Mieten werden für Student/innen teurer

Wohnungssuche Suchst du noch oder wohnst du schon?

Egal ob du nach dem Corona Lockdown endlich in deine Unistadt zurückkehrst, oder dich als Erstsemester aus den heimischen vier Wänden in die große weite Welt hinauswagst – mit dem brisanten Thema Wohnungssuche wirst du früher oder später Bekanntschaft machen. Vorsicht ist besser als Nachsicht: Und darum erklären wir hier, worauf du achten solltest. 

Suche nach der Nadel im Heuhaufen 

Es ist zum Heulen: Der Wohnungsmarkt ist trotz (oder wegen?) Corona noch einmal deutlich teurer geworden. Das werden auch zum Start des neuen Wintersemesters wieder viele Student/innen spüren. Denn kaum sind die Zusagen für den Studienplatz raus, beginnt die Jagd auf bezahlbare Wohnungen – in deutschen Unistädten ein fast hoffnungsloses Unterfangen. 

In München kostet eine rund 30 Quadratmeter große Studentenbude im Schnitt 724 Euro warm (Quelle: MLP-Studentenwohnreport 2020). Und selbst in vergleichsweise günstigen Städten wie Magdeburg werden an die 300 Euro pro Monat fällig. Das Problem betrifft dabei längst nicht nur Hochschul-Neulinge: Im Zuge der Corona Pandemie sind viele Nachwuchsakademiker/innen aus Geldmangel wieder bei ihren Eltern ausgezogen. Nun, wo endlich auch wieder Präsenzveranstaltungen stattfinden, beginnt die Sucherei von Neuem. 

Der Klassiker: ein Zimmer im Wohnheim 

Früher ein absoluter Selbstläufer, heute nicht mehr selbstverständlich. Wer ein Zimmer im nahegelegenen Wohnheim ergattert, kann sich glücklich schätzen. Die durchschnittliche Bruttowarmmiete beträgt bei den Studentenwerken 256,25 Euro im Monat – ein echter Schnapper im Vergleich zu vielen anderen Wohnformen. An den meisten Standorten stehen außerdem behindertengerechte Wohnplätze sowie speziell eingerichtete Wohnungen für Familien mit Kindern zur Verfügung. Entsprechend groß ist die Nachfrage. 

Wer einen der begehrten Plätze ergattern will, sollte vor allem eines sein: schnell. Sobald die Studienplatzzusage also in den Briefkasten geflattert ist, solltest du dich direkt mit dem Studentenwerk in deiner Hochschulstadt in Verbindung setzen. Die Vergabekriterien sind standortbedingt unterschiedlich. Einige Studentenwerke vergeben die Plätze beispielsweise nach Losverfahren, andere wiederum chronologisch nach Eingang der Bewerbungen. Körperbehinderte oder chronisch kranke Student/innen sowie Studierende in einer außergewöhnlich schwierigen persönlichen Situation werden bevorzugt behandelt. 

Die Wohngemeinschaft: Alleine unter Freunden? 

Ein weiterer All Star auf dem studentischen Wohnungsmarkt: Die Wohngemeinschaft, kurz WG. Die Vorteile liegen auf der Hand: Du wohnst in deinen eigenen vier Wänden, teilst dir viele Kosten mit deinen Mitbewohner/innen und gewinnst so idealerweise noch neue Freunde. Doch wie findet man die Traumwohnung zum Teilen? Das vielleicht bekannteste Portal und Deutschlands selbsterklärte „Nr. 1 für WGs und Wohnungen zur Miete“ ist WG-Gesucht.de. Hier kannst du wählen, ob Du ein WG-Zimmer, eine 1-Zimmer-Wohnung, eine ganze Wohnung zur Miete suchst – oder direkt ein Haus. Außerdem kannst du selbst ein Gesuch aufgeben und durch eine kurze Vorstellung darauf aufmerksam machen, warum du der oder die perfekte Mitbewohner/in bist. 

Auch das Portal immowelt.de ist eine passende Anlaufstelle. Durch die Übernahme der WG-Portale Wohngemeinschaft.de und Dreamflat.de hat die Webseite die Option “WG-Suche” bzw. Wohnen auf Zeit in das eigene Angebot integriert. Immobilienscout24.de und immonet.de funktionieren nahezu identisch. Wer vor allem kurzfristige Lösungen sucht (etwa um die Wartezeit auf den Wohnheimplatz zu überbrücken) wird vielleicht auf HousingAnywhere.com fündig. Hier kannst du direkt das angepeilten Einzugs- und Auszugsdatum mit angeben. Außerdem werden die Mietzahlungen über das Portal verwaltet. 

Old School, aber wirkungsvoll: die Zeitungsannonce 

Du hast schon alles probiert und immer noch kein Glück gehabt? Dann versuche es doch mal mit einem klassischen Gesuch im örtlichen Anzeigenblättchen. Viele Vermieter/innen sind schon etwas älter und stöbern hier gezielt nach Interessent/innen. Der große Vorteil: Bei privat vermieteten Wohnungen hast du stets eine/n persönlichen Ansprechpartner/in und kannst individuell überzeugen. Ebenfalls groß im Kommen: Alternative Wohnformen. So gibt es mittlerweile in vielen Städten sogenannte „Wohnen für Hilfe“-Projekte, die (in der Regel ältere oder körperlich beeinträchtigte) Menschen mit Student/innen zusammenbringen. Für etwas Unterstützung in Haus oder Garten erhältst du ein günstiges Zimmer.  

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