Work Hacks: Neu im Team – wie kannst du mit Konflikten umgehen?

So gelingt dir der Einstieg

von Lea Schäfer

Der Start in den Job ist immer aufregend. Als neues Mitglied eines Teams muss man die Dynamiken erst kennenlernen, weiß über kleinere und größere Konflikte noch nicht Bescheid. Wie du dich dabei als Neue/r am besten schlägst und wie bestehende Teams es den Neuen erleichtern können, das erfährst du hier.

Mit unserem Business-Knigge 2.0 haben wir dir ja schon einen kleinen Ratgeber für den Job Einstieg an die Hand gegeben, um Fettnäpfchen zu vermeiden und die Aufregung ein bisschen zu lindern. Aber auch wenn du dich perfekt angezogen, alle Grußformeln gelernt und deine Telefonstimme geölt hast: Auf Konflikte in deinem neuen Team kannst du dich weniger gut vorbereiten.

Mögliche Konflikte einplanen

Auch wenn du dich nicht gezielt vorbereiten kannst, kannst du davon ausgehen, dass Konflikte bestehen. Das hat auch nichts mit Schwäche zu tun – wo Menschen zusammen arbeiten, entstehen Reibungspunkte, auch in scheinbar perfekten Teams, egal, ob auf persönlicher oder professioneller Ebene. Es gibt natürlich keine Formel, wie du damit am besten umgehst. Vor allem persönliche Probleme zwischen Personen sind von außen schwierig zu beurteilen.  Sei dir aber bewusst, dass du als neues Teammitglied nichts dafür kannst. Du kannst einzig und alleine zu der Konfliktlösung beitragen.

Lösungen anbieten

Wenn sich Person X und Y streiten: halte dich erst einmal heraus, ergreife nicht Partei, sondern mache dir über einen längeren Zeitraum selbst ein Bild von der Situation. Außer jemand wird offensichtlich unfair oder schlecht behandelt, dann kann dein Eingreifen der betroffenen Person neue Stärke geben.

Alle anderen Konflikte im professionellen Kontext, solltest du so schnell wie möglich verstehen. So kannst du frühzeitig deine Position als Unbeteiligter nutzen, um neue Perspektiven aufzuzeigen. Ein gutes Team sollte den Blick eines Außenstehenden zu schätzen wissen und dich ernst nehmen. Das du noch nicht alles wissen kannst ist klar, trotzdem kannst du aus deinem persönlichen Erfahrungsschatz schöpfen.

Wenn du bei einem Thema merkst, dass dort vielleicht ein Konflikt im Hintergrund abläuft, versuche dich vorsichtig den beteiligten Personen anzunähern. Meist hat man als Neue/r auch eine oder zwei Bezugspersonen. Hier solltest du keine Scheu haben, sondern fragen, wenn du merkst, dass Ungereimtheiten bestehen und du genauere Informationen brauchst, um dich konkret auf die Arbeit vorzubereiten. Um neue Lösungsvorschläge anzubieten musst du über die bestehenden Ansätze natürlich Bescheid wissen.  

Was dein Team tun kann

Eine gute Kommunikationskultur vorantreiben, sich gegenseitig wertschätzen und konstruktives Feedback fördern! Ohne diese Werte wird es für jedes Team schwierig, gute Arbeit zu leisten, ohne dass Personen auf der Strecke bleiben und steile Hierarchien weiter ausgeprägt werden. Hier kommt es natürlich auch auf die Größe und Kultur des Unternehmens an. Kommunikation in einem international agierenden Unternehmen funktioniert anders, als in einem Start-up. Die Dynamiken deines Teams wirst du schnell erfahren.

Tipps für eine gute Zusammenarbeit:

Feedback-Karten: Die Feedback-Karte ist eine physische Karte, die zu vorab bestimmten Zeitpunkten an eine Person gerichtet wird. Im Optimalfall erhält jeder ein Feedback und schreibt eines. Danach wird ein gemeinsamer Termin organisiert und das Feedback besprochen. Das kann auch in einem informellen Rahmen, wie zum Beispiel bei einem Mittagessen, stattfinden. Die Regeln für den Feedback-Geber werden vorher gemeinsam im Team besprochen. Die Karten können helfen, eine eingefahrene Kommunikationskultur wieder aufzuwecken, hilft sich zu Kritikfähigkeit zu überwinden und auch konstruktive Kritik zu formulieren. 

Biography Sharing: Wir halten gerne Privates und Berufliches getrennt – dabei gelingt es uns leichter Verbindungen zu knüpfen, wenn wir uns verwundbar zeigen und nicht versuchen ein perfektes Bild abzugeben. Eine Möglichkeit deine neuen Kolleginnen und Kollegen besser kennenzulernen und Vertrautheit zu schaffen ist das Biography Sharing. Das ist ein Format, bei dem man sich im Team die jeweilige Biografie in Ultrakurzform erzählt. Hierzu werden klare Fragestellungen ausformuliert, wie zum Beispiel: 

  1. Woher komme ich? (geografisch, zeitlich, kulturell, familiär, …)  

  2. Was hat mich geprägt? (Orte, Persönlichkeiten, Geschichte, Ereignisse, …)

  3. Woran bin ich gescheitert?

  4. Worauf bin ich stolz?

  5. Was solltest du über mich wissen, um gut mit mir zusammenzuarbeiten?

Diese Fragen werden dann gegenseitig präsentiert. Das kann in einem kleineren oder größeren Rahmen stattfinden. Jeder spricht dabei ca. 15-20 Minuten. Natürlich musst du hier nicht deine innersten Konflikte ausbreiten – vielmehr geht es darum deine Persönlichkeit den anderen näher zu bringen und Verständnis zu schaffen.

Wenn dein neues Team diese Tipps noch nicht kennt, kannst du damit vielleicht neue Anreize schaffen. Und nicht vergessen: die Kennenlernphase ist für jeden eine Herausforderung, versuche ehrlich mit deinen Problem umzugehen und suche das Gespräch mit deinen Kolleginnen und Kollegen. Wenn du noch tiefer in das Thema einsteigen möchtest, empfehlen wir dir unser WissenPlus-Webinar am 27. März: „Wertschätzende Kommunikation – Wie du Konflikte und Streitgespräche vermeidest“.

Der Studienfonds der Deutschen Bildung bietet dir mehr als eine finanzielle Unterstützung für dein Traumstudium. Mit dem Trainingsprogramm WissenPlus machen wir dich jeden Monat in einem anderen Fokusthema stark. Neben inspirierenden Webinaren und Workshops gibt es individuelle Bewerbungsberatungen und Coachings, die du ohne Extrakosten nutzen kannst. Mach dir selbst ein Bild.

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