Die Finanzfrage: Semesterstart, aber Bafög-Bedarf noch unklar – was kann ich tun?

von Sabrina Becker

Die Situation kennen leider allzu viele Studenten: das neue Semester steht vor der Tür, aber der Bescheid vom Bafög-Amt ist noch immer nicht eingetrudelt. Was also tun? Das WG-Zimmer wieder kündigen? Ein paar Wochen von Luft und Liebe leben? Wir geben Tipps, wie man über die Runden kommt.

Eins vorweg: natürlich wissen wir alle, dass es am besten ist, den Bafög-Antrag rechtzeitig und vollständig einzureichen. Erstsemester sollten dies so schnell wie möglich nach Erhalt ihres Studienplatzes tun – zur Not auch formlos (Tipps zum formlosen Antrag findet ihr hier). Folgeanträge werden zwei Monate vor Ablauf des aktuellen Bewilligungszeitraumes fällig. Wir wissen aber auch, dass nicht alles im Leben nach Plan verläuft, dass Studienplätze häufig erst kurzfristig gewährt werden – und dass das Bafög-Amt nicht wirklich das Allerschnellste ist.

Zauberwort: Überbrückung

Aber keine Panik. Auch für diese Situation gibt es eine Lösung. Das Zauberwort lautet: Überbrückung. Erste Anlaufstelle sollten natürlich die Eltern sein – vielleicht sind sie bereit, finanzielle Schützenhilfe zu leisten und sich auf ein zinsloses Darlehen einzulassen. Oder man einigt sich auf eine Rückzahlung in Form eines selbstgekochten Abendessens. Mama und Papa machen ja meist so einiges mit. Wer bis zu sechs Wochen nach Antragsstellung immer noch keine Rückmeldung vom Bafög-Amt erhalten hat, kann eine Vorschusszahlung beantragen. Diese liegt bei rund 360 Euro und wird für vier Monate gezahlt. Schon mal besser als gar nichts. Einen Versuch wert ist auch die Beantragung von Sozialhilfe – obwohl Schüler und Studenten eigentlich keinen Anspruch auf Leistungen im Rahmen des ALG II haben, gibt es doch besondere Härtefälle, bei denen eine Ausnahme gemacht wird.

Für jedes Problem eine Lösung

Eine weitere Möglichkeit besteht darin, sich an die Darlehenskassen der Studentenwerke e.V. zu wenden. Sie helfen Studenten in finanziellen Notlagen mit Überbrückungsdarlehen. In der Regel wird eine Bürgschaft verlangt. Die kfw zahlt im Rahmen ihres Studienkredits zwischen 100 und 650 Euro pro Monat aus. Der Kredit wird relativ kurzfristig gewährt, kann auch über kürzere Zeiträume beantragt werden und ist unabhängig vom Einkommen der Eltern. Eine schnelle, unkomplizierte Lösung stellt auch die Studienförderung der Deutschen Bildung dar: gefördert werden alle Abschlüsse, möglich sind sowohl monatliche als auch einmalige Zahlungen – je nach Abschluss bis zu insgesamt 30.000 Euro. Mit Trainings, Beratungsangeboten und Coachings werden die Geförderten darüber hinaus fit gemacht für einen erfolgreichen Start in die Zukunft.

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