Dream big: Studieren in den USA

Checkliste & Fakten

von Lea Schäfer

Die Vereinigten Staaten von Amerika sind nach wie vor eines der beliebtesten Ziele für Auslandsaufenthalte während des Studiums. Vielleicht ist bei dir ja auch schon der Wunsch aufgekommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten zu studieren? Dann solltest du unbedingt die folgenden Facts kennen.

Kompliziertes Bildungssystem

Das Bildungssystem in den USA ist komplett anders aufgebaut, als in Deutschland. Im Gegensatz zum Bologna-System findet man in den USA verschiedene Hochschulmodelle, Gradbezeichnungen und Studiendauern vor. Die Hochschulen sind nicht einheitlich aufgebaut und es gibt auch keine zentrale Stelle, die die verschiedenen Hochschulen koordiniert oder kontrolliert. Jede Hochschule ist damit autonom und setzt ihre eigenen Regeln. Wenn du nach einer Hochschule suchst, solltest du also genau schauen, welche für dich am besten geeignet ist. Vielleicht kannst du dir an der einen Hochschule viel mehr Module anrechnen lassen, als an der 5 Kilometer weiter entfernten. Für die spätere Anerkennung deiner Leistungen in Deutschland ist es außerdem wichtig, dass deine ausgewählte Hochschule akkreditiert ist. Dies kannst du auf dieser Webseite nachschauen.

Dadurch, dass die Hochschulen in den USA so autonom und dezentral funktionieren und um diese Bandbreite an Möglichkeiten einzuordnen, können dir verschiedene Hochschulrankings helfen. Diese sind aus der amerikanischen Hochschullandschaft nicht mehr wegzudenken, allerdings solltest du hier mehrere Rankings vergleichen, denn die werden von privaten Trägern und nicht von einer allgemein anerkannten staatlichen Institution durchgeführt. Damit ist der ganze Rankingprozess ziemlich kommerziell.

Studieren ist teuer

Dieses dezentrale Hochschulsystem erklärt dann auch die sehr hohen Studiengebühren, denn jede Uni kämpft sozusagen auf dem freien Markt um ihre Studenten, um Anerkennung und den gewissen Status. Je nach Hochschule können damit sehr unterschiedlich hohe Beträge auf dich zukommen, plus Lebenshaltungskosten (ca. 1000 Dollar pro Monat). Für ein akademisches Jahr musst du also mit mindestens 16.000 Dollar rechnen. Dieser Betrag ist nach oben hin offen.

Tipp: Wende dich bei deiner Suche an das International Office deiner deutschen Uni. Mit einem Partnerprogramm kannst du viele Kosten sparen.

Finanzierungsmöglichkeiten

Es gibt unzählige Möglichkeiten deinen Auslandsaufenthalt zu finanzieren. Unbedingt solltest du checken, ob du Auslands-Bafög bekommst (möglich ab einem Aufenthalt von mindestens einem Semester oder einer Hochschulkooperation). Auslands-Bafög erhält man nämlich, auch wenn man bisher kein Inlands-Bafög bekommen hat. Das liegt daran, dass die Förderbeträge im Ausland deutlich höher sind, somit wird das Einkommen neu bewertet.

Solltest du kein Auslands-Bafög erhalten oder der Förderbetrag nicht ausreichen, musst du dich unbedingt nach anderen Möglichkeiten, wie Stipendien oder Förderprogrammen umsehen. Die Auslandstudienfinanzierung der Deutschen Bildung ist eine tolle Möglichkeit, um deinen Auslandsaufenthalt zu finanzieren, denn die Studienfinanzierung ist flexibel einsetzbar, unabhängig von den Eltern oder anderen Sicherheiten und grundsätzlich kombinierbar mit anderen Förderprogrammen oder Krediten. 

++Der Traum vom Auslandsstudium: unsere Geförderten berichten von ihren Erfahrungen++

So bekommst du einen Studienplatz

Es ist nicht ganz einfach die richtige Uni in den USA zu finden. Unser Partner IEC kann dir bei einer kostenlosen Beratung helfen, den richtigen Standort auszuwählen.

Ganz wichtig bei der Suche ist es, auf die Fristen zu achten! Meist muss man sich ein Jahr vor Studienbeginn bewerben. Entweder über ein Programm von deiner Uni, als Direktaustausch oder über eine andere Vermittlung wie IEC.

Hast du dich einmal für eine Hochschule entschieden, können ganz unterschiedliche Unterlagen verlangt und Auswahlverfahren gemacht werden. Darüber hinaus müssen Leistungsnachweise und Gutachten/Empfehlungsschreiben eingereicht werden.

Aufenthaltsgenehmigung

Für einen Aufenthalt in den USA unter drei Monaten benötigt man kein Visum, man muss jedoch eine ESTA Einreisegenehmigung online beantragen.

Für einen Aufenthalt, der länger als drei Monate geht, also für ein ganzes Semester, benötigst du ein Studentenvisum. Dieses kannst du erst beantragen, wenn du das Certificate of Eligibility von deiner Gasthochschule erhalten hast. Das bedeutet: du brauchst erst die Bestätigung von deiner Wunschhochschule für einen Studienplatz, erst dann kannst du ein Visum beantragen.

Neben der Visaantragsgebühr (160 Dollar) ist eine Gebühr für das Student and Exchange Visitor Information System (SEVIS) zu zahlen (aktuell 220 Dollar). Detaillierte Visa-Informationen erhältst du hier.

Bedenke, dass dieser ganze Prozess sehr viel Zeit in Anspruch nimmt und du auch einen Termin bei einer nächstgelegenen US-Botschaft beantragen musst, um das Visum zu erhalten.

Achtung: Studentenvisa beinhalten keine Arbeitserlaubnis!

Sprachnachweise

In der Regel verlangen die Hochschulen bereits vor Studienbeginn einen Sprachnachweis. In den meisten Fällen wird hier der TOEFL (Test of English as a Foreign Language) verlangt. Welchen Sprachnachweis deine Wunschuni sehen möchte, kannst du ganz einfach auf der jeweiligen Webseite herausfinden. Manche Unis akzeptieren inzwischen auch das IELTS (International English Language Testing System).

Wichtig: Kümmere dich auch hier rechtzeitig um den Nachweis. Es gibt Wartezeiten für die Tests und bedenke, dass auch dieser mehrere hundert Euro/Dollar kostet.

Kleinvieh macht auch Mist

Vor der Abreise solltest du dich außerdem unbedingt um einen passenden Versicherungsschutz im Ausland, einen vollständigen Impfpass und auch eine Kreditkarte kümmern.

Fazit: Das Studium im Ausland, insbesondere in den USA, bedarf einiges an Vorbereitung und kostet relativ viel Geld, im Gegensatz zum Studium in Deutschland. Ob es sich für dich lohnt, muss ganz individuell entschieden werden. Manchmal ist ein näheres Ziel mit einem weniger kommerziellen Bildungssystem vielleicht die bessere Wahl, gleichzeitig gibt es natürlich tolle Förderprogramme. Die genaue Recherche ist hier also das A und O!

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