WG-Gesucht: Zimmer ab 600 Euro!

Untersuchung zum studentischen Wohnen

von Lea Schäfer

Die Wohngemeinschaft erscheint für die meisten Studenten als ideale Lösung, um günstig und gut während des Studiums zu wohnen. Klar, die WG bringt ja auch viele Vorteile, oder? Der Mietpreis gehört allerdings nicht unbedingt mehr dazu, wenn man für ein einzelnes Zimmer schon mal 600 Euro bezahlen muss.

Die richtigen Mitbewohner zu finden, war noch nie leicht. Seit einigen Jahren wird das ganze auch noch durch die Preise verkompliziert, die auch für WG Zimmer immer weiter ansteigen und das gewaltig. In einer Kooperation mit der beliebten online Plattform „WG-Gesucht“ hat das Moses-Mendelssohn Institut (MMI) die Situation für wohnungssuchende Studenten in Deutschland untersucht.

 Die Ergebnisse bestätigen: Wohnen in Deutschland wird von Jahr zu Jahr immer schwieriger und teurer. Laut der Untersuchung kosten die Zimmer in einer WG im bundesweiten Durchschnitt 363 Euro. Am teuersten ist es in 1. München, 2. Hamburg, 3. Stuttgart, 4. Frankfurt a.M., 5. Köln und 6. Berlin. Preis-Spitzenreiter ist München. Hier kann man für ein Zimmer schon einmal 600 Euro bezahlen. Aber auch in Städten wie Düsseldorf, Karlsruhe, Mannheim, Erlangen, Augsburg, Heilbronn, Osnabrück, Würzburg, Braunschweig, Reutlingen, Potsdam, Kassel und Flensburg wird es immer schwieriger, so das Institut.

Die Schere geht auseinander
Gerade der Osten Deutschlands bietet weiterhin bezahlbare und im Vergleich viel günstigere Wohnungen. Am günstigsten der 96 untersuchten Städte ist Chemnitz mit durchschnittlich 230 Euro. Dr. Stefan Brauckmann, Direktor des Moses-Mendelssohn Instituts, erläutert: „Wir haben auf der einen Seite gefragte Standorte, in denen die Studierendenzahlen und die WG-Preise steigen, während deutlich günstigere Standorte trotz des Kostenvorteils weniger gefragt sind. Die Schere geht auseinander.“

Das läge auch daran, dass Studenten sehr genau Vorstellungen von ihrer Wohnsituation haben und schon eine andere Straße sehr bedeutend die Entscheidung beeinflussen kann, wo man hinziehen möchte.

Bafög reicht nicht aus
Die Wohnungssuche spitzt sich also weiterhin zu. Die laut Bafög-Satz angesetzte Wohnungskostenpauschale von 250 Euro kann da auch wenig Abhilfe schaffen. Dieser Betrag ist weit unter dem durchschnittlichen Mietpreis und entspricht damit in keiner Weise den realen Zuständen.

Weitere Infos zur Moses-Mendelssohn Untersuchung. 

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