann doch eher etwas für’s Wochenende. Also ran an den Herd und die Kochlöffel schwingen? Legt man die Preise für ein Mensaessen zu Grunde, könnte sich das wirklich lohnen. Bei Aldi kostet eine Packung Spaghetti (500 Gramm) 39 Cent. 500 Gramm Hackfleisch liegen bei 2,99 Euro, ein Glas Tomatensauce gibt es für 99 Cent. Insgesamt werden 4,37 Euro fällig – von der Portion kann man allerdings locker zwei oder drei Tage satt werden. Was dann unterm Strich sogar etwas günstiger als ein Teller in der Mensa ist. Selbst bio ist nicht wesentlich teurer. Außerdem weiß man, was drin ist.

Einfallsreichtum schmeckt

Ein weiterer großer Vorteil vom selber kochen: wer auf sein Budget achten muss, wird zu ganz neuen, kreativen Gerichten inspiriert. Anregungen holen kann man sich beispielsweise auf der Webseite studentenwiese.de. Hier können Kochanfänger (und –fortgeschrittene) nach Rezepten suchen und eigene einstellen. Eine Rubrik beschäftigt sich mit Ideen für den schmalen Geldbeutel. Und wer würde bei selbstgemachten Kartoffelecken, Eier-Pizza und Thunfisch-Nudeln nicht sofort Appetit bekommen? Auch Kochbücher für Studenten  haben Konjunktur. So wirbt etwa „Simplissime – das einfachste Kochbuch der Welt“ damit, mit lediglich 6 Zutaten und 2 Euro pro Gericht auszukommen.

Gönn dir – wenigstens ab und zu

Wie beim Essen selbst kommt es letztendlich jedoch auf die richtige Balance an. Mittagessen in der Mensa, abends Brotzeit, am Wochenende selbst ran und zwischendurch mal im Restaurant verwöhnen lassen – das Studentenleben ist stressig genug, da sollten die Auszeiten bewusst genossen werden. Und wo könnte man besser entspannen, als bei einem leckeren Lieblingsessen?