10 Punkte für mehr Seelenstärke

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Das Geheimnis von Menschen, die Krisen gut weg stecken und nach vorne sehen

Forscher haben sich das angeschaut. Zwar kann der Mensch seine genetische und erzieherische Prägung nicht gänzlich umschiffen. Es gibt aber zehn Verhaltensweisen und Einstellungen, die auch im Erwachsenenalter noch helfen können, krisenfester und zuversichtlicher durch das Leben zu gehen.

Die zehn Wege der Resilienz hat Christina Berndt in ihrem Buch „Resilienz – Das Geheimnis der psychischen Widerstandskraft“ zusammengefasst. Sie bezieht sich dabei auf die „Road to Resilience“, einen 10-Punkte-Plan der American Psychological Society.

Ein soziales Netzwerk aufbauen und pflegen
Gute Beziehungen zur Familie, zu Freunden und anderen Menschen sind enorm wichtig. Wie ein Netz, das den Trudelnden im Sturz auffängt. Dichte oder besonders starke Verstrebungen federn den freien Fall ab. Lehne Hilfe deshalb nicht ab und schätze es, wenn es Menschen gibt, die Anteil an dir nehmen. Auch anderen zu helfen kann sinnstiftend sein und die eigenen Probleme in Relation rücken. Hilfreich sind auch Aktivitäten in Vereinen, Aktionsgruppen oder in religiösen oder spirituellen Gemeinschaften. 

Krisen nicht als unlösbar sehen
Krisen lassen sich nicht verhindern. Aber wir können daran arbeiten, wie wir Krisen interpretieren und darauf reagieren. Gedanken beeinflussen ganz direkt unsere Gefühlswelt, in beide Richtungen. Hilfreich ist es, sich auszumalen, dass es dir bald wieder besser gehen wird. Vielleicht kannst du auch schon planen, was du beim nächsten Mal anders machen würdest.

Akzeptieren, dass Veränderungen zum Leben gehören
Das Leben ist immer im Fluss. Man kann trotzig gegen die Strömung schwimmen und dabei aus der Puste kommen. Oder sich gelassen treiben lassen. Veränderungen gehören zum Leben dazu und besonders gegen die Dinge, die sich nicht ändern lassen, sollten wir den Widerstand aufgeben. Und umso mehr Konzentration auf alles legen, was sich beeinflussen lässt. 

Versuchen, realistische Ziele zu erreichen
Von unerreichbaren Dingen zu träumen, kann unglücklich machen. Fokussiere ein realistisches Ziel, das in kleinen Schritten tatsächlich erreichbar ist und wofür du regelmäßig etwas ganz Konkretes tun kannst.

Entschlossen handeln
Gemeint ist, die Initiative zu ergreifen und sich gegen widrige Situationen zur Wehr zu setzen. Prüfe, welche Möglichkeiten du hast, um das Problem zu bewältigen.

Zu sich selbst finden
Suche nach Wegen oder Betätigungen, die dir helfen, etwas über dich selbst zu lernen. Vielleicht gehört dazu die Feststellung, dass du an einer Krise gewachsen bist. Viele Menschen können nach einer Krise intensivere Beziehungen und ein größeres Gefühl von Stärke für sich verbuchen. Oder wie es so schön heißt: Wo eine Tür zu geht, geht eine neue auf. 

Eine positive Sicht auf sich selbst entwickeln
Was einen in Krisen oftmals taumeln lässt, ist das fehlende Vertrauen in die eigenen Problemlösungs-Fähigkeiten. Vertraue darauf, dass du in der Lage bist, Probleme zu bewältigen und deinem Instinkt zu folgen.

Die Zukunft im Auge behalten
Auch in schwierigen Situationen kann es helfen, die Langzeit-Perspektive zu bewahren und das Problem in einen breiteren Kontext einzuordnen. Versuche, das Ereignis nicht mehr als nötig aufzubauschen.

Das Beste erwarten
Versuche, eine optimistische Einstellung zu erlangen, denn sie befähigt zu einer positiven Erwartungshaltung. Stell dir vor, was du möchtest und weniger das, wovor du Angst hast.

Für sich selbst sorgen
Sei wachsam für deine Bedürfnisse und Gefühle und finde heraus, was dir gut tut. Mach Dinge, die dir Spaß machen und die dich entspannen. Für sich zu sorgen hilft Körper und Geist, auch mit schwierigen Situationen klar zu kommen. 

Und noch ein Hinweis: Nicht jeder dieser zehn Punkte muss zwingend in Angriff genommen werden, um zu mehr seelischer Widerstandskraft zu kommen. Teil von Resilienz sei auch, für sich selbst zu entscheiden, was gut tut. Der Gesundheits-Psychologe Ralf Schwarzer sieht den größten Wert jedoch in einem sozialen Netzwerk und empfiehlt außerdem, öfter mal etwas Neues auszuprobieren. Das muss nichts Großartiges sein – asiatisch kochen zum Beispiel. Neue Dinge zu lernen stärkt das Gefühl von Selbstwirksamkeit, das sich direkt für neue Krisen anwenden lässt. 

 

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