"Die Generation Y sollte ihr Potenzial nutzen und Fortschritt vorantreiben."

Florian Kruse im Portrait

Florian Kruse ist erst 24 Jahre alt und promoviert schon an der Ludwig-Maximilians-Universität in München in Chemie. Nebenbei hat er auch Erfahrung im Ausland gesammelt und in Orchestern gespielt.

Warum hast du dich für dein Studienfach entschieden?

Ich hatte allgemeines Interesse an den Naturwissenschaften und habe mir dann das ausgesucht, was mir am meisten Spaß macht.

Hast du ein Auslandssemester absolviert? Wenn ja, wo und was hast du erlebt?

Ja, ich war ein Jahr lang in Helsinki an der University of Helsinki. Ich habe viele unglaublich nette Menschen kennengelernt, mit denen ich auch heute noch viel Kontakt habe. Unter anderem habe ich in der Zeit vor allem viel Musik gemacht in zwei tollen Orchestern. Daraus ist sogar eine Orchesterpartnerschaft entstanden. Das Erleben der europäischen Idee war dabei das Eindrucksvollste. Da ist es vollkommen egal, woher man ursprünglich kommt - man kann immer zusammen Spaß haben, sich austauschen und etwas erleben.

Was würdest du über deine Studienzeit in deinen Memoiren schreiben? 

Es war eine schöne, aber auch anstrengende Zeit, die leider viel zu schnell vorbei war. Rückblickend betrachtet hätte ich es viel mehr nutzen sollen, dass man relativ frei in der Zeitplanung ist. 

Was ist für dich das Wichtigste, was du bisher in deinem Leben gelernt hast? 

Neugierig zu sein und mir Zeit für das zu nehmen, was mir wichtig ist, aber auch bei bestimmen Dingen "Nein" sagen zu können.

Was ist dir bei deinem zukünftigen Arbeitgeber wichtig? 

Ein gutes Arbeitsklima, nette Kollegen, Förderung und Weiterbildung der Arbeitnehmer sowie Flexibilität und keine Überbeanspruchung der Arbeitszeiten.

Wie würdest du deine Persönlichkeit bei einem Vorstellungsgespräch kurz selbst beschreiben?

Ich bin neugierig, multipel interessiert, mit einem Hang zur Perfektion.

Wie sieht für dich die Zukunft der Arbeit aus, was soll sich ändern, was soll bleiben? 

Das kommt ganz auf die Arbeit an. Generell wünschenswert wäre eine Arbeitskultur, bei der sowohl die Interessen der Arbeitgeber als auch der Arbeitnehmer nicht zu kurz kommen. Das bedarf natürlich einer sorgfältigen Planung auf beiden Seiten und fortschrittlichem Denken. Und dieser berühmten "Work-LifeBalance". Was sich aber definitiv ändern muss ist die Gehaltsgleichstellung auf gleichwertigen Positionen zwischen Frauen und Männern sowie das Heraustreten aus den traditionellen Rollenklischees.

Welchen Traumberuf hattest du als Kind? 

Ich wollte Meeresbiologe werden.

Wie sieht dein Traum vom Arbeiten jetzt aus?

Eine Ausbildung zu genießen, mit der man später einen Beruf ausüben kann, der einem einen guten Lebensstandard garantiert.

Welche Werte sind dir wichtig? 

Ehrlichkeit, Interesse, Aufgeschlossenheit, Expertise, Taktgefühl. 

Wie würde der Titel deiner Memoiren lauten? 

Die Augen offen halten.

Deine Meinung in einem Satz – zu: 
  • Studium: Eine schöne, interessante Erfahrung, teilweise zu überhöht.

  • Zukunft: Spannend, formbar, aber nicht beeinflussbar.

  • Geld: Gibt Sicherheit und eröffnet Möglichkeiten, Erfahrungen zu sammeln.

  • Arbeit: Sollte Freude bereiten und angemessen entlohnt sein.

  • Generation Y: Sie sollte das Potenzial ausschöpfen und Fortschritt vorantreiben.

  • Freiheit: Das höchste Gut.

  • Glück: Das machen zu können, was einem Spaß macht.

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