Studium mit 30 Das ändert sich

Dass es mit 25 ein bisschen bergab geht, vor allem was das Geld angeht, das haben wir dir auf unserem Blog #ChanceStudium bereits erklärt. Trotzdem warst du damals noch Mitte 20 und jetzt? Jetzt bist du 30! Welche todernsten Auswirkungen diese Zahl zukünftig haben wird, erfährst du hier.

Fangen wir gleich beim wichtigsten an, den gesetzliche Veränderungen: Was mit 18 noch super geil war, wurde mit jedem Jahr mieser. Mehr Unabhängigkeit, aber gleichzeitig mehr Verantwortung und Verpflichtungen. Kindergeld bekommst du ja schon lange keines mehr, jetzt kommt eine weitere bittere Umstellung hinzu: du hast das Höchstalter bei der studentischen Krankenversicherung erreicht.

Bye Bye Familienversicherung

Du warst bis 25 vielleicht familienversichert und konntest danach die studentischen Tarife deiner Krankenversicherung in Anspruch nehmen. Der monatliche Betrag liegt dabei meist bei um die 90 Euro – was ja auch schon viel ist, vor allem, wenn man noch keine Festanstellung hat. Mit dem 30. Lebensjahr endet dann die studentische Versicherungspflicht. Danach solltest du dich unbedingt freiwillig in der gesetzlichen Krankenversicherung versichern lassen. Als Arbeitnehmer bist du gesetzlich dazu verpflichtet. Der zu zahlende Beitrag ist dann abhängig von deinem Bruttojahresverdienst und der jeweiligen Krankenkasse.

Tipp: Die studentische Versicherungspflicht kann um weitere 7 Semester verlängert werden und endet spätestens mit dem 37. Lebensjahr. Diese Gründe können geltend gemacht werden:

  • Geburt eines Kindes
  • Pflege von Angehörigen
  • Erwerb der Hochschulzulassung über den zweiten Bildungsweg
  • Nichtzulassung zur gewählten Ausbildung in früheren Auswahlverfahren
  • Mitarbeit in Hochschulgremien
  • Erkrankung von mindestens drei Monaten und Behinderung.

Wie sieht´s aus mit Bafög?

Solltest du bei Beginn deines Bachelor-Studiums bereits 30 sein, dann hast du keinen Anspruch mehr auf Ausbildungsförderung bzw. Bafög. Der Master wird bis zum 35. Lebensjahr gefördert.

Es gibt allerdings ein paar Ausnahmen. Diese gelten:

  • bei Absolventen des zweiten Bildungsweges
  • bei Studierenden, die ohne Hochschulzugangsberechtigung aufgrund ihrer beruflichen Qualifikation eingeschrieben wurden
  • bei Personen in einer weiteren Ausbildung, die für den angestrebten Beruf rechtlich erforderlich ist
  • bei Personen in einer Zusatzausbildung, zu der der Zugang durch die vorherige Ausbildung eröffnet wurde
  • bei Auszubildenden, die aus familiären Gründen an der früheren Aufnahme der Ausbildung gehindert waren
  • bei Auszubildenden, die aufgrund einer einschneidenden Änderung der persönlichen Verhältnisse bedürftig wurden.

Ob deine Situation auf eine der Ausnahmeregelungen passt, muss immer individuell geprüft werden. Warte auf jeden Fall nicht zu lange mit der Entscheidung, ob du noch einmal studieren möchtest. Und falls du Bafög beantragen willst, achte darauf, dass deine Unterlagen vollständig sind und du die Abgabefristen einhältst!

Es zeigt sich, was wir insgeheim natürlich schon wussten: mit 30 noch einmal zu studieren ist nicht ganz einfach und ohne finanzielle Rücklagen unmöglich. Bevor du deine Träume jetzt aber zerplatzen lässt: Bei der Deutschen Bildung ist eine Finanzierung altersunabhängig und du kannst dich jederzeit bewerben! Schau doch mal in unsere FAQ – dort bekommst du Antworten auf die wichtigsten Fragen zu unserer Studienfinanzierung!

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