"Nutzt das Studium zum Aufbau eines Netzwerks!"

Rabea König im Portrait

Die 27-jährige Rabea hat schon durch ihr Bachelorstudium den Grundstein gelegt für ihr jetztiges Studium Human Resource Management. Das studiert sie an der Ostbayerischen Technischen Hochschule in Regensburg. Später würde sie dann gerne bei einem internationalen Unternehmen arbeiten.

Warum hast du dich für dein Studienfach entschieden?

Ich habe bereits im Bachelor den Schwerpunkt Personalmanagement gewählt und hier gute Einblicke in diesem Bereich bekommen. Nebenbei habe ich diverse Praktika absolviert und auch meine Bachelorarbeit im Personal verfasst. Für mich war klar, dass ich in diesem Bereich noch mehr Wissen und Erfahrungen sammeln will, bevor es in das Berufsleben geht.

Hast du ein Auslandssemester absolviert? Wenn ja, wo und was hast du erlebt?

Im Bachelorstudium habe ich ein Auslandspraktikum in Belgien absolviert. Das war eine großartige Zeit, auf die ich immer wieder gerne zurückblicke. Allein die Herausforderung sich mit der Sprache, die man vor Jahren in der Schule das letzte Mal benutzt hat, auseinanderzusetzen, war für mich Anfangs schwer. Französisch spricht man in Deutschland nun mal eher wenig. Dazu kommen noch die unterschiedlichen Kulturen und Arbeitsweisen der Kollegen, die teilweise selber aus verschiedenen Ländern kommen. Aber genau diese Internationalität und das Zusammenarbeit hat besonders viel Spaß gemacht. Und dann noch die wunderschöne Stadt Brüssel, die für jeden Geschmack etwas zu bieten hat… ich kann nur jedem raten während des Studiums ins Ausland zu gehen. Danach klappt das nicht mehr so einfach.

Was würdest du über deine Studienzeit in deinen Memoiren schreiben?

Dass ich froh über den Weg bin, den ich eingeschlagen habe und, dass man trotz Höhen und Tiefen immer an sich glauben soll. Auch wenn Situationen ausweglos erscheinen, es gibt immer eine Lösung! Als Tipp würde ich allen Lesern noch mit auf den Weg geben, dass sie das Studium zum Aufbau eines Netzwerks zu nutzen. Man trifft nie wieder so viele Menschen auf einem Haufen, die alle in eine ähnliche Richtung gehen und man trifft sich ja bekanntlich immer zweimal im Leben.

Was ist für dich das Wichtigste, was du bisher in deinem Leben gelernt hast?

Niemals aufzugeben und sich nicht mit anderen vergleichen. Wir sind alle verschieden und es gibt gewiss nicht nur einen Weg nach Rom. Daher ist meine Devise: Leben und leben lassen.

Inwieweit profitierst du von dem Trainingsprogramm WissenPlus?

Ich nehme WissenPlus regelmäßig in Anspruch und bin begeistert von den vielen Angeboten. Von Webinare, über Coachings und Telefonberatung ist alles dabei und zusätzlich unglaublich tolle Workshops zu verschiedenen Themen. Und das alles als Teil der Förderung und kostenlos. Dieses Jahr schaffe ich es auch endlich zum Persönlichkeits- und Karrieretag nach Frankfurt zu kommen und freue mich schon riesig auf die neuen Erfahrungen und hoffentlich tolle Menschen zum persönlichen Austausch.

Was ist dir bei deinem (zukünftigen) Arbeitgeber wichtig?

Für mich ist extrem wichtig, dass die Führungs- und Unternehmenskultur gut ist und das Team an einem Strang zieht. Außerdem möchte ich Verantwortung übernehmen und zukünftig auch im Ausland arbeiten. Daher sollte ein Arbeitgeber international tätig sein und spannende Aufgaben bieten, die meinen Kompetenzen entsprechen.

Wie würdest du deine Persönlichkeit bei einem Vorstellungsgespräch kurz selbst beschreiben?

Sehr aufgeschlossen und offen, teamfähig, motiviert und begeisterungsfähig. Außerdem immer für einen Spaß zu haben.

Wie sieht für dich die Zukunft der Arbeit aus, was wird/soll sich ändern, was soll bleiben?

Ich bin mir sicher, dass die Digitalisierung unser Leben viel stärker ändert, als uns im Moment bewusst sein will. Wenn ich mir anschaue, was es jetzt schon alles für Möglichkeiten gibt und was die Forschung alles möglich macht, dann frage ich mich, ob wir darauf vorbereitet sind.
Aber trotz allen Vorteilen der Digitalisierung wäre mir wichtig, dass die sozialen Kontakte nicht auf der Strecke bleiben. Ein Gespräch unter vier Augen mit einem vertrauten Kollegen kann man nicht einfach digitalisieren.

Welchen Traumberuf hattest du als Kind?

Als Kind wollte ich immer Arzt werden, bis mir dann klar wurde, dass ich niemals ein Skalpell ansetzen könnte.

Wie sieht Dein Traum vom Arbeiten jetzt aus?

Wenn ich mir meinen Arbeitsplatz selbst gestalten könnte, dann hätte ich gerne die Möglichkeit jederzeit Home Office zu machen und ich hätte gerne einen Rollcontainer, den ich morgens an einen freien Tisch schiebe. Ich wäre gerne so flexibel, dass ich mir meine Arbeit eigenständig über den Tag verteilen kann, sodass sich Privatleben und Arbeit gut verbinden lassen.

Welche Werte sind dir wichtig?

Integrität, Loyalität und Ehrlichkeit.

Wie würde der Titel deiner Memoiren lauten?

„Auf Umwegen“

Deine Meinung in einem Satz – zu…
  • Studium: …hat meiner Meinung nach einen viel zu hohen Stellenwert in Deutschland.
  • Zukunft: Fragt mich das morgen nochmal. 
  • Geld: …wird vollkommen überschätzt.
  • Arbeit: …ermöglicht es mir, mein Leben so zu leben, wie ich es möchte.
  • Generation Y: Ich bin eigentlich ein Teil davon, wobei ich mich nicht damit identifizieren kann.
  • Freiheit: …haben wir zur Genüge und sollten wir bewahren.
  • Sicherheit: …wird oft zu großgeschrieben.
  • Glück: …ist ein Tag am Strand mit den besten Freunden ohne an Verpflichtungen zu denken.
Und was denkst du über die Deutsche Bildung?

Die Deutsche Bildung hat mir geholfen meinen Weg zu gehen und meine Stärken zu verbessern sowie an den Schwächen zu arbeiten. Damit bin ich im Studium, aber auch auf den Jobeinstieg optimal vorbereitet. Besonders die gewonnen Kontakt aus den letzten beiden Jahren sind für mich hilfreich gewesen.