Ohhmm – mit einem Klick ins Nirvana?!

Wie gut funktionieren Anti-Stress-Apps?

von Lea Schäfer

Was können digitale Meditationshilfen und Mood-Tracker? Was bringen digitale Ausmalheftchen? Wir starten einen kleinen Versuch und haben uns einige Hilfe-Apps vorgeknöpft. Wir wollen wissen: steckt da wirklich was dahinter – können sie uns das Leben erleichtern, oder verschleudern wir nur Speicherplatz?

Wir haben festgestellt und du wahrscheinlich auch schon, dass der Trend um „die richtige Balance im Leben“ nicht abbricht und einen unüberschaubaren Markt an Ratgebern zur Selbsthilfe hervorbringt. Darunter natürlich auch Apps! Irgendwie ist es schon ein bisschen paradox, denn eigentlich wollen wir in der Freizeit ja weniger auf den Bildschirm gucken und machen „digital Detox“. Der Nachteil am Handy bzw. den Apps ist aber gleichzeitig auch ihr Vorteil: Sie sind einfach zu bekommen und können unseren Alltag bequem den ganzen Tag per Smartphone begleiten. Besonders jetzt vor Weihnachten wünscht sich der ein oder andere ja mal eine kleine Auszeit. Wenn du studierst, dann freust du dich wahrscheinlich schon sehr auf die anstehenden Ferien. Wobei mal ganz ehrlich: die Weihnachtsferien sind mit den ganzen Familientreffen eigentlich zu kurz um richtig runterzukommen, oder nicht? Die Klausuren stehen ja auch schon bald an... also eigentlich der perfekte Zeitpunkt, um sich digitale Hilfe zum Entspannen zu holen.

Eine riesige, schlecht sortierte Buchhandlung
Der erste Schritt an die digitale Selbsthilfe zu gelangen,  ist die Suche im App-Store. Diese kann schon einmal einige Zeit in Anspruch nehmen, denn es ist, als würde man eine schlecht sortierte riesige Buchhandlung betreten. Am besten man setzt sich vorher schon mit dem Thema auseinander, recherchiert ein bisschen oder nimmt sich viel Zeit, um Bewertungen zu lesen.

Aber das kann ja auch Spaß machen – sollte es vielleicht auch, denn sonst verliert man schnell die Motivation. Die Erwartung an „Hilfe auf Knopfdruck“ ist also nur zum Teil richtig, denn man muss wirklich etwas Zeit investieren. In dieser Phase ist es mit Sicherheit von Vorteil, einmal genau aufzuschreiben, was du dir eigentlich von der App erhoffst. So kannst du auch gezielter mit den passenden Keywords suchen.

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Mit den Keywords: Entspannen, Mental Heath, Meditation und relax haben wir unsere Suche eingegrenzt. Viele der Applications sind auf Englisch (auch wenn man sich auf deutsche Keywords beschränkt). Einige wenige können aber mit deutscher Sprache bedient werden. Hier muss natürlich jeder für sich entscheiden, was er oder sie als angenehm empfindet – vor allem wenn es sich um Audio Guides handelt. Außerdem kosten die meisten Apps Geld. Für Headspace bezahlst du im Abo 12 Dollar im Monat. Geld für eine App zu bezahlen, stellt für viele immer noch ein kleines Hindernis dar. Man will ja auch nicht die Katze im Sack kaufen. Da gibt es leider nur zwei Optionen: entweder du hast die Möglichkeit „nur“ die Basic-Version zu nutzen oder du beißt in den sauren Apfel.

Das Angebot: Von A wie Ausmalen bis Z wie Zazen

  1. Am einfachsten: Relaxing Music
    Apps mit Entspannungsmusik haben wahrscheinlich die meisten schon mal auf ihrem Handy gehabt. Sie sind oft kostenlos und man kann ohne Probleme einfach auf Play drücken, wenn man Lust hat auf Regen im Dschungel oder Vögel im Frühling. Es gibt auch das „Relax-Radio“. Diese App hat verschiedene amerikanische Radiosender zur Auswahl, die sich ganz dem Thema Relaxation widmen.
  2. Die digitalen Therapeuten
    Apps wie „Moodpath“ oderr „Daylio“ funktionieren eigentlich wie digitale Tagebücher, nur in der erweiterten Version. Sie begleiten deinen Alltag und regen dich dazu an, deine Stimmungen und Gefühle zu reflektieren, um dein mentales Wohlbefinden zu verbessern, ähnlich wie bei einer Therapiesitzung. Bei Moodpath sollst du außerdem etwas über „die Psychologie hinter deiner Stimmung“ erfahren. Die Apps wurden teilweise mit Psychotherapeuten entwickelt, obwohl das natürlich keine Face-to-face Therapie ersetzt. Es kann aber eine spannende Ergänzung sein und dir auch sehr visuell darstellen, wie deine aktuelle mentale Situation so aussieht. Warnungen vor Burnout und Co. inklusive
  3. Meditationshilfen
    Was Meditation angeht gibt es ungefähr auch alles – von besonderen Programmen wie „Zazen Meditation“, zu allgemeineren Einführungen für Einsteiger. Eine der populärsten sind „Headspace“, oder „Balloon“, das deutsche Äquivalent. Beide Apps funktionieren als Audio-Guides im Kurssystem – angefangen mit den Basic-Kursen für Einsteiger. Die sind auch bei beiden kostenlos. Je nach persönlichen Vorlieben, kann man Push-Benachrichtigungen einstellen mit denen die App einen daran erinnert, sich Zeit für sich zu nehmen und eine Kurseinheit anzugehen.
  4. Spielend entspannen
    Wem Audio Guides und Stimmungstests zu langweilig sind, der kommt im Gaming- Bereich vielleicht auf seine Kosten. Eine sehr schön designte und ausgezeichnete App ist „Lake“. Diese App imitiert nichts anderes als ein Ausmalbuch und man hat pro Tag eine kostenlose Illustration zum Ausmalen. Vor allem für Tablet-User eine schöne Spielerei. Wem das immer noch zu einseitig ist, der findet vielleicht gefallen an etwas trashigen Spielen wie „Zen Koi“. Zu entspannender Musik und Unterwasseranimationen, folgst du deinem Koi beim Aufstieg zu einem Drachen.
  5. All in ONE - Die Gesamtpakete
    Wer alle Applikationen verknüpfen will, für den sind Motivationsapps wie „Fabulous – Motivierend“ gemacht. Diese App verbindet Sport mit Abnehmen, Atmen und Meditation. Der Fokus liegt darauf, die eigenen „Habits“ zu optimieren. Ob das nicht vielleicht mehr stresst als entspannt, sei mal dahin gestellt.

Theoretisch sollte es also für jedes Bedürfnis eine digitale Lösung geben. Ob das Ganze funktioniert? Wir werden sehen. Wir wünschen dir jetzt schon mal viel Spaß beim Ausprobieren und eine entspannte Zeit. Wir sind entschlossen uns über die Weihnachtsferien mal mit „Headspace“ und „Ballon“ auseinandersetzen. Das Ergebnis erfährst du dann im neuen Jahr. Ohhm!

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