Projektmanagement

DigitalisierungSchöne neue Arbeitswelt: Diese Vokabeln solltest du kennen

Digitalisierung ist das Superschlagwort der neuen Arbeitswelt, deren Teil du schon bist oder wirst. Ein ganzer Rattenschwanz an Phänomenen, die auch das Management und die Zusammenarbeit betreffen, hängt an den digitalen Entwicklungen dran. Von Design Thinking, agilem Projektmanagement oder Big Data hast du bestimmt schon mal gehört. Klingt auch alles relativ cool, aber was steckt eigentlich genau dahinter? Das wissen viele, die sie verwenden, oft selbst nicht so genau. Damit es dir nicht auch so ergeht, lies unser ABC.

Agile Entwicklung
How to become more agile? Hierbei geht es um Methoden, die die Arbeitsweise verändern und verbessern sollen. Ursprünglich kommt dieser Denkansatz aus der Software Entwicklung. Bei einer Konferenz in Utah 2001 unterzeichneten 11 Softwareentwickler ein Manifest, das auf vier grundlegenden Werten basiert:

1. Trotz, oder gerade durch die Digitalisierung: Der Mensch steht im Fokus – Soft- und Hardware kommen erst danach.
2. Es ist wichtiger gute Arbeitssoftware zu haben, als sich an umfassenden Dokumentationen der eigenen Arbeit aufzuhalten.
3. Die alte Floskel “Der Kunde ist König” zählt immer noch. Vertrags- und Kooperationspartner stehen an zweiter Stelle.
4. Flexibel bleiben: Auch der beste Plan wird mit Unvorhersehbarem konfrontiert. Wendungen und Änderungen sind natürlich und sollten daher akzeptiert werden

Dieser Ansatz wurde bis heute immer wieder neu gedacht und weiterentwickelt. Der Fokus liegt aber immer auf Flexibilität, benutzerfreundlicher kreativer Software und dem Sinn für Menschlichkeit.

Agiles Projektmanagement
Ein agiles Team soll im besten Fall flexibel planen, selbstorganisiert arbeiten und multidisziplinär aufgestellt sein. Agil zu arbeiten bedeutet aber auch, sich, das Team und die eigenen Produkte ständig zu reflektieren. Denn nur ein gut funktionierendes Team ermöglicht es, die eigenen Prozesse weiterzuentwickeln und nur die Überprüfung des eigenen Produkts ermöglicht eine effektive Verbesserung. Es gibt sogar extra Agile Coaches, die zur Unterstützung von Projekten engagiert werden können.

Augmented & Virtual Reality
…erweiterte Realität kann theoretisch in allen Bereichen Anwendung finden. Es geht dabei nicht um das vollständige Eintauchen in eine andere virtuelle Realität, sondern um eine computergestützte Erweiterung von Realität/Ergänzung von Informationen. Diese sollen die Nutzer/innen in irgendeiner Form unterstützen. Sogenannte AR-Systeme finden zum Beispiel schon häufiger in der Videospielbranche Anwendung (bspw. Pokémon Go) oder auch in der Forschung: Es gibt Apps, die anhand eines Fotos Pflanzen bestimmen. Ein weiteres Beispiel sind eingeblendete Zusatzinformationen beim Übertragen von Fußballspielen. Abseitslinien oder Torentfernungen bekommen Zuschauer in Echtzeit eingeblendet.

Virtual Reality bedeutet dagegen, komplett in eine computergenerierte Welt einzutauchen. Neben VR-Spielen gibt es auch die Möglichkeit, VR-Systeme in der Bildung und Berufsvorbereitung einzusetzen. Fallschirmspringer können so zum Beispiel realitätsnahe Trockenübungen machen. Museen, darunter das berühmte Senckenberg-Museum in Frankfurt, setzen VR-Brillen ein, um ihre Besucher in die 3D-Welt von T-Rex und Co. zu schicken.

Big Data
Die Digitalisierung, vor allem der machtvolle Aufstieg des Internets, macht Datenspeicherung in großem Stil möglich, um daraus dann Informationen zu ziehen. Big Data beschreibt aber im Gegensatz zu Open Data personenbezogene Daten, die vor allem für die Privatwirtschaft von großem Interesse sind. Zwischen öffentlichen und privaten Daten wird dabei immer weniger differenziert. Neben Handys und Web-Applikationen sammeln auch Autos, Händler mit Bonusprogrammen, medizinische Geräte und weitere Geräte unsere Daten. Zunehmend tauschen die vernetzten Geräte auch untereinander Daten aus.

Cloud (Computing)
Wir sprechen immer nur von DER Cloud, dabei gibt es sehr unterschiedliche Formen dieser Datenwolken/ virtuellen Speicherplätze. Es handelt sich um die Bereitstellung von Computing-Diensten in Form von Servern, Speichern, Datenbanken, Netzwerkkomponenten, Software und anderen intelligenten Funktionen über das Internet (die „Cloud“). Dies bietet Privatpersonen, aber auch Unternehmen einige Vorteile, darunter die Erweiterung von Speicherplatz und mehr Flexibilität, denn auf die Cloud lässt sich von überall aus zugreifen.

Design Thinking
Ähnlich wie Agile ist Design Thinking ein moderner Denkansatz zur Lösung von Problemen in einer digitalen Welt. Das hat nichts mit Design zu tun, aber es geht schon darum, kreativ zu sein. Der Denkansatz stellt die Nutzer/innen und ihre Sicht als Anwender/innen ins Zentrum der Problemlösung. In Form von kleinen Teams, die interdisziplinär aufgestellt sein sollten, werden komplexe Probleme behandelt. Design Thinking kann dabei in jedem Bereich und jeder Branche umgesetzt werden. Am Hasso-Plattner Institut in Potsdam können Studenten bereits seit 10 Jahren diese Art des Denkens kennenlernen und in Projekten anwenden.

Künstliche Intelligenz
Der Begriff ist nicht eindeutig abgrenzbar – aber es geht im Prinzip darum, menschliche Entscheidungsstrukturen zu programmieren, sodass Computer eigenständig Probleme lösen können. Das hört sich immer besonders fancy an – dabei benutzen wir KI-Systeme schon öfters, als wir es uns manchmal vielleicht vorstellen. Sprachassistenzsysteme oder Chatbots sind zum Beispiel Anwendungen, die die meisten kennen und benutzen. Trotzdem stehen sie noch relativ am Anfang. Die Bundesregierung hat erst dieses Jahr im Juli 2018 eine Strategie mit Zielen und Handlungsfeldern für KI-Systeme ausgearbeitet und der Öffentlichkeit vorgestellt.

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