„Wagt den Schritt ins Ausland!“

Mariam Fall hat sich den Traum vom Auslandssemester in den USA verwirklicht

von Isabelle Mittermeier

Vom beschaulichen Eichstätt in Bayern nach Washington D.C. an die American University: Diesen Traum hat sich die 28-Jährige vor zwei Jahren verwirklicht. Bis heute profitiert sie von den Erlebnissen ihres Auslandssemesters und von den Kontakten, die sie damals knüpfen konnte.

Mariam, du stehst kurz vor deinem Masterabschluss in Journalismus mit dem Schwerpunkt Innovation und Management. Das heißt du wirst demnächst Journalistin oder Pressesprecherin?

Mein Berufswunsch Journalistin zu werden, ist ein Kindheitstraum. Ich überlege noch, ob ich nach meinem Abschluss wirklich in die Richtung gehen möchte, aber es macht mir viel Spaß, komplizierte Infos einfach zu erklären und Interviews zu führen. Andererseits stehe ich nicht so gerne im Mittelpunkt, deswegen wird es vielleicht doch eher die PR.

Das Thema deiner Masterarbeit ist sehr nah an aktuellen Fragen, die den Journalismus bewegen. Um was geht es?

Ich schreibe über die Berichterstattung zu den Ausschreitungen in Chemnitz 2018 und gehe der Frage nach, welche fake news dabei verbreitet wurden.

Wie hat dein Auslandsaufenthalt in den USA dein Thema der Masterarbeit beeinflusst?

In den USA war das Phänomen der fake news bereits bekannt, in Deutschland war es 2018 neu. Bei den Ausschreitungen in Chemnitz war es das erste Mal, dass in Deutschland so viele Falschinformationen verbreitet wurden. Ich dachte mir, dass meine Kontakte aus den USA und meine Erfahrungen dort ein guter Ansatz für meine Masterarbeit sind.

Wie hast du das Semester in Washington D.C. erlebt?

Das Unileben dort an der American University hat mich beeindruckt, dadurch dass sich alles auf einem Campus befindet, ist das Studentenleben viel intensiver. Es wurde zum Beispiel auf dem Unigelände gegrillt. Non-Profit-Organisationen stellen sich vor, viele Gruppen, für die man sich ehrenamtlich engagieren kann.

Gab es auch negative Unterschiede im Vergleich zum Studium in Deutschland?

Persönlich habe ich es nicht mitbekommen, aber Rassismus ist an amerikanischen Unis ein großes Problem. Es gibt dort rechtsextremistische Randgruppen. Um etwas dagegen zu tun, laden die Unis aber auch oft Menschenrechtler ein, die dann vor den Studenten sprechen. Schockiert hat mich, dass die Vergewaltigungsrate an dem Campus sehr hoch ist. Es gibt eine Campuspolizei und eine Sicherheitsnummer, die man anrufen kann, wenn man sich bedroht fühlt.

Was hast du persönlich aus der Zeit in den USA mitgenommen?

Mein Ziel in den USA war es, Kontakte zu knüpfen und das hat auch gut funktioniert. In Washington war es viel leichter mit Menschen in Kontakt zu kommen, als hier in Deutschland. Ich halte bis heute die Verbindung zu einigen Chefredakteuren, die ich damals kennengelernt habe. Ein Highlight war, dass mich eine Redakteurin der Daily Show zur Sendung eingeladen hatte. Neben der Zeit an der Uni habe ich auch ein Praktikum beim öffentlich-rechtlichen Sender PBS das gemacht. Ich habe bei der Sendung „To the Country“ mitgearbeitet und zu Frauenthemen, einflussreichen Frauen und Randgruppenthemen recherchiert.

Wie konntest du das Auslandssemester finanzieren?

Die Finanzierung meines Auslandssemester war etwas schwierig, weil die Studiengebühren in den USA so teuer sind. Normalerweise kostet ein Semester 30.000 Dollar, ich musste dank eines Rabatts 20.000 Dollar bezahlen. Die Studienfinanzierung der Deutschen Bildung hat mir dabei geholfen, zusätzlich habe ich Auslands-BAföG erhalten und nebenbei gearbeitet.

Würdest du anderen zu einem Auslandssemester raten?

Für mich hat sich der Auslandsaufenthalt und die damit verbundenen Kosten gelohnt. Ich kann jedem nur empfehlen, den Schritt ins Ausland zu machen. Man hat als Student die Möglichkeit, ein Auslandssemester zu machen, das Campusleben zu erleben. An alle, die zweifeln, ob sie ein Studium aufnehmen sollen: Es hat so viele Vorteile, man lernt so viel dazu, die Möglichkeiten für einen selbst sind viel breiter, man hat die gute Mischung zwischen arbeiten, lernen und leben. Wenn man eine Ausbildung macht, ist man viel schneller in der Routine gefangen. 

Du möchtest auch in den USA studieren? Dann informiere dich hier: Studium in den USA

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