Die Finanzfrage: Wie kann ich als Student günstig verreisen?

Die Uni macht nach dem Semester erstmal Pause, für die meisten Studenten fängt die Arbeit jetzt erst richtig an – Hausarbeiten, Klausuren, Nebenjob – das volle Programm. Wie schön wäre es da, wenn man sich am Ende aller Mühen auf einen richtig tollen Belohnungsurlaub freuen könnte! Du denkst, dein Portemonnaie gibt das nicht her? Wir sind anderer Meinung…

Zugegeben – der All-inclusive-Luxusurlaub in der Karibik muss vielleicht noch ein paar Jährchen warten. Wer aber bereit ist, neue Wege zu beschreiten und auch ungewöhnlichere Ziele auszuprobieren, wird am Ende mit einer tollen, bezahlbaren Reise überrascht werden. Einige gute Tipps haben uns die Reiseexperten von STA-Travel gegeben: rechtzeitig um Orga und Flug kümmern (spart Zeit und Geld vor Ort), einen internationalen Studentenausweis beantragen, Freiwilligenarbeit ins Auge fassen, Selbstversorger sein. Darüber hinaus gibt es aber noch weitere Reisetrends, die besonders gut für Studenten geeignet sind und den Kontostand nicht über Gebühr beanspruchen.

Finanzspritze gefällig? Die Deutsche Bildung finanziert auch Studienaufenthalte im Ausland.

Living like a local

Wie der Name schon sagt – junge Menschen wollen Land und Leute heute authentisch erfahren und mit Einheimischen in Kontakt kommen. Dies gelingt besonders gut beim Backpacking oder Couch Surfing; gerne auch in Kombination. Der große Vorteil: wer mit dem Rucksack unterwegs ist, sieht sich sowieso schon gezwungen, auf fast alles Materielle zu verzichten; das Gästesofa wird in der Regel komplett kostenfrei angeboten. Wer bei Fremden auf dem Sofa schläft, erhält einzigartige Einblicke in andere Kulturen und Lebensentwürfe und findet vielleicht sogar neue Freunde. Einsteiger sollten zunächst Gastgeber wählen, die bereits viele positive Bewertungen erhalten haben – hier kann man weitestgehend sicher sein, dass das Profil hält, was es verspricht. Neben der Ur-Plattform couchsurfing.com gibt es mittlerweile auch neue Anbieter, die deutlich familiärer und weniger kommerziell aufgestellt sind – hierzu zählen etwa BeWelcome, staydu und Hospitality Club.

Home Stays

Weckt alte Erinnerungen an den Schüleraustausch, ist aber tatsächlich wieder en vogue: der Urlaub bei einer Gastfamilie. Im Gegensatz zu Couchsurfing und Co. verbringt man hier nicht eine einzelne Nacht auf dem Sofa, sondern tatsächlich den gesamten Urlaub im Gästezimmer. Für die Unterkunft zahlt der Gast einen Übernachtungspreis (der aber natürlich deutlich unter den Preisen für Hotel oder Ferienwohnung liegt) und hilft – je nach Arrangement – im Haushalt mit. Dafür erhält man einen unbezahlbaren Einblick ins echte Leben des Urlaubslandes und kann sich gegebenenfalls sogar über begeisterte Fremdenführer freuen. Homestay.com ist derzeit die bekannteste Buchungsplattform. Wichtig: klare Absprachen mit den Anbietern treffen – wie ist das Zimmer? Wer wohnt im Haushalt? Welche Mahlzeiten gibt es? Wo ist Unterstützung gewünscht? Je besser sich Gastfamilie und Gast im Vorfeld kennen, umso entspannter kann der Aufenthalt genossen werden.

Malle adé

Wer günstig verreisen will, sollte vor allem eines sein – flexibel. Auch wenn das bedeutet, dass man sich gedanklich von bekannten Lieblingsreisezielen (Ballermann grüßt) verabschieden muss. Ist aber halb so wild: es gibt viele tolle Ziele, die touristisch (noch) nicht so überlaufen, im Vergleich aber deutlich günstiger sind. Hast du zum Beispiel schon einmal darüber nachgedacht, deinen Rucksack-Urlaub in Polen zu verbringen? Bestimmt nicht – tatsächlich lockt die Landschaft hier, gerade im Sommer, aber mit Meer und Stränden, tollen Berglandschaften und unendlichen Seen. Ebenfalls ein Geheimtipp: Rumänien. Das Land bietet ähnlich viel Kultur und Erholung wie Polen, punktet aber zusätzlich mit verwunschenen Schlössern und Burgen (huuu Graf Dracula) im Gebirge. Du magst es lieber ganz exotisch? Dann solltest du dich über Costa Rica informieren. Hat als Urlaubsziel kaum einer auf dem Schirm, lockt aber mit tropischen Stränden, Urwäldern und sehr guten Konditionen für Essen und Unterkunft. Und günstige Flüge? Gibt es zum Beispiel bei Skyscanner oder open-return-ticket.de. Bei letzterem kannst du Tickets mit flexiblem Rückflugdatum buchen – ideal, wenn du einen längeren Aufenthalt im Ausland planst und noch nicht genau weißt, wann du zurückkommen möchtest.

Übrigens: Die Deutsche Bildung unterstützt dich auch bei deinem Auslandsaufenthalt finanziell. Wie das funktioniert, verraten wir dir in unserem kostenfreien Webinar „Du bist jung und brauchst das Geld? Wie du dir dein Studium finanzieren kannst“ am 13. Februar um 17:30 Uhr. Hier geht’s zur Anmeldung.