Online-Semester Studie: Hoffnungen und Ängste beim Thema Online-Lehre

Eine Twitter-Nutzerin bringt die Ergebnisse einer Studie des psychologischen Departments der Uni Köln auf den Punkt: “Onlinestudium ist halt echt zum Kotzen. True.” Untersucht wurden die Hoffnungen und Befürchtungen, die Student/innen zu Beginn der Pandemie mit dem Umstieg auf das virtuelle Studium verknüpften.

Unsicherheiten vor dem ersten Lockdown

Im Rahmen der Studie lieferte eine Gruppe aus 584 Studierenden unterschiedlicher Fächer, Universitäten und Studienphasen insgesamt über 3.800 Aussagen zu ihren positiven und negativen Erwartungen an das bevorstehende Online-Semester. Zudem bewerteten sie die persönliche Relevanz jeder genannten Erwartung. Ausgangspunkt der Untersuchung war der erste Lockdown.

Negative Erwartungen überwiegen

Mit rund 58 Prozent blickten die befragten Student/innen dem digitalen Studium eher negativ entgegen. Den negativen Erwartungen wurde außerdem eine höhere persönliche Relevanz zugeschrieben. Genannt wurden unter anderem die Sorge vor einer Verschlechterung der Lehre, die erwartete Abnahme sozialer Interaktion und Kommunikation mit Kommiliton/innen, sowie reduzierte Rückmeldungs- und Unterstützungsangebote. Die Student/innen befürchteten außerdem eine erhöhte Arbeitsbelastung, eine mangelnde Studienmotivation und eine damit verbundene längere Studiendauer.

Bessere Work-Life-Balance möglich?

Zu den genannten positiven Erwartungen zählten eine erhöhte Flexibilität im Zeit- und Arbeitsmanagement, in der Rezeption und Bearbeitung von Kursmaterialien sowie in der Wahl des Lernorts. Diesem Plus an Gestaltungsfreiheit – auch durch die Zeitersparnis zum Beispiel auf dem Weg zur Hochschule – stand bei vielen aber gleichzeitig die Befürchtung gegenüber, dass sich Studienalltag und Privatleben nun deutlich schlechter trennen ließen.

Aktueller Stand: Rückkehr zur Präsenzlehre

Der Ausblick auf das Wintersemester 21/22 gibt Anlass zur Hoffnung: Fast alle Hochschulen haben angekündigt, so viel Präsenzlehre wie möglich stattfinden lassen zu wollen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist die hohe Impfbereitschaft unter deutschen Student/innen, die offenbar deutlich stärker ausfällt als in der Gesamtbevölkerung. In einer Umfrage der Uni Tübingen gaben 74 Prozent der Befragten an, bereits vollständig geimpft zu sein. Weitere 18 Prozent haben bereits eine Impfdosis erhalten. Nur 3,7 Prozent sprachen sich gegen eine Impfung aus. Um den Infektionsschutz auf dem Campus zu gewährleiten, haben die meisten Universitäten weitere Maßnahmen wie beispielsweise häufiges Lüften und die Nutzung möglichst großer Veranstaltungsräume angekündigt.

„Hoffentlich nach drei Semestern wieder richtige Seminar-Diskussionen“

Eine Rückkehr zum richtigen Campusleben ist auch das, was sich unsere Instagram Follower/innen herbeisehnen. In einer kurzen Umfrage auf unserem Kanal #chancestudium wurde mehr Einbindung in die Präsenzlehre gewünscht. Nach drei langen Online-Semestern freut sich ein/e Follower/in außerdem endlich wieder auf richtige Seminardiskussionen. Außerdem wurde die Hoffnung auf einen Wegfall der Maskenpflicht für geimpfte Student/innen genannt.

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