"Die größte Sicherheit geben die Familie und Freunde."

Jacqueline Spieß im Portrait

Reisen ist die größte Leidenschaften von Jacqueline Spieß. Deswegen hat sich die 24-Jährige für den Studiengang International Tourism Management in den Niederlanden entschieden und jede Möglichkeit ihrer Studienzeit genutzt, um neue Orte entdecken zu können.

Warum hast du dich für dein Studienfach entschieden?

Schon als Kind habe ich meine Leidenschaft entdeckt – das Reisen. Ich liebe es neue Orte zu entdecken und mich mit verschiedenen Kulturen zu befassen. Daher war für mich klar, dass ich mit meiner Leidenschaft Geld verdienen möchte. Ich habe mich dafür entschieden in Holland zu studieren, da ich dort auf Englisch studieren konnte und viel Flexibilität hatte, mein Studium auf meine Interessen anzupassen. 

Hast du ein Auslandssemester absolviert? Wenn ja, wo und was hast du erlebt?

Da ich Tourismus studiert habe und generell holländische Hochschulen viele Möglichkeiten anbieten, um im Ausland zu studieren, habe ich jede Chance genutzt, die sich für mich ergeben hat. In meinem dritten Semester habe ich ein Auslandssemester in Mexiko gemacht. Dort habe ich auf spanisch studiert. In meinem vierten Semester hatte ich ein Pflichtpraktikum, dieses habe ich in Tschechien bei Expedia absolviert. Dort habe ich in der Hotelunterstützung für den deutschsprachigen Raum gearbeitet. Mein fünftes und sechstes Semester habe ich in Kanada verbracht. Da ich mein letztes Studienjahr an einer kanadischen Partneruniversität verbracht habe, habe ich zwei Bachelorabschlüsse erhalten, sowohl von meiner holländischen Uni als auch von der kanadischen Uni. 

Was würdest du über deine Studienzeit in deinen Memoiren schreiben?

Ich habe in den drei Jahren meines Bachelorstudiums unglaublich viel erlebt und gesehen. Da ich an drei verschiedenen Universitäten studiert habe, konnte ich mir ein sehr vielfältiges Wissen im Bereich Tourismus aneignen. Ich habe nicht nur die benötigte Theorie erlernt, sondern auch sehr viele praktische Erfahrungen sammeln dürfen, die mir auch geholfen haben mich persönlich weiterzuentwickeln. 

Was ist für dich das Wichtigste, was du bisher in deinem Leben gelernt hast?

Das mag jetzt vielleicht sehr nach einem Klischee klingen, aber wir leben nur einmal und daher sollten wir alle Chancen nutzen, die wir in unserem Leben bekommen. Ich bin der Meinung, dass wir uns am Ende des Lebens nicht ärgern, dass wir diese Erfahrungen gemacht haben, sondern es bereuen, Chancen nicht genutzt zu haben, weil uns zum Beispiel andere davon abgehalten haben, nicht an uns geglaubt haben oder wir einfach Angst vor etwas Neues hatten. Wir sollten uns davon nie abhalten lassen und Chancen nutzen, auch wenn wir vielleicht zu Beginn scheitern. Aber ich finde, dies sind die Erfahrungen, die uns im Leben am meisten prägen. 

Was ist dir bei deinem (zukünftigen) Arbeitgeber wichtig?

Bei meinem Arbeitgeber sind mir die folgenden drei Dinge besonders wichtig: (1) Feedback – Ein Arbeitgeber sollte mir konstruktives Feedback geben, damit ich die Chance habe an mir zu arbeiten und über mich hinaus zu wachsen. (2) Förderung – Ein Arbeitgeber sollte seine Mitarbeiter fördern, zum Beispiel in Form von Seminaren. Aber am wichtigsten ist es für mich, dass ein Arbeitgeber seine Mitarbeiter nicht unterdrückt. Damit meine ich, dass viele Arbeitgeber gute Mitarbeiter nicht gehen lassen wollen und ihnen Möglichkeiten verbauen. Ein guter Arbeitgeber sollte seine Mitarbeiter fördern, auch wenn dies bedeuten kann, dass der Mitarbeiter dadurch in eine neue Abteilung oder sogar Firma wechselt. (3) Freiheit – Ich benutze dafür gerne das Beispiel eines Profifußballers: Ein Trainer sollte dem Spieler nicht vorschreiben mit welchem Fuß er schießen soll, sondern dem Spieler die Freiheit geben, selbst zu entscheiden, wie er das Ziel am effektivsten erreichen kann. Ich finde, dass Arbeitgeber die Prozesse bis zu einem Ziel nicht komplett vorgeben sollten. Sie sollten eher Vertrauen in Mitarbeiter haben, damit sie selbst entscheiden können, was für ihn oder sie der beste Weg zum Ziel ist.

