Sackgasse im Gehirn

Wie uns Kreativität im Alltag helfen kann

von Kim Voggel

Was bedeutet es eigentlich kreativ zu sein und wie kann ich meine eigene Kreativität fördern? Wieso sollte ich überhaupt kreativ sein und wie kann mir das im Alltag oder im Studium helfen? Diese Fragen beantworten wir dir den gesamten August über, zu unserem Fokusthema Kreativität – finde innovative Lösungen.

Wenn wir das Wort Kreativität hören, denken viele zuerst an Künstler oder Musiker, doch jeder kann etwas neues kreieren. Kreativität vereinfacht nämlich nicht nur den Alltag, sondern gestaltet ihn auch viel interessanter. Wichtig ist dabei, sich nicht einfach einen Zeitpunkt auszuwählen und zu sagen „Jetzt bin ich kreativ“, sondern Kreativität in den Alltag einzubauen.

Warum solltest du überhaupt deine eigene Kreativität wieder entdecken?

Kreativität hilft uns, Lösungen für Probleme zu finden. Oft kommen wir mit einer bestimmten Aufgabe nicht weiter und stecken wie in einer Sackgasse fest. Sich dann aus den normalen Verhaltensmustern zu bewegen, lässt uns wieder kreativer werden und auf neue Gedanken kommen. Es kann beispielsweise helfen zu malen oder zu musizieren, auch Sport regt unsere Durchblutung und unser Gehirn an.

Wie wirst du im Alltag kreativer?

Um kreativer zu werden, solltest du dich von deiner alltäglichen Routine entfernen, dadurch bekommst du ganz neue Perspektiven und kommst vielleicht auf völlig neue Ideen. Dafür reicht es aus, beispielsweise morgens einen anderen Weg ins Büro oder in die Uni zu nehmen, mal ein neues Café auszuprobieren und nicht immer in denselben 3 Restaurants oder Take-Aways sein Mittagessen zu verzehren. Im Sommer lieber im Park lernen als in der Bibliothek. Anstatt sich abends vor den Fernseher zu werfen einfach mal eine Runde joggen zu gehen.

Wer seinen Alltag bereits abwechslungsreich und interessant gestaltet, sollte sich vielleicht überlegen, ein neues Hobby anzufangen, zum Beispiel ein neues Instrument zu erlernen, eine neue Sportart auszuprobieren oder eine neue Sprache zu lernen. Wir bringen Veränderung in unser Leben, lernen neue Leute kennen. Wir verlassen somit unsere Komfortzone und beugen Eintönigkeit vor.   

Communication is key

Du bist bestimmt schon einmal erfüllt und mit neuen Ideen aus einer Diskussionsrunde gekommen und hattest plötzlich ganz neue Perspektiven? Der Austausch mit anderen macht uns offener für andere Sichtweise, mit denen wir unsere Gedanken bereichern können. Es wurde wissenschaftlich bewiesen, dass man im Team kreativer ist. Dabei inspiriert man sich gegenseitig, was die Denkleistung enorm steigert und manchmal zu überraschenden Ergebnissen führt.

Think `outside-the-box´

Gerade heute ist Kreativität im Berufsleben gefragter denn je, Fachwissen reicht in vielen Branchen nicht mehr aus, Querdenker mit alternativen oder ungewöhnlichen Lösungswegen sind gefragt. Um kreativ zu sein, kann es helfen, ´Outside the box´ zu denken. Dies bedeutet, Annahmen zu hinterfragen und aus einer neuen Perspektive heraus ein Problem anzugehen.

  1. Damit du außerhalb der Box denken kannst, musst du zuerst wissen, was die Box ist, sozusagen den Status quo definieren. Dies ist der Ausgangspunkt jedes Projektes / jeder Problemlösung.  Diese Box kann aus zahlreichen Rechercheergebnissen und anderen Daten und Fakten, die mit dem Projekt im Zusammenhang stehen könnten, bestehen.
  2. Herausforderungen und bestimmte Hürden im zweiten Schritt deutlich formulieren
  3. Erst wenn der Ausgangspunkt deutlich ist, können Lösungswege `outside-the-box` entwickelt werden
  4. Im letzten Schritt die verschiedenen Lösungswege ausprobieren, um die eine richtige Lösung zu finden

Im Berufsleben oder in der Uni kann es beim Lösen von Problemen oder Aufgaben zum Beispiel hilfreich sein, einfach mal zu brainstormen, das heißt alle Gedanken, die dir einfallen auf ein leeres Blatt zu schreiben, egal wie abwegig sie erscheinen mögen. Strukturiert werden diese dann in einem zweiten Schritt, sie können nun nach Themen (in einer Mindmap) geordnet werden.

Sei spontan!

Der letzte Schritt, um kreativer zu werden, betrifft unsere Einstellung. Nur wer sich spontan auf neue Vorschläge einlassen und flexibel auf fremde Situationen reagieren kann, dem ist es möglich, sein kreatives Potenzial auszuschöpfen. Statt sich an festen Verhaltensmustern zu orientieren, sollten wir versuchen, offener und relaxter in den Tag zu gehen. Wir müssen die Kunst des Improvisierens lernen, wie John Lennon einmal gesagt hat: „Leben ist das, was passiert, während wir eifrig dabei sind, andere Pläne zu machen.“

Das klingt natürlich gut in der Theorie, doch in der Praxis ist wichtig zu wissen, dass Kreativität keinen Raum für Perfektionismus und Verbissenheit bietet. Unsicherheiten und Widersprüche gehören dazu, denn Angst und Bedenken hindern kreatives Denken. Wir sollten offen für die Meinungen und Ratschläge anderer sein, denn nur so sind wir dazu fähig unser gesamtes Potenzial zu nutzen – ganz nach dem Motto: „Failure is my muse!“

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