So bin ich eben! - Meine persönliche Gebrauchsanweisung

Wer hätte sie nicht gerne, die Gebrauchsanweisung für sich und seine Mitmenschen? Denn nicht nur privater, auch beruflicher Erfolg hängt entscheidend davon ab, wie gut man sich selbst versteht und mit anderen zurechtkommt. In seinem Webinar am 27. Januar um 18 Uhr wird sich Reimo Schaupp mit genau diesen Fragestellungen auseinandersetzen: Warum stimmt manchmal die Chemie einfach nicht? Welche Menschentypen gibt es eigentlich? Wie erkenne ich mein Gegenüber? Und wie nutze ich die neuen Erkenntnisse für mein eigenes Leben? Erfahrungen auf diesem Gebiet hat Reimo Schaupp bereits reichlich gesammelt: Er ist nicht nur als Kommunikationstrainer und Berater für Unternehmensentwicklung tätig, sondern arbeitet auch im Team von Stefanie Stahl – der Erfolgsautorin des Bestsellers „Das Kind in dir muss Heimat finden“. Im Interview hat er uns vorab Rede und Antwort gestanden.

Herr Schaupp, warum brauche ich eine Gebrauchsanweisung für mich selbst? Die meisten Menschen würden doch bestimmt behaupten, dass sie sich selbst am besten kennen.

Wir erleben tagtäglich, dass Menschen verschieden sind. Und wir wissen auch, dass sie entsprechend verschieden handeln, denken und fühlen. Und obwohl diese Unterschiedlichkeit der Menschen eine der größten Selbstverständlichkeiten ist – was wissen wir wirklich über uns und diese Unterschiede? Was macht mich aus? Warum bin ich so, wie ich bin? Warum handle, fühle und denke ich so und nicht anders? Bin ich eher normal oder doch etwas ‚daneben‘? Sind meine Eltern und mein Umfeld verantwortlich dafür, wie ich bin, oder bin ich so auf die Welt gekommen? Was wäre aus mir geworden, wenn es andere Umstände gegeben hätte? Warum fühle ich mich von manchen Menschen angezogen, während bei anderen die Chemie überhaupt nicht stimmt? Diese und ähnliche Fragen stellt sich fast jeder. Es ist schließlich ganz normal, dass wir uns vieler Muster, die einen Teil unserer Persönlichkeit ausmachen und steuern, selbst gar nicht bewusst sind. Vielmehr läuft das meiste automatisch, also unbewusst ab - zumal es uns, weil so vertraut, auch so selbstverständlich erscheint. Und mit einem Augenzwinkern sei gesagt, man müsste entweder sehr naiv oder etwas überheblich sein, wenn man von sich behaupten wollte, man wüsste genau über sich Bescheid.

„So bin ich eben“ – wie kann man diesen Ansatz verstehen? Es klingt ein bisschen nach „ich muss mich nicht verändern, wer mich nicht mag, soll es eben bleiben lassen“. Ist es nicht gerade wichtig, dass wir an uns arbeiten und uns weiterentwickeln – auch zum Wohle unserer zwischenmenschlichen Beziehungen?

Dazu fällt mir direkt ein Zitat von René Borbonus ein: „Wer noch grün ist, kann wachsen, wer sich schon reif wähnt, fängt schon an zu faulen“. An sich zu arbeiten und sich weiterzuentwickeln, den Status Quo ständig in Frage zu stellen, seine Handlungen, Gedanken und Gefühle zu hinterfragen und neue Dinge auszuprobieren, um zu wachsen, sind also absolut wichtige Faktoren – speziell auch zum Wohle unserer zwischenmenschlichen Beziehungen. Neben unsere individuellen Lebenserfahrungen und Erziehungseinflüssen, die unser Wesen prägen, haben wir auch alle eine genetische Ausstattung mitbekommen, die einen wesentlichen Einfluss auf unsere Persönlichkeit nimmt. Die psychologische und neuropsychologische Wissenschaft hat herausgefunden, dass es gewisse Persönlichkeitsmerkmale gibt, die jeder Mensch aufweist. Sie sind angeboren. Es ist die individuelle Ausprägung dieser Merkmale, die – unter anderem – unsere Individualität ausmacht. Von diesen Persönlichkeitsmerkmalen und ihren Ausprägungen sprechen wir dann in dem Kontext, wenn wir sagen „So bin ich eben!“.

