Die Finanzfrage Wie kann ich Nebenkosten sparen?

Gegen steigende Mieten und den generellen Mangel an bezahlbarem Wohnraum können wir leider wenig tun. Dafür hast du aber Einfluss auf deine Nebenkostenabrechnung. Denn diese fällt ebenfalls bereits seit Jahren immer höher aus – unabhängig von Pandemie und Ukraine-Krise. Mit diesen einfachen Tipps sparst du monatlich bares Geld.

Kurzer Fakten-Check: Nebenkosten sind alle Kosten, die mit dem Gebrauch deiner Wohnung zusammenhängen. Dazu zählen in erster Linie Heiz- und Warmwasserkosten. Aber auch Gebühren für die Abfallentsorgung, den Schneeräumdienst, den Hausmeister oder die Hausmeisterin, die Kosten für die Reinigung des Treppenhauses, für den Strom in der Waschküche und und und. Eine genaue Aufstellung kannst (und solltest du unbedingt!) deinem Mietvertrag entnehmen. Nicht umlagefähig sind beispielsweise größere Reparaturen – diese muss der Vermieter bzw. die Vermieterin selbst tragen.

Jetzt geht’s ans Eingemachte. Bei welchen Positionen lässt sich an der Preisschraube drehen?

#1 Heizen

Heizkosten machen den Löwenanteil deiner Nebenkostenabrechnung aus. Hier zahlt sich Sparen also wirklich aus. Bereits ein Grad weniger Raumtemperatur bedeuten minus sechs Prozent Energieverbrauch. Die Faustregel lautet: 20 Grad sollten es im Winter sein, damit man sich wohlfühlt und kein Schimmel in der Wohnung entsteht. Wer es ganz genau nimmt, legt sich ein Raumthermometer zu (die gibt es in der günstigsten Variante schon für wenige Euros). Aber auch mit dem klassischen Thermostat zum Drehen lässt sich die optimale Wohlfühltemperatur erreichen: Auf Stufe 3 werden in der Regel 20 Grad erreicht. Im Flur und in der Küche kannst du knapp darunter bleiben und erreichst etwa 16-18 Grad. Im Badezimmer darfst du auf Stufe 4 und damit bis zu 24 Grad hochheizen. Stufe 5 benötigst du überhaupt nicht.

#2 Lüften

Regelmäßiges Lüften ist nicht nur wichtig für die Konzentration beim Lernen – du beugst damit auch ekligem und ungesundem Schimmel in deiner Wohnung vor (siehe #1). Achtung: Besser zweimal am Tag alle Fenster aufreißen und stoßlüften, als ständig die Fenster gekippt zu lassen. Beim Kippen hält die Heizung dagegen und du verbrauchst unnötig viel Energie.

#3 Duschen

Anstatt Baden. Denn beim Duschen verbraucht man im Schnitt “nur” 70 Liter Wasser, bei einem Vollbad fließen rund 120 Liter den Abfluss runter. Die ganz Harten stellen beim Einseifen sogar die Dusche kurz ab – ob das für dich in Frage kommt, musst du allerdings selbst wissen. Mit einem Sparduschkopf kannst du zusätzlich bis zu 60 Prozent Wasser (im Vergleich zu einem herkömmlichen Duschkopf) einsparen. Die bekommst du auch schon in der studifreundlichen Günstigversion ab etwa 15 Euro). Du hast einen grünen Daumen? Dann solltest du ab sofort nur noch mit Regenwasser gießen. Das lässt sich ganz einfach auf der Fensterbank einsammeln und du musst deinen Wasserhahn nicht bemühen.

#4 Waschen und Kochen

Ja, auch bei diesen klassischen Haushaltstätigkeiten kannst du sparen. Achte darauf, dass du die Waschmaschine voll belädst und bei niedrigen Temperaturen wäschst. Die meisten Flecken gehen auch bei 30 Grad schon raus. Zur Wäschedesinfektion auch bei niedrigen Temperaturen taugt ein Schuss Essigessenz (für wenige Cents im Supermarkt) im Weichspülfach – macht alles keimfrei und schont nebenbei die Umwelt. Du liebst die Haute Cuisine? Dann koche dein Nudelwasser im Wasserkocher hoch (ist günstiger als auf dem Herd), verwende nur so viel Wasser, wie wirklich nötig und stelle den Herd bereits ein paar Minuten vor Ende der Kochzeit herunter – die Restwärme erledigt den Job. Beim Backofen am besten immer die Umluftfunktion verwenden und aufs Vorheizen verzichten. Ebenfalls eine gute Idee: Den Herd ab und zu mal kalt lassen und in der Mensa essen.

# Laptop laden

Gehörst du auch zu den Leuten, die ihr Laptop während des Arbeitens am Strom lassen und ihr Handy über Nacht aufladen? Ändere deine Gewohnheiten und du sparst ordentlich Stromkosten ein. Bis zu 80 Euro im Jahr macht es aus, wenn du dein Laptop nur bis etwa 80 Prozent lädst und dann von der Steckdose nimmst. Ähnliches gilt fürs Handy – lieber direkt einstecken, wenn du nach Hause kommst. Dann ist es aufgeladen, bis du ins Bett gehst und du kannst es getrost über Nacht ausschalten (beziehungsweise in den Flugmodus versetzen). By the way: Alle Elektrogeräte sollten ausgeschaltet werden, wenn du sie nicht benötigst. Standby kostet!

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