Die Finanzfrage: Wie lange bekomme ich eigentlich Kindergeld?

Für viele Studenten ist das Kindergeld ein wichtiger Baustein ihrer Studienfinanzierung. Doch wie lange wird der Zuschuss eigentlich gezahlt? Und welche Fallstricke gibt es? In unserer Finanzfrage am Montag haben wir die wichtigsten Fakten zusammengestellt.

Beantragt wird das Kindergeld immer von den Eltern und wird auch an diese ausgezahlt. Für die ersten beiden Kinder beträgt der Zuschuss aktuell 204 Euro, für das dritte Kind 210 Euro und für jedes weitere Kind 235 Euro. Grundsätzlich zahlt der Staat für alle Kinder Kindergeld, bis diese das 18. Lebensjahr vollendet haben. Unter bestimmten Umständen verlängert sich der Anspruch jedoch: Studenten und Auszubildende können bis zum 25. Lebensjahr Kindergeld erhalten; behinderte Kinder sogar darüber hinaus.

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Studium muss ernsthaft betrieben werden

Achtung: Voraussetzung für den Bezug des Kindergeldes in der Ausbildung ist, dass diese ernsthaft betrieben wird. Wer sich lediglich einschreibt, um die Vorzüge eines kostenlosen Nahverkehrstickets nutzen zu können, dürfte bald Schwierigkeiten bekommen – der Staat kann neben einer Immatrikulationsbestätigung nämlich auch Leistungsnachweise einfordern. Darüber hinaus gilt eine Grenze von mindestens 10 Wochenstunden für Ausbildung oder Unterricht, um die Ernsthaftigkeit belegen zu können.

Anspruch auch bei Praktikum und Nebenjob

Und wenn ein Praktikum ansteht? Auch hier lautet die Devise, dass ein direkter Bezug zu Berufsausbildung bzw. Studium bestehen muss. Das Praktikum wird grundsätzlich anerkannt, wenn es sich um einen Pflichtteil der Ausbildung handelt oder aber ihrer Vorbereitung dient (beispielsweise ein Pflegepraktikum vor Beginn des Medizinstudiums). Wer darauf angewiesen ist, die ohnehin knappe Kasse zusätzlich durch einen Nebenjob aufzubessern, kann ebenfalls aufatmen: während des Erststudiums dürfen Studenten so viel dazuverdienen wie sie möchten (oder können) – das Kindergeld wird trotzdem in voller Höhe ausgezahlt.

Erst- oder Zweitstudium: das ist hier die Frage

Aufpassen sollte, wer bereits einen Bachelor- oder sonstigen Studienabschluss in der Tasche hat. Derzeit wird beispielsweise im Rahmen mehrerer Gerichtsverfahren diskutiert, ob und inwieweit der Master vielleicht doch Teil eines mehrstufigen Erststudiums ist und somit als Erstausbildung anerkannt werden sollte. Aktuell gilt aber noch, dass mit dem Bachelor die erste Berufsausbildung abgeschlossen ist. Der Anspruch auf Kindergeld erlischt aber erst dann, wenn sogenannte „schädliche Einkünfte“ erzielt werden – der Absolvent also sein erstes eigenes Gehalt bezieht. Wer lediglich geringfügig beschäftigt ist, einem 450-Euro-Job nachgeht oder kurzfristig angestellt ist, hat weiterhin Anspruch auf Kindergeld. Übrigens: auch bei einem dualen Studium bleibt der Anspruch auf Kindergeld bestehen – und das sicher bis zum Abschluss beider Ausbildungen.

Quelle: mystipendium.de

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