Studie bestätigt: Bildung rockt!

50 Jahre Forschung kommen zu diesem Ergebnis

von Lea Schäfer

Das Gerücht, dass steigende Studentenzahlen die Karrierechancen negativ beeinflussen, hält sich hartnäckig. Dabei ist das Gegenteil der Fall. Auch wenn es immer mehr von ihnen gibt: Studienabgänger mit hohem akademischen Grad haben die besten Chancen auf dem Arbeitsmarkt.

„Bildung zahlt sich im beruflichen Strukturwandel immer mehr aus.“
Das bestätigt jetzt eine neue Längsschnittstudie, die im Fachjournal „Journal for Labour Market Research“ veröffentlicht wurde. Die Studie von Prof. Dr. Rolf Becker von der Universität Bern und Prof. Dr. Hans-Peter Blossfeld von der Universität Bamberg, hat die Berufseinstiegs- und Karriereprozesse in den letzten 50 Jahren untersucht und wertete dabei Daten von über 8.800 Menschen aus.

Rascher Karriereaufstieg
Herauskam das, was wir schon immer wussten: Studieren lohnt sich! Die Karrierechancen für Akademikerinnen und Akademiker verändern sich sehr positiv. Denn obwohl es immer mehr Studienabgänger mit einer hohen Ausbildung gibt, steigt passend dazu auch die Zahl der Arbeitsstellen und mit ihnen die Anforderungen an die Arbeitnehmer: „Höhergebildete erleiden keine Verluste und bekommen in der Tat eine zusätzliche Prämie“, sagt Blossfeld. Beste Aussichten also! Man rechnet mit zunehmend angeseheneren Positionen in Unternehmen und beim Staat als noch vor 30 Jahren.

Frauen überholen die Männer! 
Das ist aber nicht die einzige tolle Nachricht. War es historisch eher der männliche Teil der Bevölkerung, der tolle Karrierechancen in Aussicht hatte, so bestätigt die Studie auch einen positiven Trend in Richtung Gleichberechtigung: Es gibt mittlerweile anteilig mehr Frauen als Männer mit hohen Bildungsabschlüssen.

In Bildung investieren
Ein Studium ist immer eine gute Investition, für die Persönlichkeit und die Karriere. Die Chancen für Studentinnen und Studenten werden durch die Digitalisierung und einen Strukturwandel im modernen Arbeitsmarkt nur besser: „Deutschland als hochentwickeltes Industrie- und Dienstleistungsland ist auf höhere Bildung mehr denn je angewiesen. Es gibt viele Anzeichen, dass sich die Investitionen in Bildung für den Einzelnen und die Gesellschaft auch in Zukunft zunehmend rentieren“, bestätigen die Soziologen.

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