Überbrückungshilfe der Bundesregierung: Tropfen auf dem heißen Stein?

Seit Mitte Juni können Student/innen, die durch die Corona-Pandemie in finanzielle Not geraten sind, bis zu 500 Euro monatliche Soforthilfe beim Bundesministerium für Bildung und Forschung beantragen. Ein Blick auf den Zwischenstand.

Zuständig für die Bewilligung der Anträge sind die 57 Studenten- und Studierendenwerke. Diese melden seit Start der Überbrückungshilfen insgesamt knapp 110.000 Anfragen, von denen etwa zwei Drittel bereits bearbeitet wurden. Eine Förderzusage konnte in etwa der Hälfte dieser Fälle erteilt werden, bei etwa 15 Prozent sind aktuell weitere Nachfragen erforderlich. Rund ein Drittel der geprüften Förderanträge wurde abgelehnt. Auf den ersten Blick haben somit rund 37.000 Student/innen für Juni bereits finanzielle Unterstützung erhalten. Nicht umsonst lobte DSW-Generalsekretär Achim Meyer auf der Heyde das „außergewöhnliche Engagement“ der Beschäftigten bei der Antragsbearbeitung.

Überbrückungshilfe ist an zahlreiche Bedingungen geknüpft

Das große ABER: Von den rund 110.000 Student/innen, die aufgrund finanzieller Schwierigkeiten einen Antrag gestellt haben, sind bislang 73.000 leer ausgegangen – ihr Antrag wurde entweder noch gar nicht geprüft, sie müssen weitere Informationen einreichen oder ihr Antrag wurde abgelehnt. Zur Erinnerung – die Überbrückungshilfe erhält sowieso nur, wer nachweislich in eine akute, pandemiebedingte Notlage geraten ist. 500 Euro werden etwa nur ausgezahlt, wenn der Kontostand unter 100 Euro gesunken ist und beispielsweise die Kündigung des Nebenjobs vorgelegt werden kann.

Für viele Student/innen ist die angekündigte Finanzspritze damit nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Auch wer mehr als 100 Euro „Puffer“ hat, kann in finanzielle Schwierigkeiten geraten: wenn die Miete nicht gezahlt werden kann oder die Unterstützung der Eltern wegfällt – weil diese ebenfalls mit den wirtschaftlichen Folgen von Corona zu kämpfen haben. Erschwerend kommt hinzu, dass Neuanträge für Juli nicht bearbeitet werden, solange die Juni-Anträge nicht abgeschlossen werden konnten. Viele Nachwuchsakademiker/innen geraten so immer tiefer in Geldnot. Steigende Semesterbeiträge tun ihr übriges.

Corona-Sofortfinanzierung der Deutschen Bildung: unbürokratisch und schnell

Wer keinen Studienabbruch riskieren möchte, muss also andere Finanzierungsquellen in Betracht ziehen. In der Finanzfrage: Wegen Corona kann ich meine Miete nicht mehr zahlen – wie gehe ich vor? haben wir bereits verschiedene Möglichkeiten vorgestellt: Vom Gespräch mit dem Vermieter bis zur Anpassung des Bafög-Satzes. Auch die KfW hat reagiert und die Zinsen für ihre Studienkredite auf 0% gesenkt – bis vorerst März 2021. Eine schnelle, unbürokratische Hilfe bietet die Deutsche Bildung Studienfinanzierung mit ihrer Corona-Sofortfinanzierung an: bereits Beträge ab 1.000 Euro können online beantragt werden. Dabei entsteht keine fixe Schuldenlast, denn die Rückzahlung bemisst sich anteilig an deinem späteren Einkommen. Begleitend zur Sofortfinanzierung profitieren studentische Kundinnen und Kunden von inkludierten Trainings, Coaching und Beratung für ein erfolgreiches Studium und optimale berufliche Chancen. Und on top – gibt es ein schnelles Feedback innerhalb von ein bis zwei Wochen.

www.deutsche-bildung.de/sofortfinanzierung