Studienkosten: Steigende Semesterbeiträge trotz Corona

Offiziell wurden die Studiengebühren zwar abgeschafft, trotzdem müssen Student/innen in Deutschland zum Semesterstart tief in die Tasche greifen. Zum Wintersemester 2020/21 steigen die Semestergebühren vielerorts wieder einmal – trotz Pandemie und Krise. Ein guter Grund, sauer zu sein.

Das Studienjahr 2020 wird ein ungewöhnliches, es soll aber kein verlorenes sein. Darauf haben sich die Länder verständigt. Studenten, die durch die Corona-Pandemie nicht alle erforderlichen Leistungen erbringen konnten, sollen beispielsweise keine Nachteile in Bezug auf ihre Regelstudienzeit erfahren. So weit, so gut – beim Geld hört die Freundschaft dann aber schließlich doch auf. Bis spätestens 31. Juli 2020 wird der Semesterbeitrag fällig. Und der hat es in sich.

Hochschulen in Niedersachsen kratzen an der 500-Euro-Grenze

Besonders hart trifft es Student/innen in Niedersachsen und Bremen. Binnen zehn Jahren haben sich hier die Kosten nahezu verdoppelt. An der Universität Bremen werden zum neuen Wintersemester rund 386 Euro fällig; 2010 waren es noch 214 Euro. Die Uni Göttingen fordert zum Semesterstart rund 384 Euro ein; ein Jahr zuvor lag der Beitrag noch bei 355 Euro. Spitzenreiter ist die Leibniz Universität Hannover: das Wintersemester lässt man sich hier rund 440 Euro kosten. Andere Hochschulen lassen es langsamer angehen, aber auch hier zeigt die Gebührenentwicklung – steil nach oben.

Wer nicht zahlen kann, riskiert die Exmatrikulation

Zu dem Anstieg haben vor allem teurere Semestertickets geführt. Im Vergleich: 2010 kostete das Ticket in Frankfurt am Main rund 155 Euro, 2020 liegt der Beitrag schon bei über 216 Euro. Auch die Studentenwerke erhalten einen Teil der Gebühren und finanzieren so unter anderem Wohnheime. Dass das Geld irgendwoher kommen muss, ist klar. Dass der finanzielle Druck auf Student/innen durch Corona zugenommen hat, aber auch. Zahlreiche Nebenjobs sind weggebrochen; viele kommen gerade so über die Runden. Da kommt der steigende Semesterbeitrag gerade recht – nicht. Zumal mit dem Semesterticket quer durchs Land reisen in den letzten Monaten auch nicht unbedingt drin war. Und wer nicht zahlen kann? Dem droht auch weiterhin die Exmatrikulation, Krise hin oder her.

Deutsche Bildung Studienfinanzierung als Alternative zu Bafög und familiärer Unterstützung

Dass der Großteil der Student/innen auf diese Entwicklung mit Unverständnis reagiert, ist mehr als nachvollziehbar. Zumal die Regierung in den letzten Monaten wenig unternommen hat, um ihnen unter die Arme zu greifen. Angedachte Rettungsschirme scheiterten; die letztlich umgesetzte Überbrückungshilfe ist ebenfalls nicht wirklich der Rede wert. Vielen bleibt nichts anderes übrig, als die Unterstützung ihrer Eltern in Anspruch zu nehmen. Ein Lichtblick: dein Bafög-Satz kann mit einem Aktualisierungsantrag angepasst werden, wenn du in einer finanziellen Notlage steckst und dir deine Familie nicht (mehr) unter die Arme greifen kann. Auch die Deutsche Bildung Studienfinanzierung bietet schnell und unbürokratisch Hilfe an – bereits Beträge ab 1.000 Euro können online beantragt werden. Begleitend zur Sofortfinanzierung profitieren studentische Kundinnen und Kunden von inkludierten Trainings, Coaching und Beratung für ein erfolgreiches Studium und optimale berufliche Chancen.

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