Die Finanzfrage: Knapp bei Kasse - wie kann ich trotzdem nachhaltig leben?

von Sabrina Becker

In unserer neuen Rubrik „Die Finanzfrage“ beantworten wir ab sofort jeden Montag wichtige Fragen rund um’s Thema Geld. Los geht es mit drei Tipps zum nachhaltigen Konsum – trotz Flaute im studentischen Portemonnaie.

 Die „Fridays for Future“-Bewegung wurde von Schülern und Studenten initiiert und ruft Menschen weltweit zu mehr Nachhaltigkeit und Nachsicht im Umgang mit unserem Planeten auf. Dabei geht es nicht nur um große Ziele wie die Durchsetzung einer Energie- und Verkehrswende. Vielmehr ist jeder von uns gefragt, seinen ökologischen Fußabdruck zu verkleinern. Kein Problem – wenn man die nötigen finanziellen Mittel hat? Schließlich sind Einkäufe im Bio-Markt teuer und welcher Student war nicht schon bei H&M shoppen, um im Sale noch schnell ein schickes Teil für die Fachschaftsparty abzugreifen? Die folgenden drei Tipps helfen dir, auch im Kleinen einen Unterschied zu machen.

1.      Selber machen

Damit meinen wir jetzt nicht, dass du dir ab sofort deine Klamotten selbst filzen sollst. Aber gerade im Haushalt kann das gute alte DIY wichtige Dienste leisten. Und Geld sparen. Stichwort Putzmittel: Sie sind in der Regel teuer, stecken in Plastikflaschen und schädigen die Umwelt. Essigessenz kann sowohl zum Entkalken der Kaffeemaschine als auch zum Bad putzen genutzt werden – und ist so verträglich, dass man mit den Resten sogar Kartoffelsalat machen kann. Kernseife ersetzt Spüli, Waschpulver sowie Duschgel, hält ewig und kostet im Drogeriemarkt noch nicht einmal zwei Euro. Weitere Tricks zum ökologischen WG-Putz findest du bei utopia.de.

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2.      Besser essen und trinken

Bio ist besser, aber teurer. Stimmt nicht, wenn man es geschickt anstellt. Wer saisonal einkauft, hat immer frische Ware zum kleinen Preis. Während eine Bio-Gurke im Sommer beispielsweise nur 99 Cent kostet, wird in den Wintermonaten fast das Doppelte fällig. Einen Obst- und Gemüsekalender gibt es bei geo.de, die passenden Rezepte  mit Zutatenauswahl bietet unter anderem lecker.de. Dass man Plastikflaschen vermeiden sollte, hat sich mittlerweile sowieso rumgesprochen. Dass Glasflaschen im Rucksack aber ziemlich schwer sind ebenso. Die Alternative sind wiederbefüllbare Edelstahlflaschen, zum Beispiel von ECOtanka (über waschbär.de). Rein kommt am besten Leitungswasser – das kostet weniger als 0,2 Cent pro Liter und schmeckt genauso gut wie jedes Designerwässerchen. Übrigens: ein WG-Kochabend pro Woche spart Mensa-Kosten, ersetzt die Tiefkühlpizza und macht auch noch Spaß.

3.     Geschickt shoppen

Mal ehrlich: Kaum jemand trägt noch „seine Kleidung auf“, wie unsere Großeltern zu sagen pflegten. Zum Party machen, aber auch zum Unialltag gehören coole Klamotten irgendwie dazu. Die eine Milliarde Tonnen CO2 aus der Textilproduktion sind trotzdem maximal uncool. Aber auch hier gibt es Alternativen: Auf Flohmärkten und in Second-Hand-Shops entdeckt man oft erstaunliche Schätzchen für wenig Geld. Dazu spart es Verpackung und Müll. Auf jeden Fall ausprobieren sollte man auch Kleidertausch-Apps wie zum Beispiel kleiderkreisel.de. Und im Avocadostore findet man aktuelle Sales von über 2.000 nachhaltigen Marken.

Natürlich haben unsere Tipps keinen Anspruch auf Vollständigkeit – vielleicht geben sie aber einen kleinen Schubs in die richtige Richtung. Du hast weitere Ideen oder Tipps, wie der Studentenalltag ein kleines bisschen grüner werden kann? Dann freuen wir uns über deinen Kommentar unter diesem Artikel.

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