Nebenjob weg? Jobmöglichkeiten in der Corona Krise

Jobtechnisch haben es vor allem Menschen in befristeten Arbeitsverhältnissen, Nebenjobs und prekären Arbeitssituationen gerade schwer. Viele können ihrem Nebenjob nicht mehr (lange) nachgehen, wenn Stellen abgebaut werden. Aber durch Covid-19 gibt es auch Branchen, die nun dringend mehr Personal brauchen. Welche das sind und wie du dich auch ehrenamtlich engagieren kannst, erfährst du hier! 

Darauf kommt es jetzt an

Die Jobs, die jetzt neu geschaffen werden (müssen) sind dringend, müssen also schnell besetzt werden. Dadurch  bleiben lange Bewerbungsprozesse oft aus und auch Du als Bewerber/in musst flexibel sein, schnell ein übersichtliches Portfolio von dir bereit haben und vielleicht übermorgen schon anfangen können. Genauso gut kann es sein, dass du in zwei Monaten nicht mehr gebraucht wirst. Mach dir also bewusst, dass manche Jobs nur eine vorübergehende Lösung sind. 

Darauf solltest du achten

  • Trotz aller Schnelligkeit und aufkommenden Hektik: achte auf ein geregeltes Arbeitsverhältnis, also auf einen Arbeitsvertrag
  • Auch in Krisenzeiten und vorübergehenden Jobs sollten Arbeitnehmer fair behandelt werden! Hilfreiche Infos dazu findest auf der Webseite der Minijobzentrale. 
  • Du hast jetzt Zeit und willst schnelles Geld verdienen? Achte darauf, dass dieser Neuverdienst nicht den studentischen Grundfreibetrag überschreitet, der aktuell bei 9408 Euro im Jahr liegt
  • Und auch die Krankenkassen haben Verdienstgrenzen. Wenn du noch familienversichert bist, kann es dir passieren, dass du mit dem Mehrverdienst den studentischen Tarif bezahlen musst.

Du steckst durch Corona in finanziellen Nöten? Informiere dich bei uns über unsere Studienfinanzierung. Eine Bewerbung ist jederzeit möglich! 

Welche Jobs gibt es?

Vor allem in den Bereichen Lager/Logistik, Saisonarbeit und Medizin werden helfende Hände gesucht. Durch die zunehmende Verlagerung auf das Online-Geschäft könnten Jobs im Bereich Online-Sales zukünftig auch relevant werden. 

  • Die Post und andere Zustellerdienste suchen Paketzusteller/innen
  • Supermärkte und Drogerien suchen Mitarbeiter/innen im Verkauf, für die Warenannahme und zum Einräumen der Waren 
  • Viele Gastronomiebetriebe aber auch der Einzelhandel bauen den Service zum Liefern aus. Sie brauchen dementsprechend auch Zusteller/innen
  • Wer lieber im HO bleiben möchte: Unternehmen und Institute suchen Menschen für die telefonische oder chatbasierte Kundenbetreuung/Aquise/Beratung und auch für Verwaltungsaufgaben
  • Telefonische Beratungsdienste im sozialen Bereich werden ausgebaut
  • Saisonarbeiten wie die Spargelernte stehen an, dafür werden Erntehelfer/innen gebraucht
  • Medizinstudent/innen im praktischen Jahr können akut im Krankenhaus die Pflege und Betreuung von erkrankten Menschen unterstützen. Außerdem wird sich in den nächsten Wochen der Bedarf an Pflegepersonal stark erhöhen. Auch wenn du nicht Medizin studierst, sondern vielleicht Pflegewissenschaften oder ein FSJ im Krankenhaus absolviert hast, kannst ehrenamtlich eingesetzt werden. Mehr dazu auch unter medis-vs-covid19.de .

Ehrenamt
Wer das Geld nicht braucht, aber Zeit hat, der kann sich auch ehrenamtlich engagieren, ganz nach dem Motto „Gemeinsam gegen Corona!“:

  • Wenn du kannst, helfe deinen Nachbarn, die vielleicht zur Risikogruppe gehören: Im Hausflur einfach einen Zettel aufhängen und deine Handynummer dazu schreiben. So können sich Menschen aus der Nachbarschaft mit Anliegen einfach bei dir melden. Du kannst zusätzlich fragen, ob du in Geschäften Zettel aufhängen kannst, um so die Reichweite deines Hlifsangebots zu erhöhen. Schöne Vorlagen dafür gibt es zum Beispiel bei wirgegencorona.de

Tipp: Viele Städte haben lokale Gruppenchats für Austausch und organisierte Hilfe eröffnet

  • Auch Organisationen wie den Tafeln fehlen Helfer/innen. Viele der Ehrenamtlichen gehören zur Risikogruppe und können deswegen keine Waren mehr verteilen, die aber Bedürftige dringend brauchen! 
  • Obdachlose Menschen sind aktuell ziemlich schutzlos, da Gemeinschaftsräume geschlossen wurden, um die Ansteckungsgefahr zu verringern. Du kannst mit Abstand Obdachlose direkt fragen, ob du ihnen etwas miteinkaufen kannst. 
  • Blutspenden, wenn du dich gesund und fit fühlst! Der Bedarf an lebensrettenden Blutkonserven macht keine Pause. 

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