Zuhause studieren: Wo finde ich Literatur?

Das Problem kennen aktuell viele Studenten: Die Bibliotheken sind dicht, Seminararbeiten und Klausuren sollen dennoch abgeschlossen werden. Wir zeigen dir, wie du auch online nach Fachliteratur suchen kannst.

Deutschlands Hochschulen offenbaren in Corona-Zeiten eine große Schwäche: Digitale Lernangebote wurden lange vernachlässigt – nicht nur in der Lehre, sondern gerade auch in der Bereitstellung von Fachliteratur. Nun ist guter Rat teuer und viele Studenten stehen vor dem Problem, ihre Literaturrecherche nicht abschließen zu können. Zum Glück gibt es online einige gute Angebote, mit denen man nach einschlägigen Quellen – sowohl in digitaler als auch gedruckter Form – suchen kann.

MetaGer

Die Metasuchmaschine MetaGer wurde an der Universität Hannover entwickelt und greift zielgerichtet auf eine Vielzahl von klassischen und wissenschaftlichen Suchmaschinen gleichzeitig zu. Du kannst einstellen, dass wissenschaftliche Quellen besonders hoch bewertet werden, oder speziell nach PDF-Dateien suchen. Getragen wird MetGer von dem eingetragenen Verein Suma e.V., der es sich auf die Fahnen geschrieben hat, „dass das digitale Wissen der Welt ohne Bevormundung durch Staaten oder Konzerne frei zugänglich bleibt“.

Google Scholar

Die wohl bekannteste – und weltweit größte - akademische Suchmaschine. Bei Google Scholar findest du sowohl kostenlose Dokumente aus dem freien Internet als auch kostenpflichtige Angebote. Der Schwerpunkt bei der Suche liegt auf Fachzeitschriften. Zumeist werden als Treffer Volltexte oder zumindest bibliographische Nachweise angezeigt. Google Scholar analysiert und extrahiert die in den Volltexten enthaltenen Zitate und erstellt daraus eine Zitationsanalyse. Du kannst zudem gezielt die Jahreszahl einstellen und so nur nach ganz aktueller Literatur suchen. Doch Vorsicht: Google Scholar sieht auch studentische Abschlussarbeiten und Präsentationen als wissenschaftliche Literatur an. Im Zweifel also nochmal genauer hinschauen.

EBSCO

Die US-amerikanische Volltext- und Referenzdatenbank bietet nicht nur Zugriff auf wissenschaftliche Datenbanken für Zeitschriften, Periodika und eBooks; es besteht außerdem die Möglichkeit, Lehrbücher zu vergleichsweise günstigen Preisen zu erwerben. Ein mobil und in jeder Bildschirmgröße nutzbarer „Discovery-Service“ erlaubt es den Usern, jederzeit und überall optimal recherchieren zu können.

Studibuch.de

Du bevorzugst Handfestes und greifst lieber auf den klassischen Buchdruck zurück? Dann wirst du vielleicht bei Studibuch.de fündig. Hier kannst du eigene Literatur verkaufen und gebrauchte Studienbücher fast aller Fachbereiche günstig erwerben. Studibuch.de legt großen Wert auf Nachhaltigkeit und ist unter anderem als klimaneutrales Unternehmen zertifiziert. Darüber hinaus bietet die Seite viele Tipps rund ums nachhaltige Studieren.

Studydrive.net

Wer nicht unbedingt auf der Suche nach klassischer Fachliteratur ist, sollte sich studydrive.net etwas genauer ansehen. Die Plattform listet rund 500.000 kostenlose Lernunterlagen wie Mitschriften, Zusammenfassungen, Übungsaufgaben zur Vorbereitung auf deine nächste Prüfung. Der Clou: Du kannst gezielt nach Unterlagen ehemaliger Kommilitonen deiner eigenen Hochschule suchen und dich so optimal auf die Anforderungen bestimmter Kurse einstellen. In Quarantäne-Zeiten besonders wertvoll – du kannst außerdem live mit anderen Kursteilnehmern chatten oder komplexe Themen direkt mit Fach-Experten diskutieren.

Studysmarter.de

Geht ebenfalls eher in Richtung Klausurvorbereitung. Die App kann sowohl auf dem Desktop, als auch auf dem Handy installiert werden und unterstützt dich bei der Erstellung individualisierter Lernpläne. Darüber hinaus kannst du virtuelle Karteikarten aus deinen Vorlesungsunterlagen erstellen und dich von einem intelligenten Abfrage-Algorithmus beim Lernen und Wiederholen unterstützen lassen. Die App verknüpft dich außerdem komplett automatisch mit deinen Mitstudenten.

Die Deutsche Bildung finanziert dein Studium - damit du dir in unsicheren Zeiten wenigstens um das Thema Geld keine Gedanken machen musst. Elternunabhängig, flexibel und smarter als ein Studienkredit.