Coronakrise„Die Spielregeln für die Zukunft werden neu geschrieben“

In seiner „Rede an die Studierenden in Deutschland“ hat Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier Verständnis für die sozial angespannte Lage der Student/innen und Probleme mit der Studienfinanzierung gezeigt. Er betont aber auch, dass die Pandemie eine neue Chance sein kann, die es Nachwuchsakademiker/innen erlaubt, die Zeit danach aktiv mitzugestalten. Seine wichtigsten Punkte haben wir für euch zusammengefasst.

#1 Student/innen trifft die Krise besonders hart
Die Ausbildungszeit ist eine besondere Phase im Leben: Du bist jung und möchtest „die Treppe hinauf stürmen, rein ins Leben“. Stattdessen sitzen viele junge Menschen seit mehr als einem Jahr alleine zuhause, Vorlesungen finden vor allem über Zoom statt: „Sie fühlen sich in Ihren Plänen und in Ihrem Leben ausgebremst“.

#2 Universitäten müssen zukunftsfähiger werden
Die Corona-Krise hat Deutschlands Hochschulen den Spiegel vorgehalten: unzureichende technische Ausrüstung, zu viele starre Regeln, zu wenig Flexibilität. Daraus müssen wir lernen: Unser Land muss mutiger, muss zukunftsfähiger werden – und wie so vieles hier beginnt, so sollte auch dies an den Universitäten beginnen! Gleichzeitig lobt Steinmeier die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hochschulen, denen es trotz aller Hindernisse gelungen ist, den Lehrbetrieb weitgehend aufrechtzuerhalten – „eine riesige Kraftanstrengung“.

#3 Hochschulen müssen zum Regelbetrieb zurückkehren
Universitäten waren schon immer ein Ort der Begegnung, des persönlichen Austauschs und damit entscheidend für die (Weiter-)Entwicklung der demokratischen Gesellschaft. Das digitale Studium darf daher nach Steinmeiers Auffassung nicht zur Normalität werden. „Ein Präsenzstudium […] können auch noch so viele Zoom-Konferenzen niemals ersetzen.“

#4 Ausgefallene Auslandsaufenthalte sollten nachgeholt werden
Auslandsaufenthalte sind eine wichtige Erfahrung – auch für die europäische Idee. Da Corona uns hier momentan einen dicken Strich durch die Rechnung macht, plädiert der Bundespräsident dafür, „dass Sie Ihre Erasmus-Erfahrung ohne akademische oder finanzielle Nachteile nachholen können!“ Wir sind gespannt, wie das aussehen wird.

#5 Studienfinanzierung: Student/innen in finanziellen Notlagen muss unbürokratischer geholfen werden
Viele Student/innen haben aufgrund der Pandemie ihren Job verloren, einige mussten ihr Studium sogar abbrechen. Das erzeugt empfindliche Engpässe in der Studienfinanzierung. Die sozialen und ökonomischen Folgen der Krise treffen besonders die, die es schwer haben, überhaupt zu studieren. Die staatlichen Bemühungen gehen Steinmeier aktuell noch nicht weit genug, er hebt aber hervor, dass die Bundesregierung die Überbrückungshilfen jedenfalls für das Sommersemester 2021 verlängert hat. Aber reicht das?

#6 Mehr Solidarität mit den Jungen!
Steinmeier lobt das Verantwortungsbewusstsein der jungen Menschen gegenüber der Älteren und besonders Gefährdeten. Dies sei in der Öffentlichkeit zu wenig wahrgenommen worden und jetzt „ist es auch an uns, den Älteren, Solidarität mit Ihnen zu zeigen.“ Die Gesellschaft dürfe nicht darüber hinwegsehen, wie die junge Generation aus dieser Jahrhundertkrise hervorgeht.

#7 Nachwuchsakademiker/innen machen „das Unmögliche möglich“
Bei Wissenschaft und Bildung darf nicht gespart werden – das hat die Pandemie mehr als deutlich gemacht. Ohne Wissenschaftler wie Özlem Türeci und ihrem Mann (die Entwickler des Biontech-Impfstoffes) läge das Ende der Krise jetzt nicht in greifbarer Nähe. Auch viele Student/innen haben sich besonders kreativ und erfinderisch gezeigt – indem sie etwa Apps zur Kontaktverfolgung entwickelt oder Masken entworfen haben. Die Corona-Generation ist daher gerade keine „verlorene Generation“ – sie wird in Zukunft vielmehr gerade wegen der Erfahrungen gebraucht, die sie in dieser Zeit gemacht hat.

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