Klein beginnen und groß rauskommen: Der Berufseinstieg im Großunternehmen

Recruiterin Nadine Mackeprang von R+V erzählt aus Insider-Sicht

von Anna Hornig

Der Hochschul-Abschluss ist in Sichtweite und der Berufsstart wird anvisiert: Eine aufregende Zeit, in der die Weichen für die nächsten Jahre gestellt werden und zugleich viel Unsicherheit herrscht, wie man den Traumjob beim Wunsch-Arbeitgeber bekommt. Besonders beliebt unter Hochschul-Absolventen sind die bekannten Namen großer Unternehmen.

Kein Wunder, denn die Vorteile liegen klar auf der Hand: man bekommt ein angemessenes Gehalt, mehr Sicherheit und viele Möglichkeiten, sich nach seinen Stärken zu entwickeln. Und nicht zuletzt strahlt der Glanz bekannter Namen auch auf den eigenen Lebenslauf ab. Vielleicht ist sogar eine Versetzung in eine ausländische Tochterfirma des Konzerns möglich, aber auf jeden Fall winken spannende Aufgaben und Herausforderungen, wenn man bereit ist, Einsatz zu zeigen.

Recruiterin Nadine Mackeprang vom Versicherungsunternehmen R+V gibt Tipps, wie der Einstieg am besten gelingt. 

Arbeitsluft schnuppern
Schon während des Studiums solltest du Kontakte in die Arbeitswelt knüpfen und in den Arbeitsalltag hineinschuppern, um herauszufinden, welche Tätigkeiten dir liegen, wo deine Stärken und Schwächen sind und welche Bereiche und Unternehmensgröße am besten zu dir passen. Sehr gut gelingt das mit Praktika oder einem Nebenjob in deinem Studienschwerpunkt. „Auch Hochschulmessen bieten einen ersten Anknüpfungspunkt, um mit dem Wunsch-Arbeitgeber in Kontakt zu kommen und etwas über den Arbeitsalltag und das Betriebsklima zu erfahren“, sagt Nadine Mackeprang. Auf ein Messegespräch kannst du dich auch im Anschreiben deiner Bewerbung beziehen und kannst so zeigen, dass du dich mit dem Unternehmen bereits auseinandergesetzt hast und weiterhin Interesse zeigst. 

Bewerbung und Vorstellungsgespräch
Für die Bewerbung gelten auch bei einem Großunternehmen wie R+V die gleichen Regeln wie bei kleineren Firmen. „Die Bewerbung sollte ein einheitliches Bild ergeben, gut strukturiert sein und zur Stelle passen, also bei kreativen Jobs darf die Bewerbung auch unkonventioneller sein – bei eher klassischen Stellenprofilen dementsprechend seriös und faktenbasiert“, sagt die R+V-Recruiterin.

Wichtig ist es, sich im Vorfeld gut über das Unternehmen, die Stelle und die Aufgabenbereiche zu informieren und im Anschreiben herauszuarbeiten, welche der eigenen Kompetenzen zur Stelle passen und welchen Mehrwert du dem Unternehmen bietest. „Nicht zu vernachlässigen ist auch die eigene Persönlichkeit, die ebenfalls zum Unternehmen und seinen Werten passen muss“, empfiehlt Nadine Mackeprang.  

Authentizität überzeugt
Für sie ist es wichtig, dass Bewerber authentisch auftreten und im Gespräch persönlich überzeugen und zum Unternehmen passen. Außerdem muss erkennbar sein, dass sie sich im Vorfeld mit dem Unternehmen und der Stelle auseinandergesetzt haben und auch wirklich daran interessiert sind. 

Die ersten Tage und Wochen im neuen Job
Wenn alles gut gelaufen ist, liegt dir vielleicht noch vor deinem Abschluss oder kurz danach dein erster Arbeitsvertrag vor. Falls du etwas nicht verstehst oder Fragen zu Formulierungen oder bestimmten Themen hast, scheue dich nicht, bei deinen Ansprechpartner nachzufragen und alle offenen Punkte zu klären, bevor du unterschreibst.

Geht es dann mit dem neuen Job los, wirst du erst mal mit deinen Kollegen, dem Büro, deinen Aufgaben und den Abläufen des Unternehmens und des Teams bekannt gemacht. Normalerweise gibt es einen sanften Start für neue Mitarbeiter. Gut ist es hier, allen Kollegen freundlich zu begegnen und dich ins Team einzubringen. Schau dir an, was typische Abläufe sind und überlege dir, wie du dich produktiv und unterstützend mit deinen Ideen einbringen kannst.

Und: Es kommt immer gut an, wenn du nach einer Woche einen kleinen Einstand feierst und Snacks für deine Kollegen mitbringst. Frag vorher ruhig nach, wie das Thema im Unternehmen gehandhabt wird – und falls es diese Tradition noch nicht geben sollte, kannst du ja der Erste sein, der damit anfängt. 

Vom Studi-Leben in den Job
Die Umstellung vom Auswendiglernen, Seminararbeiten und Klausuren schreiben auf das eigenständige Arbeiten in einem Team kann erstmal holprig werden. Einen 8-Stunden-Tag produktiv zu strukturieren und sich selbst zu motivieren liegt manchen Menschen mehr, anderen weniger. Idealerweise hast du einen Job angenommen, indem du viele deiner Stärken einbringen kannst und nur an wenigen Schwächen arbeiten musst. Gib dir dafür ruhig einige Wochen oder Monate Zeit. Je nach Art des Jobs kann auch die fachliche Einarbeitung bis zu einem halben Jahr dauern, deshalb erwartet niemand von dir, dass du von Anfang an perfekt mitläufst. 

Dran bleiben
Zusätzlich ist es hilfreich, wenn du dich mit Artikeln und Fachliteratur in dein Themengebiet einliest, an Webinaren oder Trainings zu Soft Skills teilnimmst und auch Kollegen fragst, wie bestimmte Dinge gehandhabt werden, beispielsweise Meetings oder Projektarbeit. Vielleicht bietet das Unternehmen auch von selbst Schulungen und Fortbildungen an, wie es bei R+V der Fall ist. Das Wichtigste ist aber, offen, freundlich und lernbereit zu sein, dann wirst du dich in deinem neuen Job bald wie zu Hause fühlen.

Unternehmensprofil R+V.

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