Hilfe zur Selbsthilfe – Achtsamkeit und Mental Health

Ein großer Trend mit noch größerem Markt

von Lea Schäfer

Das Thema Mental Health rückt immer mehr in das Bewusstsein der Menschen. Das zeigen die vielfältigen Angebote „Für mehr Achtsamkeit“ und „die richtige Balance im Leben“. Es ist nicht nur ein Trend, sondern ein Geschäftsmodell und es gibt jeden Tag neue spannende Lösungen, die von klassischen Ratgebern in gedruckter Form bis hin zu Online Coachings reichen. Oder man fliegt gleich zu einem exklusiven Retreat nach Mallorca. Eigentlich ja eine schöne Entwicklung, oder?

Erst einmal, ja! Diese Entwicklung und die neue Awareness und Offenheit über die psychische Gesundheit und über den Spagat zwischen Pflichten und Freizeit zu sprechen,  ist toll! Vor allem für dich als Student*in und Young Professional, denn du startest erst frisch in das Berufsleben und kannst von kommenden Veränderungen am meisten profitieren.

Beispiel: Bürohunde
Als großer Hunde-Fan erwischte ich mich vor einigen Tagen dabei, wie ich am Kiosk in Hundemagazinen stöberte. Der Aufmacher einer Zeitung lautete: „Warum wir Bürohunde so lieben!“ Bürohunde? Das wäre vor einiger Zeit in vielen Büros noch undenkbar gewesen. Dabei kann ein Haustier, wie der Hund, an grauen Bürotagen wahre Wunder bewirken. Das wissen wir bei der Deutschen Bildung mit aktuell vier Bürohunden ganz genau.

Was sagt uns der  Bürohund? 
Wenn sich Strukturen und Werte am Arbeitsplatz verändern, dann ist wirklich etwas in Bewegung. Arbeit wird neu gedacht und Menschlichkeit rückt  wieder mehr in  den Vordergrund. Auch wir starten aktuell zum zweiten Mal in diesem Jahr unsere Webinar-Reihe „Stressmanagement“, um gezielt Skills zu vermitteln, die euch beim erfolgreichen Studieren und Arbeiten helfen können. Aber sind wir denn anfälliger geworden, oder warum fällt das Thema so stark auf?

Nein, wir sind nicht einfach anfälliger für Stress geworden. Aber natürlich gibt es Faktoren, die es vor 20 Jahren noch nicht gab, wie eben Social Media und die Möglichkeit jederzeit erreichbar zu sein (scheinbar sein zu müssen). Auch die Bologna-Reform hat das Studieren stressiger gemacht.  Der Anteil psychisch kranker Studenten ist in den letzten Jahren stark gestiegen. Von einer halben Million Betroffenen berichtete der Barmer Arzt Report 2018.

Unser Stress fällt aber auch einfach mehr auf, weil wir anfangen darüber zu reden und das ist gut. Die Einstellung, sich nicht zu beschweren und stillschweigend über den eigenen Problemen zu brodeln und Zuhause darauf zu warten, dass es besser wird, ist Gott sei Dank überholt.

Auf der Suche nach Hilfe
Wir reden also darüber, suchen nach Hilfe und merken dabei, dass wir auf der Suche nach einem guten Rat stecken bleiben. Wo? Im Dschungel der tausenden Tipps und Lösungen. Im schlimmsten Fall bezahlst du viel Geld für dein „Wohlfühl-Abo“ und bekommst am Ende Küchentisch-Psychologie geliefert. Du fühlst dich vielleicht sogar noch schlechter, weil der „Happy-Meditation“ Workshop bei dir nicht geklappt hat und du nicht vor Energie übersprühst. Danke für nichts.

Um Frustration wie diese und übermäßige Kosten zu vermeiden, solltest du ganz in Ruhe und für dich alleine klarstellen, was du dir von bestimmten Angeboten überhaupt erhoffst und welche Faktoren dich auspowern und bei dir Stress auslösen. Ursachenforschung ist also gefragt, denn Stress ist individuell und es gibt kein allumfassendes Geheimrezept.

Mutig sein und ausprobieren, aber auch kritisieren!
Du studierst noch? Dann hast du Glück, denn die Uni bietet oftmals viele kostengünstige oder sogar kostenlose Angebote. Wenn du also schon immer einmal Yoga, oder progressive Muskelentspannung ausprobieren wolltest, dann nutze dein Hochschulsport-Angebot! Genauso kannst du immer kostenlos an unseren Webinaren und Workshops teilnehmen. Eine gute Möglichkeit, um in bestimmte Themen reinzuschnuppern, ohne dabei gleich ein Abo abzuschließen.

Auch ein beliebte und einfach umzusetzende Möglichkeit: kleine Notiz-Heftchen mit hübschen Layouts und vorgefertigten Organisationslisten, Bullet Journals die dir helfen sollen, dein Leben achtsamer zu gestalten und Tagebücher. Tatsächlich, das gute alte Tagebuch ist zurück. Es soll helfen wieder Dankbarkeit zu zeigen, gegenüber uns und unseren Leistungen. Und wem das nicht digital genug ist, der findet in den App-Stores zahllose Entspannungshilfen.

Wenn dir all das, der ganze fancy Kram, aber nichts bringt, dann ist das auch okay. Und es ist auch okay, den ganzen Kram zu kritisieren und vielleicht kein Bock zu haben, Namaste zu sagen. Die Hauptsache ist, du findest deinen Weg zur Entspannung – egal auf welche Weise.

Und ganz wichtig: wenn du das Gefühl hast, du steckst in einer schwierigen Lebenssituation fest oder leidest vielleicht unter einer Depression, einem Burnout, dann versuche dich zu überwinden und zum Arzt zu gehen. Psychische Erkrankungen brauchen eine angemessene Therapie. Jede Uni hat auch eine psychologische Beratungsstelle, die Ersthilfe leistet und dir weitere Kontakte und Tipps vermitteln kann.

Mehr zum Thema: Jung, gebildet, unglücklich. Die Quarterlife Crisis.

Jetzt bewerben!

Flexible Studienfinanzierung für alle Abschlüsse, auch im Ausland

  • Plus Trainingsprogramm für dein volles Potenzial
  • Unverbindlich und ohne Fristen
  • Schnelle Entscheidung

Zur Online-Bewerbung