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Welche Konsequenzen hat es, wenn man „an sich selbst vorbei lebt“?

Wir kommen mit bestimmten Veranlagungen auf die Welt, die durch Umwelteinflüsse geformt, gefördert oder auch verformt werden - je nachdem, welche Erfahrungen wir als Kind und Erwachsener machen. In der Typenlehre wird von vier psychologischen Dimensionen ausgegangen, die unsere Persönlichkeit, unseren Wesenskern bestimmen. Unter einer psychologischen Dimension versteht man, dass es zwei theoretische Endpunkte und dazwischen viele Abstufungen gibt.
Die meisten Menschen neigen auf jeder Dimension eher zu der einen oder anderen Ausprägung, die Intensität der Ausprägung ist individuell verschieden. Wir benutzen immer beide Ausprägungen, jedoch weisen die allermeisten Menschen eine Neigung auf, der einen oder anderen Ausprägung unbewusst den Vorzug zu geben. Das kann man mit der Händigkeit vergleichen: Die meisten Menschen bevorzugen entweder die rechte oder linke Hand, jedoch wird auch die andere benutzt, sie ist nur die weniger geübte. Wir können uns nun ganz gut vorstellen was passiert, wenn wir ständig versuchen gegen unsere innere Neigung anzukämpfen. Es ist zwar auch möglich, nur sind wir darin weniger geübt, es kostet uns mehr Energie und wir werden nicht die Chance haben, unser volles Potential auszuschöpfen.

Welche Dimensionen die Typenlehre beschreibt, wie diese sich bei dir ausprägen und welche Neigungen du von Geburt an hast, schauen wir uns im Webinar im Detail an. Mit einem Live-Test finden wir für jeden Teilnehmer heraus, welche Dimensionen ihn beschreiben.

Warum passiert es immer wieder, dass wir mit bestimmten Menschen in unserem Umfeld aneinandergeraten? Oft sind es ja immer die gleichen Typen, mit denen wir nicht zurechtkommen.

Da können viele Faktoren eine Rolle spielen, aber durchaus möglich ist, dass hier Menschen mit stark unterschiedlichen Dimensionen aufeinandertreffen. Denn die Eigenschaften, Verhaltensmuster und Denkweisen, die uns von anderen unterscheiden, sind jene, die Akzeptanz, Toleranz und Verständnis erfordern. Die Persönlichkeitsmuster, die Menschen voneinander unterscheiden und somit auch voneinander trennen, sind jene, die Brücken der Kommunikation brauchen, um Verständnis und somit Verbindung zu schaffen. Tatsächlich ist es auch so, dass Typen mit sehr unterschiedlichen Profilen selten miteinander Freundschaft schließen. Freunde sucht man sich meistens nach Gemeinsamkeiten und Ähnlichkeiten aus.

„Der erste Eindruck zählt“ – gerade für Berufseinsteiger ist es wichtig, gut in einem neuen Team anzukommen. Was kann ich tun, damit ich von Anfang an angenommen und respektiert werde?

Wenn Menschen mit sehr unterschiedlichen Profilen unfreiwillig (zum Beispiel am Arbeitsplatz) miteinander zu tun haben, ist sehr viel Toleranz und Verständnis für die Andersartigkeit des Gegenübers erforderlich. Hierin liegt ein besonderer Verdienst der Typenlehre: Sie kann genau jene Brücken bauen, die notwendig sind, um zwischen zwei Menschen Verständnis zu schaffen, die eigentlich sehr verschieden sind. Wichtig ist zu verstehen, dass wir – vor allem in einem gut funktionierenden Unternehmen – ganz unterschiedliche Typen mit verschiedenen Präferenzen und Fähigkeiten benötigen, auch wenn jeder Typ eindeutige Stärken und entsprechende Schwächen aufweist. Jeder Typ hat seine ganz eigenen Talente und Vorzüge. Die Typenlehre hilft dabei, die eigenen Stärken und die der Mitmenschen mehr wertzuschätzen und eigene Schwächen und jene der Mitmenschen mit mehr Wohlwollen zu begegnen. Wir wissen auch ganz genau „So bin ich eben!“ und auch „So bin ich eben nicht!“, wir haben damit die Chance uns im ersten Eindruck authentisch zu zeigen und uns nicht verstellen zu müssen.

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