Studentisches Wohnen: Hotel Mama bleibt Notlösung

Die Meldung, dass mehr als 11.200 junge Leute in München ein Zimmer suchen, mag zu Wiesn- Zeiten nicht ungewöhnlich sein – wenn es sich dabei auch um Besucher des Oktoberfestes handeln würde. Tatsächlich sind jedoch Studenten gemeint, die zu Tausenden auf den Wartelisten von Wohnheimen stehen. Die Wohnungsnot in deutschen Hochschulstädten ist schon lange akut, gerade zu Semesterbeginn wird die Brisanz des Themas aber erneut deutlich.

Besonders katastrophal sieht es in den deutschen Großstädten aus: München führt den negativen Spitzentrend an, aber auch in Berlin mussten Studenten 2018 im Schnitt ein bis drei Semester auf einen Platz im Studentenwohnheim warten (Quelle: Welt.de ). Geschichten von Wohnwagen auf dem Campus, Übergangsunterkünften in Kasernen und Feldbetten in Turnhallen machen die Runde – traurig aber wahr. Und auch in kleineren, jedoch beliebten Unistädten wie Potsdam, Münster oder Gießen ist die Lage teilweise dramatisch.

Bafög-Satz kann Mietkosten nicht decken

Ein Grund für den fehlenden Wohnraum ist die stetig steigende Zahl an jungen Menschen, die sich für ein Studium entscheiden – mit 2,8 Millionen fast doppelt so viele wie vor 10 Jahren (Quelle: Zeit.de). Außerdem hat die Politik zu spät reagiert und es versäumt, rechtzeitig in den Bau neuer Unterkünfte und Wohnheime zu investieren. Entscheidend ist jedoch auch die finanzielle Situation der heutigen Studentengeneration: Rund 250 Euro sind im aktuellen Bafög-Satz für Mietkosten eingerechnet. Für ein WG-Zimmer werden aber im Schnitt rund 400 Euro fällig (Quelle: Deutschlandfunk). In Großstädten wie München können es locker bis zu 1.000 Euro für ein 1-Zimmer-Appartement sein (Quelle: Welt.de).

CampusBarometer: Studentisches Wohnen im Fokus

Zu hohe Mieten, zu wenig Geld, zu knapper Wohnraum – diese Kernprobleme werden auch von den Ergebnissen des CampusBarometers bestätigt, der großen Online-Befragung der Deutschen Bildung AG, die mit über 6.900 Teilnehmern ein repräsentatives Meinungsbild der deutschen Studenten zeichnet. Im Fokus stehen Fragen rund um Studienzufriedenheit, Studienfinanzierung, Auslandserfahrungen, ehrenamtliches Engagement sowie Studienzufriedenheit und persönliche Zukunftsaussichten. Erstmalig wurde 2018 im „Spezial: Studentisches Wohnen“ beleuchtet, wie Studenten in Deutschland leben. Eine zentrale Aussage: bei einem durchschnittlich vorhandenen Studienbudget von 754 Euro fehlen rund 262 Euro, um Mieten und sonstige Ausgaben bezahlen zu können.

Mietkosten abhängig von Wohnsituation

Wie knapp Studenten bei Kasse sind, hängt auch davon ab, ob sie alleine wohnen oder sich die Wohnung mit ihrem Partner oder WG-Mitbewohnern teilen. Mit durchschnittlich 495 Euro Miete am teuersten unterwegs sind die Umfrageteilnehmer, die mit Freund oder Freundin zusammengezogen sind – dicht gefolgt von alleine lebenden Studenten, bei denen die Wohnkosten mit rund 405 Euro zu Buche schlagen. Am vermeintlich günstigsten sind Wohnheime, einen Platz für im Schnitt 291 Euro ergattern jedoch nur rund 12 Prozent der Befragten. Doch was tun, um hohe Mieten zu umgehen?

Hotel Mama bleibt Notlösung

Ein Trend der sich seit Jahren immer stärker abzeichnet, ist die Rückkehr ins „Hotel Mama“. Laut Campusbarometer leben 17 Prozent aller Studenten – also rund jeder sechste – noch bei den Eltern. Der Hauptgrund ist hier wieder einmal das Geld und das spiegelt sich auch in der allgemeinen Zufriedenheit wieder: Studenten, die noch (oder wieder) bei ihren Eltern wohnen, sind deutlich unglücklicher mit ihrer Wohnsituation als Bewohner von Wohngemeinschaften oder Studentenwohnheimen. Am höchsten ist die Zufriedenheit bei Studenten, die zusammen mit ihrem Partner oder alleine leben: 75 beziehungsweise 72 Prozent sind (sehr) zufrieden mit ihrer Wohnsituation. Kein Wunder- die erst eigene Wohnung war für Generationen von angehenden Akademikern der große Schritt in Richtung Unabhängigkeit. Ein Schritt, der für immer mehr junge Leute vorerst unerreichbar bleibt.

Studenten müssen selbst aktiv werden

Doch was tun? Zwar versprechen Bund und Länder seit Langem neue Investitionen in den Bau von Studentenwohnungen – passiert ist bislang nicht viel. Und auch die Anhebung des Bafög-Satzes geht nur schleppend voran (Quelle: Welt.de). Vielen Studenten bleibt nichts anderes übrig, als selbst aktiv zu werden und das Konto aufzupolstern. Wer dabei nicht auf den klassischen Studijob zurückgreifen und sich voll auf das Studium konzentrieren möchte, hat die Wahl zwischen verschiedenen Anbietern. Einen ersten Überblick verschaffen kann unser Webinar „Du bist jung und brauchst das Geld? Wie du dir dein Studium finanzieren kannst“. Nächster Termin ist am 28. Oktober um 18 Uhr. Hier geht’s zur Anmeldung.

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