Wie viel darf man als Student verdienen

Ab wann der Student zum Steuerzahler wird.

von Stefanie Müller

Für die meisten Studenten geht es nicht ohne Job. Ob hübsch über das Jahr verteilt oder geballt in den Semesterferien: Fast zwei Drittel der deutschen Studenten gehen arbeiten, um damit einen Teil ihrer Studienfinanzierung zu sichern. Sie kellnern in der Gastronomie, wandeln in Promo-Kostümen über Volksfeste oder stehen am Fließband, helfen als Hiwi ihrem Prof oder machen erste Berufserfahrungen als studentische Aushilfe in einem Unternehmen.

Bis zu 70 Tage im Jahr steuerfrei jobben

Beiträge in die Kranken-, Pflege-, Arbeitslosen- und Rentenversicherung werden deshalb nicht unbedingt fällig: Bis zu 70 Tage im Jahr darf ein Student einem Nebenjob nachgehen, ohne einkommenssteuerpflichtig zu sein. Dabei ist es unerheblich, ob der Student über das Jahr verteilt oder geballt in den Semesterferien jobbt. Vorsicht: Mehrere Jobs werden zusammengerechnet.

450 Euro pro Monat im Rahmen eines steuerfreien Mini-Jobs

Wer mehr ranklotzen will oder dazuverdienen muss, kann das auf Mini-Job-Basis machen. Dabei dürfen nicht mehr als 450 Euro pro Monat verdient werden. Sinnvoll ist das, wenn Studenten längerfristig bei einem Arbeitgeber anheuern. Für kurzfristige Beschäftigungsverhältnisse ist eine pauschale Lohnbesteuerung mit einem Steuersatz von 25 Prozent möglich. Der Arbeitgeber braucht dazu die Steuer-Identifikations-Nummer, die Studenten kostenfrei beim Bundeszentralamt für Steuern einfordern können.  Bei mehr als 8354 Euro pro Jahr steht eine Steuererklärung an. In der Regeln müssen Studenten keine Steuern zahlen, wenn sie unter dem Grundfreibetrag von 8354 Euro pro Jahr bleiben. Liegen sie darüber, können sie sich die zu viel gezahlten Steuern per Steuererklärung zurückholen. Gar keine schlechte Übung für die Zukunft.

Achtung: Obergrenzen wegen Krankenkasse und Bafög

Egal, wie Studenten angestellt sind: Sie müssen sich gesetzlich oder privat krankenversichern. Bis zum Alter von 25 sind Studenten familienversichert, aber nur dann, wenn sie höchstens 405 bzw. im Rahmen eines Mini-Jobs 450 Euro pro Monat verdienen. 

Bis 25 haben Studenten außerdem Anspruch auf Kindergeld, unabhängig davon, wie viel sie verdienen. Jedenfalls dann, wenn sie im Erststudium sind. Im Master-Studium dürfen Studenten höchstens 20 Stunden pro Woche arbeiten, sonst kann das Kindergeld gekürzt werden. Auch mit Bafög können Nebenjobs nicht unbegrenzt kombiniert werden. Damit das Bafög ungekürzt fließen kann, darf der Student nicht mehr als 4888,20 brutto Euro pro Jahr, also rund 400 Euro pro Monat dazuverdienen.

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Kommentare

Jason
22.07.2016 | 19:30

Sehr geehrte Dame, sehr geehrter Herr,

ich habe eine Frage zu der Stundenanzahl die man als Bachelorstudent studieren darf. Gibt es eine Grenze die man einhalten muss um noch als Student zu gelten?

Was passiert wenn ich mehr als 20Stunden pro Woche arbeite?

Ich bin als Student eingeschrieben, arbeite aber mehr als 20Stunden die Woche (und verdiene mit beiden Jobs mehr als 450euro im Monat). Darum bin aus der Familienversicherung ausgetreten. Meine Frage deshalb, kommen Probleme auf mich zu weil ich zu viel arbeite?

Vielen Dank

Gustav Sucher
29.10.2018 | 12:43

Hallo, wenn man als Student nur einen Minijob hat, dann ist alles gut. Wenn man über die 450 Euro kommt muss man auch Sozialversicherung zahlen. So habe ich das immer bisher verstanden. Ich werde es wohl kaum schaffen noch vor 25 ein Studium anzufangen. Vielen Dank für den super Blog!

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