Umfrage zum Klimawandel: Mehrwegbecher statt Guacamole

ZEIT Campus hat in einer Umfrage zusammen mit dem Meinungsforschungsinstitut Ipsus junge Menschen zwischen 18 und 30 zum Klimawandel befragt. Richtige Aktivisten sind nur wenige, aber viele haben ihr Umweltverhalten geändert.

Der Klimawandel schreitet voran und was Wissenschaftler*innen schon lange prognostizieren, ist nun endgültig im gesellschaftlichen und politischen Bewusstsein angekommen. Eine maßgebliche Rolle, den Klimaschutz auf die internationale Agenda zu setzen, spielt dabei die „Fridays for Future“-Bewegung rund um Greta Thunberg. Seit einem Jahr demonstrieren vor allem junge Menschen für einen besseren Umweltschutz. Doch wie wirkt sich das allgemeine Klimabewusstsein auf das alltägliche Handeln der Einzelnen aus?

ZEIT CAMPUS wollte es genauer wissen und hat in Zusammenarbeit mit dem Meinungsforschungsinstitut Ipsos 1000 Menschen im Alter von 18-30 Jahren zum Thema Klimaschutz befragt.

Klimawandel ist ein wichtiges Thema

Das Ergebnis der Umfrage ist deutlich. Zwar nehmen nur drei Prozent der Befragten regelmäßig an Demos für mehr Umweltschutz teil, der Mehrheit liegt Klimaschutz dennoch am Herzen. So gaben drei Viertel der Teilnehmenden an, der Klimawandel sei ein wichtiges Thema und eine der größten gesellschaftlichen und politischen Herausforderungen der aktuellen Zeit.

Umweltbewusstsein im Alltag

Fast achtzig Prozent der Befragten gehen davon aus, dass sich das alltägliche Verhalten der Einzelnen auf das Klima auswirkt – und folglich auch jede*r einen positiven Einfluss auf das Klima nehmen kann. Jede*r Dritte gab an, zugunsten des Klimas auf Flüge zu verzichten. Auch im Konsumverhalten schlägt sich das Umweltbewusstsein der Befragten nieder. So benutzen 41 Prozent der Teilnehmenden Mehrweg- statt Einwegbecher. Auch verzichtet fast jede*r Zehnte auf den Verzehr von Thunfisch und Avocados – 15 Prozent der Avocado-Liebenden haben immerhin ein schlechtes Gewissen beim Verspeisen der Super-Frucht, die beim Anbau stolze 1000 Liter Wasser pro Stück verbraucht.

Die Politik ist gefragt

Gleichzeitig sind sich die Befragten bewusst, dass es mit individuellem Klimaschutz nicht getan ist: Achtzig Prozent der Teilnehmenden fordern strengere Gesetze für den Umweltschutz. Beispiele für mögliche Klimaschutzmaßnahmen sind ein Verbot von Plastiktüten (53 Prozent) und Einweg-Plastikflaschen (43 Prozent) und die stärkere Subventionierung öffentlicher Verkehrsmittel (51 Prozent) und nachhaltiger Landwirtschaft (43 Prozent).

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