Wie würdest du deine Persönlichkeit bei einem Vorstellungsgespräch kurz selbst beschreiben?

Ich bin und ich war auch immer ein sehr ehrgeiziger Mensch, der gerne auf Ziele hinarbeitet und es liebt vor neuen Herausforderungen gestellt zu werden. Ich bin ein zuverlässiger Mensch. Sowohl meine Freunde und meine Familie als auch mein Arbeitgeber können sich in allen Bereichen auf mich verlassen. Ich bin außerdem ein achtsamer Mensch, der Ziele nicht ohne nach rechts und links zu gucken erreichen möchte. Mir ist es wichtig, dass man nicht nur an sich selbst denkt, sondern auf seine Mitmenschen acht gibt. 

Wie sieht für dich die Zukunft der Arbeit aus, was wird / soll sich ändern, was soll bleiben?

Ich finde es traurig, dass die Arbeit viel mehr ein Mittel zum Zweck ist Geld zu verdienen als eine Selbstverwirklichung. Ich habe den Anspruch, dass man Spaß an seiner Arbeit haben sollte und gerne zur Arbeit gehen sollte. Ich hoffe sehr, dass sich das in Zukunft ändert. Außerdem finde ich es sehr schade, dass heutzutage so viel vorgegeben ist und dadurch Menschen immer weniger Einfluss nehmen können auf, zum Beispiel, Arbeitsprozesse.

Welchen Traumberuf hattest du als Kind?

Als Kind wollte ich immer Lehrerin werden. Das mag jetzt vielleicht komisch klingen, aber als Kind habe ich es geliebt mir selbst oder anderen Klassenarbeiten zu erstellen und diese zu korrigieren. 

Wie sieht Dein Traum vom Arbeiten jetzt aus?

Das wichtigste ich für mich Spaß an der Arbeit zu haben und gerne zur Arbeit gehen wollen. Außerdem möchte ich abwechslungsreiche Aufgaben haben und immer wieder vor neuen Herausforderungen gestellt werden. Wichtig ist mir auch, dass ich viel unterwegs bin und aktiv Kontakt mit Menschen und verschiedenen Kulturen haben. Ich möchte anderen Leute von meiner Leidenschaft zu reisen begeistern und ihnen das reisen ermöglichen. Bisher habe ich meinen idealen Job noch nicht gefunden aber ich weiß, dass ich ihn irgendwann finden werde.

Welche Werte sind dir wichtig?

Die folgenden drei Werte sind mir beruflich als auch privat am wichtigsten: (1) Balance – Ich möchte mich nicht fühlen als müsste ich meine Batterien aufladen nach der Arbeit. Ich möchte, dass mir die Arbeit Spaß macht und ich meinen Job gerne mache. Wichtig ist es mir, achtsam mit mir zu sein und immer eine Balance zwischen Arbeit und privaten Leben zu haben. (2) Abwechslung in meinem Beruf als auch in meiner Freizeit und dabei immer vor neuen Herausforderungen gestellt zu werden, denn nur wenn man seine Komfortzone verlässt, kann man über sich hinauswachsen. (3) Spaß – Ich finde man sollte das Leben genießen und Spaß an den Dingen haben, die man macht. Man sollte seine Ziele mit Spaß angehen und nicht Angst davor haben zu scheitern.

Wie würde der Titel deiner Memoiren lauten?

Leidenschaftliche Reisende.

Deine Meinung in einem Satz – zu ...

  • Studium: Ist für mich der Beginn zur Selbstverwirklichungen. 

  • Zukunft: Dafür ist man selbst verantwortlich.

  • Geld: Sollte nicht das Wichtigste im Leben sein. 

  • Arbeit: Sollte der Ort sein, in dem man man selbst sein kann. 

  • Generation Y: Ist viel zu abhängig von der Technik und dem Internet. 

  • Freiheit: Jeder Mensch sollte die Freiheit haben selbst zu entscheiden, wie er oder sie sein Leben gestalten möchte. 

  • Sicherheit: Die größte Sicherheit geben die Familie und Freunde. 

  • Glück: Glück kommt von Innen. 

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