Ich manage mich selbst!

Klingt selbstverständlich, ist es aber nicht

von Lea Schäfer

Hat diesen Satz eigentlich irgendjemand, jemals gesagt? Wahrscheinlich nicht. Klingt auch irgendwie komisch. Stattdessen sprechen wir ständig davon, wie wir andere Dinge managen. Die Karriere, Termine, den Haushalt. Bleibt das Selbstmanagement da etwa auf der Strecke?

„Ich manage mich selbst“ hast du vielleicht noch nicht gehört. Das Buzzword „Selbstmanagement“ aber ganz sicher. Dabei sollte Selbstmanagement nicht nur ein Buzzword sein, sondern konkret in deinem Alltag umgesetzt werden.

Ist doch nichts Neues!

Stimmt. Natürlich findet Selbstmanagement in deinem Leben schon statt. Denn wir müssen, ob wir wollen oder nicht, entscheiden, wie wir unsere Zeit und Ressourcen einsetzen. Die Frage ist aber, ob du dir deinen individuellen Findungs-Organisations-Priorisierungs-wie auch immer- Prozess, schon einmal genau angeguckt und du diesen mal reflektiert hast. Genau da fängt Selbstmanagement nämlich an, bei der Reflektion der eigenen Entscheidungen und Handlungen.

Denn oftmals läuft es ja so, dass wir uns verzetteln oder erst unter hohem Druck richtig anfangen mit den Aufgaben und dann wird es stressig und für die schönen Aktivitäten bleibt gar keine Zeit mehr.

Zeit freischaufeln

Um also herauszufinden wo der Fehler steckt, versuche mal dein bisheriges Management zu beschreiben. Wie funktionieren deine Tage? Stolperst du von einer Aktivität in die nächste oder machst du dir konkrete Termine? Hast du einen Planer oder alles in deinem Kopf? Auch wenn wir dein Gedächtnis nicht anzweifeln möchten, eine Verschriftlichung deiner Termine hat einen großen Vorteil. Du hast es dann nämlich schwarz auf weiß, wofür deine Zeit drauf geht und was jede Woche eigentlich so passiert ist.

Versuche dich an folgender Aufgabe: verändere nichts an deiner Organisation oder deinem Alltag, aber schreibe drei Wochen lang genau auf, wie die Tage verlaufen sind. Erstelle sozusagen ein Verhaltensprotokoll. Das wird der Grundstein für deine Ausbildung zum erfüllenden Selbstmanagement.

Prioritäten setzen und nein sagen

Jetzt kommt vielleicht der schwerste Teil, du musst priorisieren, was dir wichtig ist und was hinten angestellt werden kann. Dabei ist es erst einmal egal, ob es sich dabei um Beziehungen, die Uni oder sonstiges handelt. Es kommt nur darauf an, was DU willst. Dabei wirst du nicht auslassen können, auch mal „nein“ zu sagen. Denn deine Zeit ist kostbar und es ist dein gutes Recht zu entscheiden, was du tun willst.

Sei achtsam

Ein weiteres Buzzword, was an dieser Stelle allerdings sehr wichtig wird, ist die Achtsamkeit. Achtsamkeit bedeutet sich und die eigenen Bedürfnisse in den Vordergrund zu stellen. Das heißt auch, dass du dich mit deinen Wünschen und Zielen auseinandersetzen musst. Das muss kein 5-Jahres Businessplan sein. Wenn du es schaffst Ziele, das können berufliche aber auch persönliche Ziele sein, für ein Jahr festzuhalten, dann ist das schon ein großer Erfolg.

Die richtige Umsetzung mit Stift und Papier

Du hast deinen Alltag analysiert, Prioritäten gesetzt und jetzt geht es an die Umsetzung. Damit es daran nicht scheitert, gibt es kleine Hilfsmittel. To-Do Listen, Wochenplaner oder auch Prio-Listen sind zum Beispiel ganz handfeste Mittel, die dir helfen deinen Weg zu gehen. Insbesondere der Terminplaner ist in den letzten Jahren wieder richtig populär geworden. Es gibt eine große Auswahl an kreativen und auf Achtsamkeit ausgerichteten Planern. Auch etwas oldschool aber durchaus hilfreich kann das Tagebuch schreiben sein.

Denke daran, sich selbst zu managen, das heißt achtsam mit der eigenen Zeit umzugehen und eigene Ziele zu formulieren geht nicht von heute auf morgen. Es ist ein Lernprozess, denn wir haben eher gelernt mit anderen verantwortungsvoll umzugehen, als mit uns selbst. Dabei sollten wir gerade da anfangen.

Du willst mehr erfahren? Am 04. Juni hält Diplom-Psychologin Isabelle Pfister ein Webinar zum Thema Selbstmanagement. Ein Buch dazu hat sie auch schon geschrieben: Das Fazit dazu liest du hier!

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