"Sicherheit ist notwendig, um sich persönlich entfalten zu können."

Till Witschass im Portrait

Zuerst Geographie an der TU in Dresden studiert und das Masterstudium komplett im Ausland, im Vereinigten Königreich in New Castle, verbracht. Dabei war der 26-Jährige Till Witschass zielstrebig und brauchte für sein Studium statt der geplanten sechs nur vier Jahre.

Warum hast du dich für dein Studienfach entschieden?

Ich habe im Bachelorstudium an der TU Dresden Geographie studiert. Dort habe ich erste Einblicke in Verkehrsplanung und -ingenieurswesen bekommen. Am besten gefiel mir das Zusammenspiel zwischen physikalischen / mathematischen Gesetzen und menschlicher Wahrnehmung des Raumes in dem sie sich bewegen. Die Geographie konnte meinen Wissensdurst nach vertieften Verkehrsplanungsaufgaben nicht stillen, daher beschloss ich einen Master in Verkehrsplanung zu studieren.

Hast du ein Auslandssemester absolviert? Wenn ja, wo und was hast du erlebt?

Während meines Bachelorstudiums war ich in Cordoba, Spanien. Dort habe ich erlebt, dass nicht alles so strukturiert wie an deutschen Universitäten ist. Am wichtigsten war für mich aber der kulturelle Austausch mit meinen spanischen Mitbewohnern und Kommilitonen. Mit meinen Mitbewohnern stehe ich immer noch in gutem Kontakt. Ich Gegensatz zu den meisten Erasmus-Studenten hielt ich mich von den internationalen Erasmuspartys fern und organisierte lieber etwas mit meinen Mitbewohnern und deren Freunden und Familien. Daher habe ich das südliche Spanien von der einheimischen Seite kennengelernt. Mein gesamtes Masterstudium fand im Ausland statt. Auch hier merkte ich den Unterschied zwischen deutschen und englischen Universitäten. Kulturell sind die Nordengländer den Deutschen sehr ähnlich. Dies hat mich überrascht und gefreut, weil die kulturelle Eingewöhnung sehr viel schneller war als in Spanien. Ich habe während meines Studiums in Newcastle das normale Leben eines englischen Studenten erlebt.

Was würdest du über deine Studienzeit in deinen Memoiren schreiben?

Das Studium begonnen mit der Gewissheit sechs Jahre später einen Masterabschluss zu haben,wobei ich in letztendlich vier Jahre benötigte. Ich habe während meiner Studienzeit Freundschaften für das Leben geschlossen und hatte das Glück, in drei verschiedenen europäischen Universitätssystemen zu lernen.

Was ist für dich das Wichtigste, was du bisher in deinem Leben gelernt hast?

Aufgeschlossenheit gegenüber jedem dem man begegnet. Außerdem habe ich gelernt, dass man sein Glück ein bisschen herausfordern muss.

Was ist dir bei deinem (zukünftigen) Arbeitgeber wichtig?

Mir ist wichtig, dass mein Arbeitgeber mich an interessanten Projekten arbeiten lässt, mir Möglichkeiten zur professionellen Weiterbildung gibt, dass er fair gegenüber seiner Arbeitnehmer ist und dass ich mit meinen Arbeitszeiten flexibel sein kann. Außerdem erfreue ich mich momentan an der Regelung, dass ich mir zusätzlich zu meinem Festurlaub weitere Urlaubstage dazukaufen kann.

Wie würdest du deine Persönlichkeit in einem Vorstellungsgespräch kurz selbst beschreiben?

Freundlich, direkt, ehrlich, selbstbewusst.

Wie sieht für dich die Zukunft der Arbeit aus, was wird / soll sich ändern, was soll bleiben?

Meiner Meinung nach wird sich das Arbeitsumfeld flexibler gestalten. Die Arbeitnehmer werden nicht jeden Tag zur gleichen Zeit zur Arbeit kommen und gehen. Sie werden auch viel öfter von zu Hause aus arbeiten. Außerdem wird es sich globaler ausweiten, sodass man an Projekten weltweit arbeitet. Desweiteren würde ich mir wünschen, dass ein kollegialer Zusammenhalt, wie ich ihn momentan erlebe, erhalten bleibt, das heißt, dass Chefs und Angestellte Freitags nach der Arbeit zusammen ein Bier trinken gehen können.

Welchen Traumberuf hattest du als Kind?

Ich wollte Chirurg werden.

Wie sieht dein Traum vom Arbeiten jetzt aus?

Ich würde gerne in einem internationalen Team an Projekten überall auf der Welt arbeiten. Dies sollte auch Geschäftsreisen und Vor-Ort-Betreuung des Kunden miteinbeziehen. Außerdem möchte ich meinen Arbeitstag selber strukturieren können, sodass ich zum Beispiel mir zur Mittagszeit auch mal zwei bis drei Stunden freinehmen kann.

Welche Werte sind dir wichtig?

Ehrlichkeit, Weltoffenheit, Strebsamkeit.

Wie würde der Titel deiner Memoiren lauten?

Aufgewachsen bei Mutti und geprägt von der Welt.

Deine Meinung in einem Satz – zu ...

  • Studium: Eine prägende Zeit, die mich kulturell, persönlich und intellektuell weiterentwickelt hat.

  • Zukunft: Nicht mehr als drei Jahre im Voraus planbar.

  • Geld: Ist mir wichtig, kann aber nicht das Wichtigste sein, denn wenn man keine Zeit hat, um es auszugeben oder keine nahestehenden Personen hat, um es mit ihnen zu teilen, kann man mit dem Geld nicht zufrieden werden.

  • Arbeit: Muss Spaß machen, sonst sind fünf von sieben Tagen miserabel.

  • Generation Y: Für ein paar Dinge muss man arbeiten und mit ein bisschen Aufwand, Zeitmanagement und Belastungsfähigkeit kann mein sein Studium auch in Regelstudienzeit abschließen.

  • Freiheit: Sollte weiterhin mit allen Regeln und Gesetzen geschützt werden.

  • Sicherheit: Ist notwendig, um sich persönlich entfalten zu können.

  • Glück: Wird von vielen Menschen nicht als solches wahrgenommen und man kann sein Glück auch herausfordern.
     

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